Warum gab es einen Beteiligungsprozess?

In der Diskussion um den Streckenverlauf der B 87 zwischen Leipzig und Eilenburg bestanden viele sich entgegenstehende Interessen. Eine Vorzugsvariante konnte in dem zwischen 2005 und 2015 durchgeführten Raumordnungsverfahren nicht erarbeitet werden.
Aus den Erfahrungen der bisherigen Planungshistorie ist der Schluss gezogen worden: Die betroffene Bevölkerung und Interessensvertreter*innen müssen an der Entwicklung und Bewertung von (neuen) Trassenvarianten aktiv beteiligt werden.

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Planung der B 87n verfolgte verschiedene Ziele:

  • die Herstellung eines umfangreichen öffentlichen und aktuellen Informationsangebots und die Herstellung hoher Transparenz im Prozess und in der Planung,
  • die Schaffung von Qualifizierung, Vertrauen und Akzeptanz bei allen Beteiligten. Dadurch auch den Abbau von klassischem Konfliktpotential bei Straßenbauprojekten,
  • die Berücksichtigung von Hinweisen und Anregungen in der Planung,
  • sowie die Herstellung einer Kultur des Dialogs.