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Verkehrliche Wirkung - Südvariante

Was bedeutet „Verkehrliche Wirkung“ am Beispiel Taucha?

Damit eine Trassenvariante das bestehende Verkehrsproblem im Stadtgebiet Taucha lösen kann, muss sie die entsprechende verkehr

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Schutzgut Mensch - Südvariante

Worum geht’s bei dem Thema?

Die menschliche Gesundheit ist ein wichtiges Schutzgut, welches es bei der Straßenplanung zu berücksichtigen gilt.

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Schutzgut Mensch - Bestandsnahe Variante

Worum geht’s bei dem Thema?

Die menschliche Gesundheit ist ein wichtiges Schutzgut, welches es bei der Straßenplanung zu berücksichtigen gilt. Bei der Planung einer neuen Bundesfernstraße werden die Auswirkungen auf die Umwelt unter verschiedensten Gesichtspunkten untersucht. Genauso wie die Tier- und Pflanzenwelt sind Menschen von den Wirkungen neu geplanter, aber auch bestehender Strecken betroffen. Dazu zählt die Belastung durch Verkehrsemissionen wie Lärm, Erschütterungen und Abgase, aber auch andere Beeinträchtigungen für die betroffene Bevölkerung.

Im Zuge von Straßenbaumaßnahmen werden die voraussichtlichen Auswirkungen für betroffene Gebäude gutachterlich bestimmt. Falls nötig, werden Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Lärmschutzwände, geplant.

Schreiben Sie uns unten auf dieser Seite Ihren Kommentar.

Vorteile der bestandsnahen Variante

Ein Vorteil einer bestandsnahen Lösung besteht darin, dass die Naherholungsgebiete um Taucha nicht in Anspruch genommen und auch nicht weiter beeinträchtigt werden. 

Eine bestandsnahe Trassenvariante geht mit Lärm- und Abgasemissionen im Stadtgebiet Taucha einher. Die Untertunnelung im Bereich des Bahnhofs führt jedoch dort zu einem großen Teil zur Vermeidung von Lärmemissionen. Der Bau von Lärmschutzwänden außerhalb des Tunnels bewirkt weitere Reduzierungen der Lärmimmissionen. Beim Bau einer Bundesstraße müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für Lärmimmissionen eingehalten werden.

Nachteile der bestandsnahen Variante

Obwohl sich Lärmschutzwände positiv auf die Schallimmissionen auswirken, bringen sie auch Nachteile mit sich: So stellen sie eine Sichtbarriere dar und führen in gewisser Weise zu einer Teilung des Ortes.

Nachteilig an einer bestandsnahen Trassenvariante ist die Beeinträchtigung der an der neuen Strecke anliegenden Bebauung und damit ggf. notwendiger Rückbaumaßnahmen.

Während der Bauphase müsste mit einer Beeinträchtigung für die Anwohner gerechnet werden.

Kommentare

...auch für den Gebäudekomplex im Bereich Sonnenring (R.-B.-Str.) ? Da gibt es insgesamt vier Etagen. Wie soll das funktionieren?

Beispiel A14: Anschlußstelle Lpz. Nordost bis Kleinpösna
Die Geräuschkulisse des Autobahnverkehrs ist bei Wind aus Süd bis West trotz oder auch vielleich wegen den Lärmschutzmaßnahmen extrem hoch.

Ich "verzichte" lieber auf die Naherholungsgebiete um Taucha und wünsche mir eine Verkehrsberuhigung vor meiner Haustür!!!

"Jeder ist sich selbst der Nächste" trifft genau auf ihre Aussage!

Aber garantiert mindestens zwei Auto's auf dem Grundstück!!!

Ich hoffe Ihnen ist klar, dass in diesem Gebiet zum einen Rinder weiden, Getreide angebaut wird, dort sich zur Abwechslung viele Insekten tummeln die für "Ihren Honig" sorgen und kommen dann mit so einer Aussage um die Ecke. Aber auf Brot, Ihren Burger uvm wollen sie trotzdem nicht verzichten. Beschämend!!!!!!!

