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Verkehrliche Wirkung - Südvariante

Was bedeutet „Verkehrliche Wirkung“ am Beispiel Taucha?

Damit eine Trassenvariante das bestehende Verkehrsproblem im Stadtgebiet Taucha lösen kann, muss sie die entsprechende verkehr

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Verkehrliche Wirkung - Bestandsnahe Variante

Was bedeutet "Verkehrliche Wirkung" am Beispiel Taucha?

Damit eine Trassenvariante das bestehende Verkehrsproblem im Stadtgebiet Taucha lösen kann, muss sie die entsprechende verkehrliche Wirkung aufweisen. Am Beispiel Taucha bedeutet das, dass eine Lösung einen möglichst großen Teil des aktuell durch die Stadt fließenden Verkehrs aufnimmt und zu einer spürbaren verkehrlichen Entlastung in Taucha führt. Andernfalls wäre das zentrale Ziel der Planung verfehlt worden. Im schlechtesten Fall würden die PKW- und LKW-Fahrer trotz einer neuen Trasse weiterhin die Strecke entlang der bestehenden B 87 bevorzugen.

In der Planungswerkstatt erarbeitete Trassenvarianten sind daher nur in die engere Betrachtung aufgenommen worden, wenn die Prüfung durch die Verkehrsplaner eine ausreichend hohe verkehrliche Wirkung erwarten lässt. 

Schreiben Sie uns unten auf dieser Seite Ihren Kommentar.

Vorteile der bestandsnahen Variante

Eine bestandsnahe Trassenvariante mit einer teilweisen Untertunnelung des Stadtgebiets Taucha ermöglicht dabei voraussichtlich die stärkste verkehrliche Wirkung. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich der komplette Durchgangsverkehr auf die neue Trasse verlagern und die bestehende B 87 nur noch durch den Erschließungsverkehr befahren wird.

Darüber hinaus kann die Variante den bestehenden regionalen Durchgangsverkehr aus nördlicher Richtung (über K7422 aus Richtung Pönitz) aufnehmen, was bei der Südvariante nicht gegeben wäre.

Nachteile der bestandsnahen Variante

Bei einer bestandsnahen Trassenführung ist mit einer sehr hohen Verkehrsbelastung im Bereich der Autobahn-Anschlussstelle Leipzig-Nordost zu rechnen. Bereits heute ist in diesem Bereich die Verkehrsbelastung durch hier zusammenlaufende Verkehrsarten (Durchgangs-, Quell- und Zielverkehr, Gewerbe) sehr hoch. Vor diesem Hintergrund wäre voraussichtlich ein Ausbau der Anschlussstelle notwendig. Ein Ausbau wird jedoch durch das Umspannwerk sowie die parallel zur B 87 verlaufenden Straßenbahnstrecke deutlich erschwert.

Kommentare

Moderationskommentar

Nachteile verkehrliche Wirkung:
"Ein großes Problem dürfte die Anbindung der B87n an die bisherige B87 in der Nähe der A14 sein. Eine Ampelregelung ist unvermeidbar und die Querung der Straßenbahntrasse bringt zusätzliche Behinderungen des Verkehrsflusses mit sich. Der Stau, der in den Hauptverkehrszeiten schon jetzt auf der B87 zwischen der A14 Abfahrt und Otto - Schmidt-Str. in Richtung Taucha zu beobachten ist, dürfte sich dann bis auf die A14 verschieben.

Die Anbindung der B87n an der Graßdorfer Str. ist ebenfalls kritisch. Zwecks Regenwasser - Ableitung des Gebietes der Engelsdorfer Str. bei Starkregen sind erst vor wenigen Jahren umfangreiche Tiefbauarbeiten ab Engelsdorfer / Graßdorfer Str. bis zur Abzweigung der Graßdorfer Str. /B87 durchgeführt worden.
Hier wurden unter der Graßdorfer Str. Betonrohre mit einem Durchmesser von ca. 1 Meter bis unter die Abzweigung Graßdorfer Str./ B87 (wo wir bei unserer Ortsbesichtigung gestanden haben) verlegt. Die Deckelung dürfte hier nur ca. 2-3m betragen!

Erst ab hier kann die Absenkung der B87n in den Tunnel beginnen und nicht ab Überquerung der Parthe. Das ergibt steile Rampen für die Anbindung der Graßdorfer Str. in Richtung Bahnschranke der DB und zurück.

Eine ampelgesteuerte Kreuzung verbietet sich hier, da sich bei Rot ein Stau im Tunnel bilden würde. Dürfen Gefahrguttransporte durch den Tunnel?

Resümee: Die Tunnelvariante bringt große Schwierigkeiten an den Anschlussstellen bezüglich des künftigen Verkehrsflusses und der Anbindung an das Ortsnetz der Stadt Taucha. "

ist schlichtweg indiskutabel. Ostdeutschland hinkt Jahrzehnte hinter dem Westen her. Hier werden im 21. Jahrhundert Projekte diskutiert, die absolut nicht mehr zeitgemäß sind. Ein Witz, was da die angebliche "ökologische Modellstadt" Taucha realisieren will. Das ist keine Politik die da betrieben wird, es ist ein Verbrechen an den betroffenen Einwohnern.
Wacht endlich hinter euren Bürokratenschreibtischen auf und macht verdammt nochmal euren Job.

Danke für Ihre Wortmeldung. Ich finde den Text zu verkehrlicher Wirkung gut beschrieben. Leider vermisse ich in Ihrem Kommentar einen greifbaren Fakt.
Was ist nicht mehr Zeitgemäß an einem bestandsnahen Ausbau?
Wo wurden in den alten Bundesländern konkret Projekte besser umgesetzt?

Wenn ich Sie richtig verstehe, ist ihnen der bestandsnahe Ansatz nicht kompatibel mit der "ökologischen Modellstadt Taucha", richtig? Können Sie mir vielleicht erklären, inwiefern die Südvariante ökologischer wäre? Ich denke nicht.

Ein Tunnel wäre sicher die teuerste Variante, und an der nächstbesten Ampel, spätestens an der A14-Anschlussstelle, staut sich garantiert alles zurück. Eine wirkliche Entlastung für die Stadt Taucha sehe ich bei dieser Variante nicht, der Stau bliebe der Ortslage erhalten. Von der unklaren Anbindung der Graßdorfer und der Portitzer Straße an die Bundesstraße mal ganz abgesehen. Ortsumfahrung heißt wohl in erster Linie: Außen rum!

Die Tunnelvariante kostet einiges mehr als eine oberirdische Straßenführung . Allerdings müssen alle Punkte gegeneinander abgewägt werden. So kann ein Tunnel im Vergleich zu den Einschränkungen beim Bau durch die Parthenaue mehr Kosten (Geld), aber trotzdem ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis haben. Der Tunnel verläuft auch nicht unter der gesamten Ortslage sondern nur über einen Teil (Busbahnhof bis Graßdorfer Strasse).
Die Anbindung an die A14 muss in jedem Fall überprüft und gegebenenfalls geändert werden. Dieser Schritt wird in der Planung aber erst im Planungs- und Genehmigungsverfahren betrachtet.
Rund 4000 Autos des Innerstädtischen Verkehrs (pro Tag) müssen die B87 nicht mehr nutzen. Alle Fahrzeuge, die nur durch Taucha wollen, können sechs Ampeln auslassen. Das sollte weniger Stau bedeuten.
Die Anbindung der Portitzer Strasse fällt dann in den Innerstädtischen Verkehr und im Vergleich zum Durchgangsverkehr nicht wirklich ins Gewicht.
Aus Eilenburg kommend könnten die Autos auf der linken Spur in den Tunnel (nach Leipzig/A14) oder rechts über eine Rampe in die Graßdorfer bzw. weiter in den Innerstädtischen Verkehr (Leipziger Str.) Ähnlich könnte eine Führung Richtung Eilenburg aussehen. von der Graßdorfer oder Leipziger Str. über ein Rampe und Einfädelspur auf Niveau der Strasse aus dem Tunnel.

Hallo Jan,
Woher hast du die Zahlen? In den Beschreibungen finde ich keine.
Ich denke deshalb fällt einigen die Diskussion so schwer und können nur allgemeines schreiben. Liebe DEGES stellt doch die Zahlen ins Netz, sondern gibt es keine Diskussion auf Augenhöhe.
Also:
Bestandsanalyse:Wieviele Fahrzeuge fahren jetzt durch Taucha? (Aufteilung: PKW,LKW und Richtung und Uhrzeiten, Wochentage)
Wieviele haben davon welche Ziel? (Leipzig oder Autobahn oder Taucha)

Mittler Wegezeit von Ortseingang bis Ortsausgang?

Ziel:
Wie viel Verkehr ist den für eine Innerstädtische Lage/zentrumsnah zu ein Großstadt den noch gestattet bzw. so üblich. Also ab wann ist den andlungsbedarf? bzw. auf welche Zahl Fahrzeuganzahl je Tag will man den Mindesten runter?

Bitte Ist-Stand Verkehrszahlen und Ziel Vekehrszahlen als neuen FAQ einragen. Mit es ist "zu viel" und es muss "deutlich weniger" kann doch keiner was anfangen.

Schönen Gruß
Henrik

Moderationskommentar

Liebe Dialogteilnehmer,
wir haben Informationen zu aktuellen Verkehrszahlen zu den Häufigen Fragen auf dieser Seite hinzugefügt. Sie finden diese direkt mit folgendem Link:
https://www.b87-im-dialog.de/faq/wieviele-fahrzeuge-fahren-aktuell-durch...

Ergänzung: In dieser Gallerie finden Sie weitere Informationen zum prognostizierten Verkehrsaufkommen unterschiedlicher Varianten sowie die erwarteten Auswirkungen für die Ortsdurchfahrt Taucha. https://www.b87-im-dialog.de/gallery/verkehrsprognosen-fuer-die-b87-um-t...

Jetzt mal im Ernst: Hier soll wirklich über die Untertunnelung von Taucha diskutiert werden? Allein die Tatsache, dass eine solche Variante zur Diskussion gestellt wird, lässt erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Bemühungen der Verantwortlichen aufkommen. Eine Lösung des Problems wird jetzt(!) benötigt. Außer allgemeinen Formulierungen habe ich hier keine Angaben zu den Realisierungszeiträumen gefunden. Meine Vermutung ist, dass die Fertigstellung nicht mehr zu den Lebzeiten der Leute erfolgt, die sich hier an der Diskussion beteiligen.

Der Tunnel verläuft nicht unter der gesamten Ortslage, sondern nur unter einem Teil (Busbahnhof bis Graßdorfer Strasse).
In der Planungswerkstatt sind Bürgerinitiativen, Stadt und Bürgermeister der umliegenden Dörfer, Bürger der Stadt Taucha und Experten beteiligt. Allen Beteiligten des Verfahrens, bis hin zu den Entscheidern in Bonn, sind sich über die Dringlichkeit einer Lösung bewusst. Bei einem erfolgreichen Planungs- und Genehmigungsverfahren könnten die Bauarbeiten innerhalb der nächsten 5-7 Jahre beginnen.
Nach Abschluss der Planungswerkstatt werde eine oder zwei Varianten beim Ministerium vorgestellt. Diese entscheiden dann, ob es ins Planungsverfahren geht. Das Planungsverfahren dauert dann ca. 2 Jahre, dann folgen Ausschreibung und Vorbereitungen.

An der Ernsthaftigkeit der Bemühungen der Verantwortlichen kann man wohl kaum zweifeln, allerdings nur, wenn man sich wirklich mit der Sache und den Ergebnissen, die hier vorgestellt werden, beschäftigt. Eine Tunnelvariante ist möglich. Das zeigen Beispiele aus einigen anderen deutschen Städten mit ähnlichen Problemen wie Taucha. Natürlich ist das teuer und kostet Zeit. Aber selbst, wenn wir nur unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft in Taucha und den angrenzenden Gemeinden ermöglichen, sollten wir darum kämpfen und uns nicht von vornherein verweigern. Denn eine Lösung jetzt!, wie Sie fordern, ist noch viel illusorischer. Wie soll die denn aussehen? Es werden nicht plötzlich alle Fahrzeuge stillgelegt.