Bei Variante 1 ändert sich weder Lärm noch Abgasbelastung für Tauchas Zentrum und die Staus verschieben sich nur unwesentlich Richtung Autobahnabfahrt.Bei Variante 2 gibt es sicherlich noch Durchgangsverkehr in Taucha aber der stark belastende LKW-Transit von und zur BAB14 würde definitiv aus Taucha abgeleitet .

Ungeachtet dessen ob Ihre Annahme richtig ist oder nicht würden Sie die Lärm- und Abgasbelastung demnach in die angrenzenden Ortschaften, Gemeinden und Natur verlagern. Was macht die Stadt Taucha denn mehr wert als die gesamthaft zu betrachtende Peripherie?

Von der DEGES ist ein Tunnel < 2.000 m vorstellbar. Lässt man Kostengesichtspunkte weg, wäre die Strecke von der A 14 (AS Leipzig-Nordost) bis in den Bereich der Graßdorfer Str. mit je einer großen Röhre in jede Richtung somit komplett zu untertunneln. An anderer Stelle habe ich bereits darüber geschrieben.
Das Problem Lärmschutzwände, Sichtbarrieren, Beeinträchtigung der an der neuen Strecke anliegenden Bebauung und damit ggf. notwendiger Rückbaumaßnahmen wäre auch gelöst.
Man sollte mit der Planung und der Bereitstellung der Gelder demnächst beginnen...

Eine Gesamtlösung ist dies aber nicht. In Gordemitz und Jesewitz (vom Fluglärm immer mehr belastet!!!) bleibt alles wie bisher, aber immerhin eine Lösung für Taucha, die besser ist als der jetzige, alle extrem belastende Zustand!

Zum Thema Südvariante habe ich mich schon öfters ablehnend geäußert. Sie ist außerhalb meiner Vorstellungswelt - wie auch von 4.000 Bürgern -, deren Meinung vor einigen Jahren eingegangen und offenbar auch ausgewertet worden ist. Warum die Südvariante weiterhin einbezogen wird, ist mir nicht schlüssig zu erklären.

Ich bin ja auch für den langen Tunnel. Je früher desto besser!
Dass eine Ortsumfahrung Jesewitz und Gordemitz kommen muss, ist ja klar.
Da machen sich schon die Jesewitzer stark.
Aber erst muss die Strecke durch Taucha geklärt sein !!
Also - Tunnellösung !!

Den Fernverkehr in Taucha zu belassen bzw. noch zu fördern ist nicht akzeptabel. Umgehungsstrecken funktionieren mit Betracht auf Verkehrsfluss, Umweltbelastungen und Steigerung der Lebensqualität sehr wohl, siehe hierzu Borna, Eilenburg, Grimma usw. Wenn wirtschaftliche Interessen zu etablieren sind, mit denen zum Teil erhebliche Flächenversiegelungen einhergehen, funktioniert ein Einklang ... mit der Biosphäre doch auch. Das Gut Mensch sollte an erster Stelle stehen.
Eins steht fest, die Bevölkerung in Taucha sowie der Zuwachs des Leipziger Ballungsraumes wird weiter steht’s steigen und verlangt nach zukunftsorientierten Lösungen.

Für eine Tunnelvariante müssten bestehende Gebäude abgerissen werden, ggf. drohen hier Enteignungen.