- keine Entlastung für den Verkehr zwischen A14 bis Ortseinfahrt - Nadelöhr bleibt
- Tunnel viel zu kostenintensiv
- keine Entlastung der Anwohner

Woher wollt ihr wissen, dass die Tunnelvariante zu teuer ist ? Von welcher Summe reden wir? Überlegt mal, was der Flughafen BER nur an Stillstandskosten jeden Tag kostet! Und das schon über Jahre!!
Und da reden wir über " zu teuer ", obwohl wir noch gar nicht wissen, wie teuer die Tunnelvariante wird. - Komisch !
Über die Kosten wurde überhaupt noch nicht diskutiert.
Man kann eben nicht den zweiten Schritt vor dem ersten Schritt machen.

Beide Varianten sind Wahnsinn.
Eine Umgehung der Stadt Taucha nur auf Kosten der näheren Umgebung zu machen. Landschaftliche Gebiete werden unwiderbringlich zerstört, die Wertigkeit der Wohnlage wird massiv gesenkt (wer will schon zukünftig an einer B-Straße wohnen, wenn er "im Grünen" wohnt).
Aus Sicht der Stadt Taucha ist es verständlich das die Umgehung favorisiert wird, aus Sicht der dortigen Anwohner ein Unding. Das diese Variante ernsthaft in Erwägung gezogen wird ist unverantwortlich.
Natur kaputtbauen für den Verkehr. Wohnqualität, so wie sie jetzt existiert, wird zerstört. Hier in Panitzsch zu bauen bedeutet bisher ein Objekt mit steigendem Wert zu errichten. Zukünftig würde das so nicht mehr gelten.
Wer entschädigt uns dafür?
Hier können und dürfen nicht noch mehr Straßen entstehen.

Es ist ja schön, dass die Stadt Taucha und der Autobahnanschluss Leipzig Nord-Ost entlastet werden soll, aber doch bitte nicht auf Kosten der Einwohner von Panitzsch und den anderen kleinen Örtchen ringsum. Wer entlastet denn die dortigen Anwohner, wenn sie außer der B6 nun auf der anderen Seite noch eine hoch frequentierte Bundesstraße vor die Nase bekommen, so dass sie quasi eingeschlossen sind? Mal abgesehen davon, dass auch der Autobahnanschluss Leipzig Ost im Berufsverkehr aus den Nähten platzt. Man kann doch ein bestehendes Problem in einer Gemeinde nicht einfach in eine andere Gemeinde verschieben. Seid ihr bei eurer Ortsbegehung auch mal mit offenen Augen durch die Parthenaue gelaufen? Diese Natur wollt ihr durch noch eine Straße zerstören? Ernsthaft? Unfassbar. Das ist keine diskutable Variante!

In der anderen Variante wäre die hier geschilderte hohe Belastung der Autobahn-Anschlussstelle Nordost (bestandsnahe Trassenführung) jedoch an der Anschlussstelle Leipzig Ost und der B6 anzutreffen. Diese ist bereits jetzt unzumutbar hoch belastet, es gibt täglich morgens und nachmittags Staus. Hier noch zusätzlich den Verkehr der B87N einzuleiten kann aus meiner Sicht keine Verbesserung der Gesamtsituation erreichen.

Die Wahl fällt zwischen Pest und Cholera.
Ein teures Vorhaben mit Untertunnelung (was sich schon in Leipzig als ein Fass ohne Boden herausgestellt hat) oder die Zerstörung von naturnahem Lebensraum für Mensch und Tier ohne reellen Ausgleich, weil was zerstört ist, wird nicht wieder repariert werden.
Jede Variante, die eine Vergrößerung der Verkehrsfläche in Betracht zieht, ist nur eine kurzfristige Lösung, die weder wirtschaftlich noch ökologisch Bestand haben kann.
Eine Entlastung Tauchas ist lediglich eine Verlagerung der Probleme in die Peripherie mit Belastung anderer Ortschaften. Ein Ausbau in Taucha belastet diese Stadt.
Es ist kurzsichtig von den Planern, das Gesamtgefüge nicht zu beachten, sondern das Verkehrsnetz als Einzelnes. Und kurzsichtig von der Politik, dieses zuzulassen und nicht nach anderen Lösungen zu suchen.

... wenn man ein Gesamtkonzept von der A14 über Gordemitz bis hinter Jesewitz (Beginn der neuen Straße) nach Eilenburg nicht über eine nördliche Route schaffen kann bzw. will.

Taucha zu entlasten über eine machbare Variante ist generell lobenswert und unbestritten dringendst nötig, wobei die Südvariante aus den dort im Text u n d den bereits in den letzten 10 Jahren genannten Gründen nicht machbar ist, ohne die Schutzgüter Mensch, Natur usw. extrem und dauerhaft zu be- und überlasten. Hierzu ist bereits sehr viel (auch in der LVZ) geschrieben worden. Ob nördlich oder südlich um Sehlis herum, dann nahe an Dewitz bzw. Panitzsch vorbei, ist für mich immer die schlechteste Variante überhaupt, zumal man den von Norden kommenden Verkehr "zwingen" müsste, bis zur AS Leipzig-Ost zu fahren, um dann noch vor Gordemitz zurück auf die B 87 zurück zu kommen.

Nun zur Tunnelvariante.
Den Planern der DEGES ist natürlich klar, was ein fast 2000 m langer Straßentunnel (!) mit allen Sicherheitsaspekten mit zwei großen getrennten Röhren für den PKW- und vor allem LKW- Schwerlastverkehr in etwa kosten würde. Ich schätze 300 - 500 Mio. €. Er ist ja allen Ernstes von der DEGES vorgeschlagen worden. Also muss ich ihn in Betracht ziehen...
Eine Einfahrt im Bereich des Lösegrabens und eine Untertunnelung Tauchas bis in den Bereich Graßdorfer Str. mit einer entsprechend komfortablen Ausfahrt (bzw. umgekehrt) ist nötig. Das wären knapp 2.000 m. Also im Bereich der Vorgabe!
Weltweit gibt es dafür Lösungen und Firmen zur Realisierung. Ich habe bereits einen Vorschlag: "Mit Vortriebstechnik von Herrenknecht entstehen leistungsfähige Straßentunnel, die auf wichtigen Verkehrsrouten und in Metropolen den Verkehr fließen lassen. Ob im Stadt- oder Fernverkehr, oft wird direkten Straßenverbindungen durch schwierige Topographien oder städtebauliche Hindernisse der Weg versperrt. Um trotzdem den steigenden Anforderungen an die Mobilität gerecht zu werden, sind hochmoderne Tunnelsysteme oftmals die beste oder einzige Lösung. Deshalb erstellen Baufirmen in der ganzen Welt mit Technologien von Herrenknecht jedes Jahr viele Kilometer neue Straßentunnel. Unsere Vortriebstechnik kommt unter engsten Platzverhältnissen zurecht, ist in allen Geologien einsetzbar und baut innerhalb topografischer oder städtischer Gegebenheiten bei größter Sicherheit hochqualitative Tunnelbauwerke. Exakt da, wo diese benötigt werden." ((https://www.herrenknecht.com/de/produkte/tunnelling/strasse/))
Ähnliche Lösungen mit Erfahrung im Tunnelbau gibt es sicher viele...

Fazit: Ein hinreichend moderner und sicherer Tunnel unterhalb Tauchas für den Schwerlastdurchgangsverkehr ist sicher technisch mit den weltweit modernsten Technologien möglich, wohl aus Kostengründen aber kaum vorstellbar, zumal man es bisher (in 30 Jahren nach der Wende) nicht einmal hinbekommen hat, im Bereich der Straßenbahnendstelle einen modernen Kreuzungskomplex zu bauen, bevor demnächst der kurze Tunnel unter den Bahngleisen fertig wird... Doch das ist ein anders Thema.

Also sollte man sich darauf konzentrieren, eine komplexe Lösung von der A14 bis hinter Jesewitz zu finden (bzw. umgekehrt), ggf. auch mit tw. Untertunnelung. Auch in diesem Fall müsste man den Durchgangs-Verkehr wie bei den Südvarianten "zwingen", genau dort entlang zu fahren. Das sollte machbar sein! Ebenso sollte man in Notsituationen (extrem belastender Verkehr durch Taucha) eine Ausnahmegenehmigung bzgl. der Autobahn-Anschlussstellen bekommen. Sehr eng aufeinanderfolgende Abfahrten gibt es z. B. schon lange südlich von Frankfurt Richtung Bingen.

Schlussbemerkung: Engen Sie bitte die Varianten nicht auf diese genannten ein, zumal der gesamte Verkehr weiterhin durch Gordemitz und Jesewitz fließen würde. Und schauen Sie immer wieder die Karten und die Realität in und um Taucha an. Wer wenig Zeit hat, wird sicher auch bei Google Maps schnell sich eine Meinung bilden können. Man muss - wenn die Tunnelvariante zu teuer werden würde - eine machbare Nordvariante (wie schon oft - auch in der LVZ - diskutiert) finden.
Danke bis hierher, dass Sie meinen langen Text gelesen haben.

Sie haben Recht, die Planungen für beide Tauchaer Varianten dürfen nicht am Schwarzen Berg zwischen Taucha und Jesewitz aufhören. Aber soweit ich weiß, ist es ein zusammengehöriger Planungsabschnitt, d.h. der Bereich Taucha bis Eilenburg kann nur als Gesamtprojekt in die Genehmigungs-bzw. Realisierungsphase gehen. Sobald die Tauchaer Variante sicher ist, werden und müssen auch konkretere Planungen für die Umgehung von Jesewitz bis Eilenburg in Angriff genommen werden. So hat es die DEGES jedenfalls angekündigt.

Moderationskommentar

(Hierbei handelt es sich um einen Hinweis seitens der DEGES)
Liebe Dialogteilnehmer,
das Beteiligungsverfahren "B87 im Dialog" konzentriert sich ausschließlich auf den Abschnitt Taucha.
Das öffentlich/rechtliche Verfahren (Raumordnungsverfahren/Planfestsellungsverfahren) zur Bestimmung der Vorzugsvariante und zur Erlangung des Baurechts bezieht sich dagegen auf den gesamten „verkehrswirksamen Abschnitt“ zwischen Lpz und Eilenburg, inklusive der Ortsumgeheung Jesewitz.

Weitere Informationen zum Prozess finden Sie auch im folgenden Artikel:
https://www.b87-im-dialog.de/informationen/die-schritte-zur-b-87n-was-de...

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Moderationsteam

Eine bestandsnahe Variante der B87n wird das Verkehrsproblem des Durchgangsverkehrs in Taucha nicht lösen. Es ist viel mehr davon auszugehen, dass diese Variante -ähnlich wie die Bahnlinie- den innerörtlichen Verkehr teilen und somit zusätzlich behindern wird. Das ist keine Verbesserung der Situation. Bliebe eine Tunnellösung für den Durchgangsverkehr, die aber nur dann Sinn machen würde, wenn der Tunnel von der Anschlussstelle A14 Leipzig Nordost bis in etwa zur Ziegelei führte. Eine solche Variante dürfte wohl an den Kosten scheitern. Zu diskutieren wäre bei dieser Variante auch noch, ob die Torgauer Straße den dann bis zu ihr ungehindert fließenden Verkehr in Richtung Leipzig aufnehmen kann.
Eine Südvariante scheint unter Berücksichtigung strengster Umweltauflagen die praktikablere und kostengünstigere Variante zu sein. Dort wo die B87n in einer Südvariante zur Belastung von Anwohnern und/oder Umwelt werden könnte, muss sie abgesenkt oder unterirdisch verlegt werden. Bei der Südvariante muss aber auch durch geeignete Maßnahmen in Taucha sichergestellt sein, dass der Fernverkehr die neue Straße nutzt und nicht doch wieder die "Abkürzung" durch Taucha nimmt (siehe Liebertwolkwitz b. Leipzig).
Abschließend sei die Bemerkung erlaubt, dass die Fehlentwicklung der vergangenen Jahre der ständig steigenden Zunahme des Transportaufkommens durch LKW schnellstens korrigiert werden muss. Güterverkehr hat ausnahmslos auf der Schiene stattzufinden.

Wenn man Naturschutz ernst meint sollte in der Parthenaue überhaupt nicht gebaut werden. Auch ein unterirdische oder abgesenkter Bau ist in einerAuenlandschaft mit einer nicht abzusehenden Naturschädigung verbunden.