Der Verkehr durch Taucha wird für die Bevölkerung, aber auch die Verkehrsteilnehmer immer unzumutbarer. Eine Lösung muss gefunden werden, um zumindest den Fernverkehr, besonders den LKW-Verkehr durch die Stadt zu begrenzen. Eine Nordvariante Richtung BMW ist jedoch viel zu weit weg und die B2 Richtung Leipzig auch schon voll, der Verkehr wird weiter durch Taucha rollen, der Nutzen gering bis 0. Die Südvariante wäre vielleicht "gewinnbringender" für Taucha. Jedoch ist dort bereits die B6. Und die ist auch schon voll. Es kann nur eine ortsnahe Lösung für Taucha mit Nutzung der B87 geben und da ist ein Tunnel für die Bevölkerung meiner Meinung nach noch am erträglichsten. Vor und nach dem Tunnel wird es endlich Lärmschutzmaßnahmen nach strengen Vorschriften geben. Diese gibt es momentan nämlich gar nicht. Eine in diesem Zuge vernünftig durchdachte Planung der Zu- und Abfahrten wird auch für den ja weiter bestehenden Stadtverkehr durch Taucha Verbesserungen bringen. Außerdem zieht das auch einen Ausbau der Autobahnanschlussstelle Nordost nach sich, was bei cleverer Planung dort auch zu einem besseren Verkehrsfluss führen sollte. Klar wird das die teuerste Variante und während der Bauphase wird es viele Einschränkungen geben. Aber wir dürfen hier nicht zu kleinschrittig denken. Hier geht es nicht um eine Hauruck-Schnelllösung, sondern eine Lösung für die nächsten Jahrzehnte. Wenn es jedoch jetzt nicht gelingt, auf einen Nenner zu kommen, wird es vermutlich lange, lange keinen weiteren Versuch mehr für eine nachaltige Entlastungsstrecke mehr geben. D.h. es bleibt einfach so wie es ist, bzw. es wird immer schlimmer.

Was ist eigentlich mit dem Bau einer Hochstraße mitten durch Taucha? In Halle/Saale hat man da einige sehr schöne Ergebnisse erzielt, das wäre doch auch was für Taucha. Parallel dazu könnte man die Stadt nicht nur verkehrlich, sondern auch verwaltungsseitig einfach teilen - die Stadtteile nördlich der B 87 werden nach Leipzig eingemeindet, die Teile südlich davon nach Bordorf, das dann einen Stadtteil Alt-Taucha bekäme. Damit reduziert man den Bedarf von Querungen der neuen (=alten) Straße. Durch die Schließung des Bahnübergangs Gerichtsweg werden die nördlichen Stadtteile ohnehin vom Stadtzentrum und den Einkaufsmöglichkeiten an der Leipziger Straße abgekoppelt und stärker nach Leipzig angebunden.
Das wäre sicher die technisch und kostenseitig am einfachsten zu realisierende Lösung und die Bedürfnisse des Menschen wären derjenigen des Verkehrs perfekt untergeordnet.

Das ist doch mal ein mutiger Vorschlag, an den bisher noch keiner gedacht hat.

Und der östliche Teil von Taucha geht nach Jesewitz!!

Die Wirkung nach der Fertigstellung der bestandsnahen Trasse / Tunnel ist abhängig von der Tunnellänge.
Kurzer Tunnel: Kaum Wirkung im Bereich Altstadt und im Bereich Weststadt.
Längerer Tunnel weiter in Richtung Pönitzer Eck: Minderung der Belastung in der Altstadt.
Umfahrung von Jesewitz muß trotzdem erfolgen.

Auf diese Frage habe ich in den Dokumenten keine Antwort gefunden. Durch die Ein-und Ausfahrtsbauwerke wird im jeweiligen Bereich die jetzige Straßensituation gekappt. Speziell an der wo dann auch immer befindlichen Tunneleinfahrt aus Richtung Eilenburg kommend, ist während der jahrelangen Bauzeit die jetzige B87 blockiert, oder?
Umleitung über die alte Eilenburger Straße durch die Altstadt? Wohl kaum.
Umleitung durch die Eigenheimsiedlung in der Hans-Sachs-Straße? Nicht im Ernst!
Umleitung bei Vernichtung der Parthenaue zu Fuße des Schlosses in der Glockentiefe? Auch nicht!
Eine Lösung, die während der Bauzeit die Belastungen für Mensch und Umwelt zumindest nicht deutlich erhöht, wurde nicht vorgestellt. Gibt es eine?

Moderationskommentar

(Hierbei handelt es sich um einen Beitrag seitens der DEGES)

Bestehende Wegebeziehungen werden auch weiterhin möglich sein, unter Umständen in veränderter Form gegenüber dem Bestand.
Die Planungen für die B 87n befinden sich in einem sehr frühen Stadium, so dass konkrete baubedingte Umleitungen derzeit nicht vorliegen. Unabhängig davon werden im Zuge des weiteren Planungsfortschritts und dem damit verbundenen höheren Detaillierungsgrad der Planungen die baubedingten Auswirkungen geprüft und bewertet sowie so weit wie möglich minimiert. In diesem Zusammenhang wird auch nach verträglichen Umleitungsmöglichkeiten gesucht.