Ortsumfahrung heißt Außen rum! Unter Abwägung aller Vor-und Nachteile kann es nur die Südvariante und zwar die südliche Südvariante geben. Das innerstädtische Verkehrsaufkommen wird durch die zahlreiche Erschließung von Bauland in Taucha (alles Familien mit 1-2 Autos und Berufspendler) ohnehin zukünftig enorm zunehmen und Taucha wird in Richtung 20.000 Einwohner wandern.... Wieso soll ich dann bewusst noch den Verkehr einer Bundesstraße in das Stadtzentrum von Taucha quetschen und mit zahlreichen Ampellösungen vor und nach dem Tunnel ad absurdum führen...?? Die Tunnelvariante scheidet schon aus wirtschaftlichen Gründen aus. Eine für einen Tunnel veranschlagte Bausumme und Bauzeit würde sich ohnehin in der Ausführung verdoppeln - verdreifachen...das zeigen vergleichbare Projekte in Großstädten (schön am Beispiel Magdeburgs nachzulesen: https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/fall-details/zwei-meter-tunnel-kos...)... Taucha sollte nicht die gleichen Fehler machen und sich daher auf die Südvariante konzentrieren und hier die Lösungen finden wie bei dieser Variante am wenigsten Beeinträchtigungen für die Anwohner realsiert werden können. Für die vielen Millionen Ersparnis bei der Erstellung einer Tunnellösung (und Wartung!!) kann viel zielorientierter für Lärmschutz und Aufforstung bei der Südvariante investiert werden....

Das Wachsen der Stadt Taucha muss nicht zwangsläufig zu mehr Autoverkehr führen. Eine attraktivere Anbindung an den Nahverkehr (bessere Taktzeiten, Nutzung des Güterrings Ost für die S-Bahn Richtung Stötteritz, Radwege in die Nachbargemeinden Jesewitz, Panitzsch, …) könnten vieles davon auffangen. Die Konzepte von vor 30 Jahren passen nicht mehr, es gibt bessere Lösungen. Und ein Radweg passt auch besser in die Parthenaue als ein Bundesstraße...

Seit fast 30 Jahren wird eine Ortsumfahrung der B 87 um Jesewitz und Taucha diskutiert.
Seit 25 Jahren bin ich im Gemeinderat Jesewitz und wir beschäftigen uns auch mit dieser Ortsumfahrung. Mal mehr, mal weniger.
Wir haben in dieser Zeit uns mit zig verschiedene Varianten bis zur A 14 / Taucha hin beschäftigt und sie diskutiert . Und glauben Sie mir, es war nicht immer schön, was da gesagt wurde. Es ging schon mal bis unter die Gürtellinie !!
Da sind einerseits die Anwohner, welche diese Straße nicht zu Nah wollen ( Verständlich ),
da ist eine ganze Stadt ( Taucha ), oder ein Teil davon, die den Verkehr nicht durchführen wollen ( Tauchaer Erklärung ) und da sind noch Umweltschützer, welche prinzipiell etwas dagegen haben.
Einer weiträumigen Ortsumfahrung ( S4 & B107 ) bringt hier gar nichts, weil dann alles so bleibt wie bisher. Die Strecke über die Ortschaften Gallen, Ochelmitz, Liemehna, Mutschlena, Gottscheina und Hohenheida bis zum BMW-Werk und zur A14 bleibt dann die Vorzugsvariante der Kraftfahrer.
Über eine Ortsumfahrung Jesewitz / Gordemitz wird auch schon diskutiert, aber erst muss da Nadelöhr Taucha geklärt werden. und da kommt meiner Meinung nach nur die Tunnelvariante in Frage.
Eine Tunnelvariante mit nur zwei Ab / Zufahrten. Eine vorn bei Netto und eine hinten bei Aral.
Wenn diese Variante nicht zum Tragen kommt, erleben wir alle, die heute hier mitreden, keine Umverlegung der B87 mehr. Und das wäre auch für die Wirtschaft nicht gut.

Sehr informativ und spannend ist der Gastbeitrag unter "Andere Aspekte ..." vom 11.05.19, 15.40 Uhr, zu den von der Staatsregierung am 29.04.19 präsentierten Leuchtturmprojekten für die Braunkohleregion, u. a. mit einer geplanten Bundesfernstraßenverbindung Mitteldeutschland-Lausitz!
Dazu wüsste ich gern, ob und inwieweit die Deges diese Planungen kannte und welche Auswirkungen sich daraus auf die Vorplanungen zur B87n Leipzig-Eilenburg ergeben werden?

Den Straßenverlauf der MiLau hatte ich gesehen. Und gerade deshalb empfinde ich diese Straße ab Eilenburg über Delitzsch an die A9 als sehr verkehrlich bedeutsam für unsere Vorplanungen!

Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der Anbindung der Lausitz. Aber ein Nebeneffekt wäre, dass der Verkehr aus dem Raum Torgau, insbesondere der LKW-Verkehr in Richtung BMW, DHL, Flughafen, Porsche an Taucha vorbei fließen könnte.

Die oben beschriebene Variante des Ausbaus der S4 Richtung A9 !! geht viel zu weit an Jesewitz und Taucha vorbei. Der Nebeneffekt wäre für Taucha äußerst gering. Die LKW-Navis zeigen weiter Taucha->A14->BMW, DHL, ... an. Und wir haben die gleichen alten Probleme trotz neuer teurer Straße.

Moderationskommentar

(Hierbei handelt es sich um einen Beitrag seitens der DEGES)
Die Hintergründe und Aktivitäten im Zusammenhang mit der geforderten Verbindungsstraße der Braunkohlereviere Mitteldeutschland-Lausitz („MiLau“) sind der DEGES bekannt.
Vor dem Hintergrund des absehbaren Endes des Braunkohleabbaus wird eine neue Straßenverbindung Mitteldeutschland – Lausitz („MiLau“) gefordert, um die Ansiedlung neuer Industriezweige/Unternehmen in den derzeitigen Braunkohleregionen zu befördern. Die neue Verbindungsstraße soll „von der A 38 im Westen bis zur B 115 im Osten“ parallel zu den Bundesautobahnen A 4 und A 14 verlaufen. Die Achse soll die Autobahnen entlasten und vorrangig durch Ausbau vorhandener Bundes- und Staatsstraßen gebildet werden.
Eine genauere Beschreibung (Karte) liegt nicht vor. Aus Presseartikeln ist erkennbar, dass es sich zum einen um einenden Korridor Brehna/A 9 (ST) – Leipzig/Eilenburg/B 87 – Torgau/B 183 – Elsterwerda/B 169 – Ruhland/ A 13 (BB) - Hoyerswerda – Weißwasser – Bundesgrenze handelt. Ein zweiter Ast führt als Zubringer offensichtlich von der A 38 über die A 14 – S 38/Wermsdorf – Elbebrücke bei Mühlberg zur B 101/B 169 bei Elsterwerda.