Durch die immer sauber werden Autos und LKW`s wird sich die Belastung der Bürger bei Innenrstädtischen Variante stark reduzieren. Der Lärm und die Belastung durch die Bahnstrecke wird in Zukunft wieder ansteigen. Hier werden also so oder so Lärmschutzmassnahmen durchgeführt werden müssen die die Sichtbeziehungen beeinträchtigen. Borsdorf lebt schon seit vielen Jahren mit Lärmschutzwänden entlang der ICE Bahnstrecke. Diese führten nicht mehr zu einer Teilung des als die Bahnstrecke selbst.

Mit welchem Recht verlangen hier Immobilienbesitzer und Anwohner der innerstädtischen B87 die seit Jahrzehnten dort verlaufende Straße mal so ganz einfach raus aus der Stadt ins Grüne zu verschieben? Jeder entschiedet selbst darüber wo er wohnen möchte und wo er eine Immobilie erwerben möchte. Wer eine Immobilie an oder nahe der B87 erworben hat, hat dies in guter Kenntnis der Situation und - aufgrund der Lage - zu einem garantiert sehr attraktivem Preis getan. Wer in die umliegenden Wohngebiete nahe der B87 gezogen ist hat dies ebenfalls in Kenntnis der Situation getan und profitiert sicher auch von einem - der Situation - angemessenen Mietpreis.
So wie Menschen seit Jahren bewusst an und um die B87 in Taucha wohnen, haben andere bewusst und mit deutlich höheren Preisen Immobilien im Grünen, nahe der Parthenaue, erworben bzw. sind dort hingezogen - im Vertrauen darauf, dass ihre gewählte Umgebung und die Natur geschützt ist und bleibt.
Jetzt sehen die Anwohner der jetzigen B87 endlich ihre Chance gekommen, zu Lasten anderer Menschen ihre persönliche Situation mit allen möglichen scheinheiligen Argumenten zu verbessern und die Straße von ihrer (selbst gewählten ...) Haustür wegzuschieben. Natürlich alles nur zum allgemeinen gesellschaftlichem Vorteil ... was für eine Heuchelei!

Ich stimme Ihnen zu.

Das ist die richtige Antwort! Einfach den anderen den Lärm und den Dreck zuschieben.....Hauptsache selbst ist man ihn los1

Niemand will jemanden den "Dreck und Lärm" zuschieben. Aber die neue B87n ist die EINZIGE Chance den Durchgangs-Verkehr aus der Stadt zu bekommen. Natürlich müssen Umfahrungen der Stadt unter allen Anforderungen geprüft werden (Mensch, Natur, Verkehr), ehe irgend etwas gebaut wird.

Vielleicht haben die Erwerber einer innerstädtischen Immobilie darauf vertraut, daß die Südumfahrung kommt! Die war ja auch schonmal stark in der Diskussion.
Übrigens: Die innerstädtische Variante war schon völlig ausgeschlossen und vom Tisch, bis auf Eigeninitiative der Stadt Taucha diese Variante wieder als mögliche Variante ins Spiel gebracht wurde. Natürlich völlig selbstlos ... man braucht sich nur mal schlau zu machen, in welchen (südlichen) Bereichen der Stadt die dafür verantwortlichen Mandatsträger ihre Interessen haben ;-)
Aber genau so wie nicht die Immobilienbesitzer gegeneinander ausgespielt werden sollten, sollte auch keine Variante zum Tabu erklärt werden ... auch die Südvariante gehört unter Berücksichtigung aller Interessen untersucht.

Hier ein kurzer Verweis auf die Tauchaer Erklärung „Für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur zwischen Leipzig und Torgau:

Für den Schutz von Lebensraum, Parthenaue und Endmoränenlandschaft“ wird eine bedarfsgerechte Verkehrsinfrastruktur zwischen Leipzig, Eilenburg und dem Wirtschaftsraum Torgau unter Berücksichtigung folgender Randbedingungen gefordert:

• Bau der B 87n unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen Verkehrsinfra- struktur von B2/S4 mit Ortsumgehungen.
• Keine Querung der Parthenaue.
• Keine neue Zerschneidung der Taucha-Eilenburger Endmoränenlandschaft.
• Entlastung des Straßenverkehrs in der Stadt Taucha.
• Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs zwischen Leipzig und Torgau.

Eine Vielzahl politischer und gesellschaftlicher Vertreter von Leipzig bis Torgau haben sich als Erstunterzeichner hinter die für die Region so wichtige Erklärung gestellt.

Erstunterzeichner sind:
• Stadträte der Stadt Taucha
• Gemeinderäte der Gemeinde Borsdorf
• Landratsamt Nordsachsen, vertreten durch Landrat Czupalla (CDU)
• Bundestagskandidat der CDU Nordsachsen Wendt
• Kreistagsfraktion Nordsachsen SPD/Grüne
• SPD Kreisvorstand Nordsachsen
• Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU, Kreisverband Nordsachsen,
vertreten durch RA Tschiedel
• NABU Landesverband Sachsen
NABU Regionalgruppe Partheland
• Regionaler Planungsverband Westsachsen,
vertreten durch Dr. Gey und Prof. Berkner
• Evangelische Kirchgemeinde Taucha
• Evangelische Kirchgemeinde Panitzsch
• Heimatverein Taucha
• Bürgerinitiative Alternative B87 e.V .
• Bürgerinitiative „Keine B87n durch Taucha“ e.V.
• Bürgerinitiative für den Erhalt der Parthenaue und Endmoränenlandschaft e.V.
• Bürgerinitiative B87 Nord
• Mehrere Bürgerlisten aus Taucha und Umgebung

Der Charme der grünen Wiese ...die Südvariante hat eine Länge von ca. 8km, als die Breite der neuen Straße in der kein Ackerbau mehr stattfinden kann nehme ich mal 20m an – dann beträgt die Gesamtfläche etwa 16 ha, die die neue Straßenführung verbraucht.
Wenn man gedanklich diese Fläche komplett mit Weizen bebauen würde – könnte man aus dem Ertrag 250.000 Brote backen. Oder Kartoffeln für knapp 2 Millionen Mittagsessensbeilage a 250 g oder Kartoffeln für 200.000 mal 2,5 kg Säcke - die Wochenverzehrsmenge einer Familie.
Jedes Jahr 250.000 Brote in Deutschland weniger ernten weil man sich nicht einigen kann bestehende Straßen zu verbessern.
Solche Straßenbaudiskussionen können wir uns nur leisten, weil die LKW jeden morgen zwischen 4.30 und 8 Uhr dafür sorgen, daß die Supermarktregale nicht leer werden.
Weil in Hamburg die Elbe vertieft wird, daß noch größere Frachtschifffe den Hafen anlaufen können.
Die Essiggurken im Glas der Firma Kühne kommen zum Großteil us Indien, das Tomatenketchup aus China.
Die Südvarianten führen durch die einzigen zwei Gemüsebaubetriebe in Taucha, von denen ich einen betreibe. Unser Betrieb wird die Trasenführung nicht überleben.