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) führt derzeit hierzu eine Potentialanalyse für die gesamte Trasse durch.
Unmittelbare Auswirkungen auf die B 87 sind aus dieser Forderung MiLau nicht zu erwarten. Wichtiges Ziel der B 87 ist die überregionale Verbindungsfunktion und damit die Verbesserung der Erreichbarkeit der Städte Eilenburg und Torgau und ihrer (direkten) Anbindung an die Verkehrsquellen und -ziele A 14 bzw. das Oberzentrum Leipzig bei einer gleichzeitigen Entlastung der Ortsdurchfahrten vom Durchgangsverkehr. Dieser Sachverhalt lässt sich mit MiLau nicht verändern. Die Verkehrstechnischen Untersuchungen zu Taucha bestätigen den nicht vorhandenen Bedarf bzw. keine Entlastung für Taucha mit einer Nordvariante (S 4) der B 87. Zusätzliche Verkehre sind nicht zu erwarten. Die S 4 ist eine gut ausgebaute regionale Verbindung Delitzsch – Eilenburg. Das Verkehrsaufkommen zwischen Delitzsch und der A 9 liegt bei 3.500 Kfz/ 24h ; Delitzsch -– B 2 4.400 Kfz/ 24h und Bb 2 – Eilenburg 6.500 Kfz/ 24h mit abnehmender Tendenz, wahrscheinlich auch auf Grund der gestiegenen Attraktivität der B 87 (AOSIVerbesserung der Verkehrssicherheit außerorts, BÜ-Beseitigung des Bahnüberganges westl. Eilenburg).

Die B87n ist von Torgau kommend, bis Eilenburg schon ziemlich durchgeplant und wohl auch realisierbar. Bleibt der Abschnitt von Eilenburg bis Leipzig. Dieser führt momentan durch Jesewitz, Gordemitz und Taucha. Eine weiträumige Umgehung dieser Orte im Norden, also durch Ausbau der bestehenden S4 ab Eilenburg über Krostitz bis zur B2 und weiter zur A14, geht für mich viel zu weit vorbei an den genannten Orten und würde die jetzt schon stark belastete nördliche Leipiger Zufahrtstraße B2 weiter verstopfen. Besonders die LKW, würden deshalb ab Eilenburg weiter über die bestehende (alte) B87 geleitet werden. Taucha, Jesewitz und Gordemitz hätten nichts gewonnen. Eine Umfahrung der Orte im Süden Richtung B6 und A14 Anschlussstelle Ost bringt an verkehrlicher Wirkung für Taucha sicher mehr, verstopft aber die ebenfalls schon volle Leipziger Zufahrtstraße B6. Außerdem wäre der Einschnitt in die Natur unverantwortlich groß. Noch dazu würde man die dort wohnende, offensichtlich durchweg fahrradfahrende Bevölkerung belasten. Die Klagen nähmen kein Ende, eine Genehmigung wohl aussichtslos. Bleibt also nur eine bestandsnahe Variante. Und das bedeutet: Eine kleine Umgehung von Jesewitz, dann wieder ab Schwarzen Berg auf die alte B87 und dann bleibt meines Erachtens nur der Tunnel in Nähe der Eisenbahnlinie als sinnvolle Lösung, so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig, um die Bevölkerung zu schützen. Der Verkehr würde sich weiterhin auf die drei Leipziger Zufahrtstraßen B2, B87 und B6 verteilen. Das Nadelöhr Autobahnanschlussstelle Nordost muss in diesem Zusammenhang unbedingt mit in die Planungen einbezogen werden, um Rückstaus in den Tunnel zu vermeiden. Eine extra Rechtsabbiegerauffahrt von Taucha auf die A14 (für die LKW Richtung BMW, DHL) beispielsweise könnte dort schon für wesentliche Entkrampfung sorgen. Die Zu- und Abfahrten zur Tunnelsrecke für den Tauchaer Stadtverkehr müssen gut durchdacht werden. Hier muss man Erfahrungen von Tunnellösungen aus anderen Städten zu Rate ziehen. Problematisch ist sicher auch die Straßenbahnquerung. All das kostet sehr viel Geld und ist damit die weitaus teuerste Lösung. Aber ich denke, nur diese Variante ist genehmigungsfähig und bringt für viele Einwohner, aber auch ansässige Firmen in Taucha und und Jesewitz endlich spürbare Entlastungen von Staus, Lärm und Abgasemissionen. Kommen wir jetzt nicht zu einer verträglichen Einigung auf eine Trasse, wird über viele, viel Jahre nichts mehr passieren. Alles bleibt, wie es ist bzw. wird schlechter: Der Anteil der LKW am Gesamtverkehr, der weiter durch unsere Orte rollt, wird steigen (Ausbau DHL, BMW, Porsche!?, Kohlebergbau Lausitz, weitere Erschließung Osteuropa wie Polen, Tschechien, Baltikum, ...). Die bestehende Straße ist dem kaum gewachsen. Schutzmaßnahmen für die Anlieger gibt es so gut wie keine. Da bleibt nur, wegzuziehen.

Ich denke das die verkehrliche Wirkung der bestandsnahen Variante mit Tunnel deutlich größer als die der Südvariante ist. Einige Verkehrsteilnehmer die aus Richtung Leipzig von der A14 kommen, würden vermutlich weiterhin in Taucha von der Autobahn abfahren und nicht erst bis zur Abfahrt Leipzig Ost um dann gefühlt wieder zurückzufahren. Zudem könnte die Kanalisierung der B6 und B87 an der Abfahrtsstelle Leipzig Ost verkehrstechnisch schwierig sein, da es dann dort zu einen immensen Verkehrsaufkommen kommen könnte.

Die Infrastruktur Tauchas ist erschöpft! Eine bestandsnahe B87 Variante oder auch eine Tunnelvariante ändern an dieser Tatsache nichts. Eine Kosten-Nutzenrechnung fällt in diesem Falle verherend aus. Viel Geld aus den Taschen der Steuerzahler für wenig Effizienz. Die Südvariante ist die einzig Sinnvolle Option. Die Kosten für einen Tunnelbau sollten die Kosten für Neuanbindungen an bestehende Trassen bei weitem übertreffen wobei anfallende Bauzeiten und deren Auswirkungen auf den Tagesverkehr hier noch nicht einmal berücksichtigt sind. Dem Argument der Endmoränenlandschaft und der Parthenlandschaft ist entgegen zu setzen das oben genannte sehr geringfügig beeinträchtigt werden wobei an sich jedes Alleinstellungsmerkmal dieser Landschaft fehlt. Weiterhin müssten den Landschaftsschutz enteignete Tauchaer Bürger mit dem Verlusst ihrer Immobilien bezahlen, was in keinem Verhältniss zu den hin zu nehmenden Beeinträchtigungen durch eine Südvariante steht. Auch eine Kleinstadt wächst und das muss sie wie alle anderen auch nicht nachh innen sondern nach aussen! Auch in den nächsten Dekaden wird der Verkehr in und um Taucha drastisch zunehmen. Eine kosmetische behandlung des Problems mit eine bestandsnahen Erweiterung der B87 wäre also nicht nur Geldrausschmiss sondern auch nicht Zukunftsfähig!

Mfg,
Tauchaer

Es geht um ein FFH-Gebiet, dass nicht nur für Taucha eine Bedeutung hat, sondern auch für zahlreiche andere kleine Orte und für Leipzig.

Klar ist es jedem lieber im grünen zu wohnen. Ohne Lärm und Abgase. Das geht nicht!!! Die äußerst egoistische Annahme der Tauchaer hat den Verkehr mit allen Begleiterscheinungen allein zu stemmen und zum Wohle der Sehliser noch den Nachschlag zu erdulden ist schlichtweg grotesk und grenzt an Egoismuss. Fadenscheinige Umweltbegründungen die hier aufgeführt werden sind haltlos. Endmoränenlandschaften gibt es nicht nur in Sehlis und Umgebung. Ganz Nord - und Mitteldeutschland ist eine Endmoränenlandschaft. Die Wertminderung der Immobilien ist ein schwaches Argument. Sollte ein Betroffener überhaupt verkaufen wollen könnte dies argumentativ her halten, nicht jedoch für den großen Rest. Bei Wertminderung von totem Kapital nimmt niemand jemand Bares aus der Hand. Die Städte wachsen und es ist an allen diese Herausforderungen zu stemmen. Auch die Ortsteile!!!! Ein Tunnel bringt nichts als Kosten, die selben Staus und die Lächerlichkeit der wir uns preisgeben sinnlos gebuddelt zu haben. Schaut man auf die Karte erkenn selbst ein Kind wo die B87n verlaufen muss; Südvariante!

"Fadenscheinige Umweltbegründungen die hier aufgeführt werden sind haltlos. Endmoränenlandschaften gibt es nicht nur in Sehlis und Umgebung. Ganz Nord - und Mitteldeutschland ist eine Endmoränenlandschaft."

So pauschal würde ich die Bedenken der Umweltschützer nicht adressieren. Auch wenn es Endmoränenlandschaften anderswo gibt, bedeutet dies nicht, dass diese nicht schützenswert sind. Es kommt vielmehr darauf an, welche Arten hier vorkommen. Über eine kurze Internetrecherche werden Sie sicher schnell darauf stoßen, dass in der Tat schützenwerte Arten hier vorkommen. Erschwerend hinzu kommt, dass es sich bei der Parthelandschaft um ein FFH-Gebiet handelt, das einen besonderen Schutzstatus genießt.

- Durch eine kurze tunnelvariante erreichen wir keine Entlastung für wesentliche Teile der stadt.
- Durch eine kurze Tunnelvariante schaffen wir uns Verkehrsknotenpunkte mitten in der Stadt mit allen Emissionen, die diese mit sich bringen.
für eine kurze tunnelvariante müssen bestehende Gebäude abgerissen werden, ggf. drohen Enteignung.
-Durch die kurze Tunnelvariante entstehen erhebliche Belastungen der Tauchaer Bürger

Dagegen ein geschlossener Trog von der ehemaligen Eishalle bis zum Busbahnhof, dann weiter als Tunnel bis zur Graßdorfer Str. und dann wieder ein geschlosssener Trog bis 100 m vor der Kreuzung Pönitzer Dreieck.

Was soll die ganze öffentliche Diskussion, die Finale Variante steht doch schon fest.
Diese wird sicher durch die Pathenaue führen.
Andererseits kann ich den vorgesehenen Ausbau mit immensen Kosten nicht verstehen.
Die Zeichen der Zeit stehen auf Abschaffung des Verbrennungsmotors und das bedeudet der gesamte Güterverkehr muss zurück auf die Bahn.
Wenn man nachts von Torgau nach Taucha fährt, begegnet man nur noch LKW`s mit polnischem Kennzeichen.
Eine neue Straße durch die Parthenaue würde dem Prozess der klimaneutralen Verkehrspolitik in Europa entgegenwirken. Der umweltschädliche Abgasausstoß durch Transportfahrzeuge würde zunehmen und die Natur wird darunter leiden!
Wer gibt dafür noch Geld?
Egal welches Projekt hier favorisiert wird, ich werden dagegen vorgehen.
Als Entlastung für Taucha schlage ich kurzfristig vor, den LKW Verkehr über 7,5t für die Durchfahrt Taucha zu sperren.

Was soll eine Sperrung Tauchas für LKW denn bringen. Die Speditionen werden deshalb nicht Ihre Flotte auf die Schiene verlagern. Vielmehr wird man Ausweichwege suchen und finden, nämlich über die kleinen Dörfer mit Straßen, die diesen Größen nicht gewachsen sind. So wie es jetzt teilweise schon in Gallen, Liemehna u.a. der Fall ist, weil es eben keine leistungsfähige Bundesstraße gibt. Wenn Sie gegen alle Varianten sind, sind Sie für die Fortsetzung dieser unhaltbaren Zustände. Als Anwohner der B87 sage ich dankeschön Denken Sie mal, wenn möglich, darüber nach.

Eine kurze Tunnelvariante stellt eine sehr teure und nicht nachhaltige Verkehrsentlastende Maßnahme dar. Der heute bereits vorhandene, chaotische Verkehrsknotenpunkt wird nicht entlastet und führt weiterhin mitten durch die Stadt. Ich sehr hier keine Vorteile und kann diese Lösung nicht unterstützen.