Maria Bienert,
Gemüsebau und Ackerbau, Taucha

Eins vorweg, ich bin weder von der einen, noch von der anderen hier zum Gespräch stehenden, möglichen Trassenverläufen direkt betroffen.
Da ich selbst in Taucha gewohnt habe und fast täglich die Strecke Eilenburg - Leipzig fahre kenne ich die Situation gut.
Aus meiner Sicht kann nur eine Bestandsvariante die gleich oder ähnlich des bereits jetzt bestehenden Verlaufes unter den Gesichtspunkten Schutzgut Mensch und Natur fair für alle sein.
Anwohner die in unmittelbarer Umgebung der B87 Eigentum besitzen, gebaut haben oder zur Miete wohnen muss klar gewesen sein, dass es sich hier um eine stark frequentierte Trasse handelt. Wenn man bedenkt, dass in den letzten 5 Jahren rechtsseitig der Leipziger Straße ( aus Richtung A14 kommend) umfangreich Wohmbebauung saniert und/oder gebaut worden ist muss man sich als dort ansässige Anwohner die Kritik gefallen lassen warum man nun das Recht besitzen soll eine Änderung auf Kosten anderer zu verlangen. Wir selbst standen damals vor der Wahl dort hin zu ziehen und haben uns dagegen entschieden. Wesentlicher Punkt war die unmittelbare Nähe der B87. Darf ich nun eine Änderung der Flugrouten direkt über Taucha verlangen obwohl mir klar war, dass diese über meinen jetzigen Wohnort verlaufen? Wie würden das Tauchaer Anwohner finden? Wer gibt wem das Recht beispielsweise 300 Anwohner von Verkehr zu entlasten und dafür 200 Anwohner, nebst Umwelt, zu belasten? Die B87n ist auch ein ethisches Dilemma. Man kann nicht die Vorteile einer Stadt wie z.B. Infrastruktur nutzen wollen und die Nachteile denjenigen auferlegen, die sich beispielsweise bewusst für das Land entschieden haben. Jeder muss sich über die Vor- und Nachteile seines Wohnortes im klaren sein. Natürlich ist es verständlich, dass betroffene Anwohner Besserung wünschen und man sollte diese auch bestmöglich schaffen aber eben in einer bestandsnahen Variante.

Nur durch die Nutzung bestehender Trassen und eine Untertunnelung von Taucha kann das Problem gelöst werden:
1. Keine weitere Flächeninanspruchnahme
2. Kürzeste Verbindung zwischen Leipzig und Eilenburg
3. Tauchas Straßen werden entlastet
Oberste Priorität hat dabei der Umweltaspekt – siehe weltumspannender „Friday for Future“.
Wir legen Blumenwiesen, Ackerrandstreifen und insektenfreundliche Balkonkästen (!) etc. an, um das Artensterben der Insekten und Wildpflanzen und die damit verbundenen Folgen für den Menschen aufzuhalten und gleichzeitig wird eine mehrspurige Trasse durch ein FFH-Gebiet mit Magerrasenstrukturen in die Planung aufgenommen.
Stadtplaner grübeln, wie in Hitzesommern die Städte durch ausgeklügelte Anordnung der Häuser durchströmt werden können und hier wird ein Kaltluftsammelgebiet vor Leipzig durch die in die Planung aufgenommene Südvariante gestört.
Durch die Beibehaltung der drei Trassen B87, B6 und B2 ist eine mehr oder weniger ausgeglichene räumliche Verteilung der Verkehrsströme gegeben. Eine Aufkonzentration des Verkehrs im Bereich Paunsdorfer Allee führt dort zu einer Zunahme der bereits tägliche vorhandenen Staus.
Es ist anzunehmen, dass trotz geplanter entfernter Umfahrungen der Verkehr weiter direkt durch Taucha rollt.

Richtig

Standpunkt super zusammengefasst, alle Aspekte berücksichtigt.
Wir stimmen voll und ganz zu !!!!

Der Strassen- bzw. Tunnelbau im Verlaufe des derzeitigen Bestandes sollte Blick auf die Zukunft gemacht werden. Das heisst, durch die verstärkt zu erwartende, und von der Politik forcierte Elektrifizierung der Fahrzeuge werden Abgas- und Lärmelastungen mittel- und langfristig abnehmen. Damit verlieren auch die derzeitigen (verständlichen) Argumente wie Lärm und Abgase gegen die bestandsnahe Variante zunehmend an Bedeutung.

Die bestandsnahe Variante lässt gewohnte Wege nahezu unverändert. Ein grundlegender Ausbau einschließlich der partiellen Tunnellösung schafft Raum für Neues. Beispielsweise kann mit dem Baugeschehen ein dringend erforderlicher Neu- bzw. Ausbau der Radweges von und nach Leipzig erfolgen. Damit ließe sich die Unfallhäufigkeit an der Leipziger Straße in Taucha signifikant verringern. Eine Entlastung der Menschen in der Umgebung und eine Verbesserung der Luftqualität sind zu erwarten.