Eine eingehauste oberirdische Trassenführung würde die Lärmbelastung deutlich gegenüber dem derzeitigen Zustand verringern und gleichzeitig die Natur schönen.

Wie die Untersuchung vor einiger Zeit zeigte, kommt ein großer Teil des Verkehrs auf der B87 aus Taucha. Eine Umfahrung in einer Südvariante oder Nordvariante wäre daher keine Lösung. Mit einer leistungsfähigen Trasse innerhalb (besser noch unterhalb) der Stadt wäre eine Lösung in Sicht. Zeitgleich muss ein attraktives ÖPNV Angebot geschaffen werden. Aller halben Stunde eine S-Bahn ist definitiv zu wenig.

Mit einer kurzen Tunnelvariante erfolgt keine Entlastung für Taucha und wir schaffen uns Verkehrsknotenpunkte mitten in der Stadt mit allen Emissionen, die diese mit sich bringen.
Eine bessere Lösung ist eine Kombination mit einem geschlossenem Trog. Von der Fläche der ehemaligen Eishalle ein geschlossener Trog bis nach dem Busbahnhof. Dann beginnt der Tunnel bis ca. 100m nach dem Pönitzer Dreieck damit die Altstadt und Gutenbergsiedlung auch geschützt sind.

Wir sollten uns mehr Gedanken machen über die Erhaltung der Natur. Der Preis ist zu hoch, den wir zahlen mit dem Bau neuer Straßen durch die Partenaue. Egal ob mit oder ohne Tunnel.

Neue Straßen, teuere Straßen um schneller durchzufahren, um noch mehr schneller Verkehr zu ermöglichen ist was unsere Wirtschaft sich wünscht und was unsere Politiker als Bedienstete der Auto-und generell Wirtschaftslobby immer zu ermöglichen versuchen. Homo Economicus braucht stetiges Wirtschaftswachstum:mehr Autos, mehr Handel, mehr Arbeitsplätze als scheinheiliges Argument. Homo Sapiens sollte langsam wissen, dass mehr dazu gehört um ein gutes Leben zu führen und um im Einklang mit Mensch und Natur zu kommen.
Die einzige Variante, die verspricht eine echte Entlastung herbeizuführen und nachhaltig Erfolg haben kann ist der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmitteln und der Radwege. Studien haben ergeben, dass das größte Teil des Verkehrs in und um Taucha von derselben tauchaer Bevölkerung verursacht wird. Eine Verlängerung der Straßenbahnlinie bis Sehlis oder sogar bis Borsdorf würde die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für viele, die weit von der Bürgerruhe wohnen, attraktiver machen. Wenn die Straßenbahn durch die enge Leipziger Straße fahren sollte, könnte man sogar überlegen diese als Fußgängerzone zu gestalten um dem Stadtzentrum wieder reizend zu machen.
Das wäre für mich ein sinnvolles Projekt wofür es sich lohnt zu investieren. Es würde keinen benachteiligen, nur die Autoindustrie.
Straßenbau oder kein Straßenbau ist Politik und Politik soll agieren und nicht lediglich reagieren und Probleme zu minimieren oder wie so oft verlagen.
Straßenbahn für alle! Mit dem 365€ Ticket natürlich, bzw mit einer Steuer von allen finanziert, ob Nutzer oder nicht, dann wäre es noch günstiger!

Keine Straßenbahn bis in die Parthenaue. Die macht doch Krach. Und man muss ein Gleis dorthin verlegen. Das ist unzumutbar für die dortigen Anwohner. Oder da etwa nicht?

Eine Umgehung der Stadt Taucha nur auf Kosten der näheren Umgebung zu machen ist für mich nicht akzeptabel. Eine Entlastung wird es dadurch in Taucha nicht geben, denn der Stau wird hauptsächlich von den eigenen Bürgern verursacht. Landschaftliche Gebiete wie die Parthenaue werden zerstört, darüber hinaus wird die Wertigkeit des Eigenheimes massiv gesenkt (wer will schon an einer 4-spurigen Bundesstraße mit Autobahncharakter wohnen, wenn er "im Grünen" wohnt). Die Frage ist wirklich, wer entschädigt uns dafür? Aus Sicht der Stadt Taucha ist es ja verständlich, dass über eine Umgehung nachgedacht wird, aber nicht auf Kosten der Nachbarn und der Natur. Es sollte doch eher in den Ausbau Öffentlicher Verkehrsmittel und Radwage investiert werden und ein attraktives ÖPNV-Angebot geschaffen werden. Wir sollten uns vielmehr Gedanken machen über die Erhaltung der Natur. Denn die Parthenaue ist ein Kaltluftentstehungsgebiet, die durch Abgase, Feinstaub etc. verschmutzte Warmluft der Wohngebiete zieht hoch und saugt die kalte Frischluft aus den Feldern (Kaltluftentstehungsgebiete) als Frischluft in die Wohngebiete. Diese Frischluft ist wichtig für die Gesundheit der Menschen, die in den Wohngebieten leben! Die Belange des Umwelt- und Naturschutzes (Arten-Biotopschutz, ökologisches Verbundsystem) wurden bei der Festlegung des Korridors überhaupt nicht berücksichtigt zu dem beruht die bisherige Planung auf teilweise fehlerhaften Kostenschätzungen. Dem kan man nun wirklich nicht zustimmen!!!!! Grüße aus Panitzsch

Diese Variante lehnen wir kategorisch ab. Wir wären unmittelbar betroffen, wohnen 400 m Luftlinie entfernt. Wir würden einen sinnvollen Ausbau der bestehenden Straßen vorschlagen. Eigentlich reden alle von weniger Feinstaub, aber neue Straßen müssen her. Der Lastverkehr von Polen kommend, könnte auch auf die Schiene verlegt werden.
Alle Probleme sind menschengemacht. Es wird sich nichts ändern.

Das stimmt nicht. Die Belange des Umweltschutzes waren ständig Thema bei den Planungen der Korridore und in den anschließenden Planungswerkstätten, für meine Begriffe sogar mehr als die Belange des Menschenschutzes. Die Teilnehmer wurden sogar in die Parthenaue gefahren, um sich ein eigenes Bild davon zu machen. Und fehlerhafte Kostenschätzungen können Sie offensichtlich beurteilen. Dann belegen Sie das.

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