Anfangs wurden Tunnel und U-Bahnen häufig als teuer, nicht machbar und unsinnig verschrieen. Wenn sie aber erst einmal da sind, ist man froh darüber. Und 10 Jahre später fragt man sich, wieso da jemals jemand dagegen war. So wird es auch mit der Taucher Untertunnelung sein. Nur diese wird die gewünschte Reduktion von Lärm, Emissionen und Schutz der Menschen durch geringe oberirdische Auswirkungen entfalten.

Die Südvariante erfüllt das nicht. Gründe:

- Bereits jetzt ist die B6 an der Anschlussstelle Leipzig Ost häufig verstopft und es kommt zu Staus. Eine Aufnahme des zusätzlichen Verkehrs der B87 wird nicht sinnvoll möglich sein.
- Auch mit Südvariante würde weiterhin der Verkehr entlang der alten Streckenführung beträchtlich sein, denn um den zu erwartenden extremen Staus an der B6 zu entkommen, würde man zwangsläufig wieder auf die Ortdurchfahrung durch Taucha ausweichen.
- Mit der Südvariante werden die angestrebten Ziele nicht erreicht. Mehr Staus, mehr Emissionen und mehr Lärm wären die Folge. Der Ortskern von Taucha wird weiterhin hochfrequent durchfahren und zusätzlich hätte man die einzigartige Parthenaue zerstört und den Ortsteil Panitzsch gleich in drei große Straßen eingekesselt (A14, B6, B87n).

Fazit: Tunnel durch Taucha ist die beste und nachhaltige Lösung. Wir sollten langfristig denken.

Die Tunnellösung ist auch alternativlos!
Nochmal - wenn die Tunnellösung NICHT kommt, wird in diesem Jahrhundert in Taucha nichts mehr passieren.
Da bleibt alles wie es ist.
IST DAS DIE LÖSUNG ??

Auch technisch sehr gute Lösungen können die Belastungen nicht auf Null bringen. Leider wird die Situation für manchen Anwohner schlechter; das soll man nicht schönreden. Wenn aber die große Mehrheit profitiert, dass die Parthenaue erhalten bleibt, ist es Aufgabe der Politik, im Sinne der Mehrheit zu entscheiden und die Beeinträchtigung der wenigen geringstmöglich zu halten.
Zwei Anmerkungen.
Die Belastungen während der Bauzeit sind kein Argument, die geht vorbei.
Persönlich bin ich schall- und abgasmäßig von keiner Variante betroffen, dieser Kommentar ist also neutral.

Bei allen Baumaßnahmen ist zwischen einer Beinträchtigung weniger und einer großen Masse Menschen abzuwägen.
Tunnel und Schallschutzwände sind in vielen Städten und Ortsdurchfahrten üblich und reduzieren die Belastung auf ein Minimum.
Eine neue Straße stellt eine hohe Belastung für tausende Menschen dar und zerstört die Landschaft für immer.

Durch die Untertunnelung kommt es natürlich in der Bauphase zu Beinträchtigungen, aber das ist auch bei dem Bau einer neuen Straße der Fall.

Der erhebliche Vorteil, welcher durch die Verminderung von Lärmemissionen mit dem Tunnel entsteht, ist hier durchaus schwerwiegender im positive Sinne. Diese Möglichkeit der positiven Entwicklung nach dem Bau gibt es bei keiner der Südvarianten, denn diese Straße wird nicht mit einem Tunnel gebaut. Menschen und Tiere, die in diese Bereichen leben, wären dauerhaft diesem Lärm ausgesetzt. Hier sollten wir abwägen, welche Variante NACHHALTIGER ist für Mensch UND Umwelt - und das ist definitiv DIE NORDVARIANTE!

Die Südtangente halte ich für eine nicht so geeignete Variante, da in die Natur und die Naherholungsgebiete eingegriffen wird bei nicht genau prognostizierbarem Effekt auf Verkehrsaufkommen und Verkehrsströme. Die Variante Untertunnelung erscheint trotz anfänglich höherem Aufwand und Kosten als die perspektivisch sinnvollste Lösung , da diese den Erhalt eines lebenswerten Wohnumfelds mit dem Umweltschutz verbindet (Schutz vor Emissionen, Lärm, Schutz von Flora und Fauna). Bitte zukunftsgerichtet und weitsichtig entscheiden,

Betrachten man die Zeitdauer der Bauphase einer Straße im Vergleich zu ihrer Nutzung, fällt Erstere kaum ins Gewicht, insbesondere wenn es sich "nur" um einen Ausbau handelt. Beeinträchtigungen während der Bauphase sind sicherlich nicht angenehm, doch führen diese zu einer nachhaltigen Verbesserung der Beinträchtigung durch den Verkehr, empfinde ich diese als erträglich. Ein Tunnel würde die Immissionen auf die Menschen in Taucha sicherlich wesentlich reduzieren, vermutlich sogar mehr als die Südvariante und ein ausbleibender Ausbau von Lärmschutz etc.. Denn wie stark die Nutzung der B87 in Taucha durch die Südvariante zurückgehen wird, kann vermutlich nicht beantwortet werden. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Leipziger Straße nicht zu einer ruhigen Stadtstraße wird.
Wenn Lärmschutzbauten die Leipziger Straße ähnlich "teilen" wie die Geländer an den Tramgleisen, sehe ich für mich keinen greifbaren Punkt, der gegen Lärmschutzbauten spricht. Ein Tunnel würde die Lärmemmission außerdem eklatant reduzieren, vermutlich weit über der Reduktion durch Verkehrsaufkommensminderung durch die Südvariante.

Die benachbarten Einwohner sind dann von einer Trassenführung z. B. entlang der Bahnstrecke zu überzeugen, wenn sich Ihre Lebensqualität nicht verschlechtert, sondern verbessert. Das ist möglich, wenn ein optimaler Lärmschutz zusätzlich die Belastung durch die Emissionen der Bahn deutlich vermindert. Etwas Ähnliches ist z. B. in der Erla-Siedlung westlich der Wodanstraße in Bezug auf den Lärm der A14 gelungen. Senkrechte Lärmschutzwände sind dabei weniger wirksam als zur Fahrbahn hin gekrümmte Ausführungen. Auch an eine tunnelartige Einhausung der Fahrbahnen kann gedacht werden.

Wir sind eine junge Familie mit zwei kleinen Kindern. Vor drei Jahren haben wir uns unseren Traum erfüllt und ein Grundstück in Taucha gekauft. Es liegt direkt an der B 87. In dieser Zeit hat sich der Verkehr auf der B 87 massiv, auch bedingt durch die erhöhte Anzahl von LKWs, vermehrt. Zu keiner Zeit haben wir damit gerechnet, dass die B87 so massiv ausgebaut werden könnte. Wir sind extra von Leipzig nach Taucha gezogen um es für unsere Kinder ruhiger und idyllischer zu haben. Wir sind strikt gegen eine Tunnellösung, da die Verkehrsbelastung, die Lärmbelästigung, der Feinstaub und die Gefahr für die Kinder eher größer wird. Die anderen Anwohner und wir werden alles dafür tun, dass eine Tunnellösung nicht zu Stande kommt.

Den Argumenten der BI "Keine B87 durch Taucha" kann nur zugestimmt werden. Sicher sind die Kosten für eine lange Tunnelvariante ungleich höher, aber eine kurze Variante ist nicht mal ein fauler Kompromis. Wem soll diese nützen. Den Bürgerinnen und Bürgern Tauchas? Negative Auswirkungen sind in der Stellungnahme hinlänglich beschrieben. Zudem wird das FFH- Gebiet im östlichen Teil zerschnitten. Eine durchlässigere Verkehrsverbindung zieht zudem noch mehr Verkehr an. Die Verkehrsprognosen könnten also noch übertroffen werden, zum Negativen für Taucha. Wenn schon nicht der Verkehr reduziert werden soll (was die eigentliche Lösung wär (aber wer hat daran kein Interesse?)) dann muss es eben teuer werden. Schließlich geht es um mehr als nur um die Wirtschaft.

Diese Diskussion hat viele verschiedenste Aspekt hervorgebracht. Gerne hätte ich mehr von den Stadtplanern von Taucha Beiträge gelesen, wie sie die Funktionsbereiche der Stadt in Zukunft sehen. Jeder Organismus entwickelt sich nur dann gut, wenn die einzelnen Organe/Aufgaben ihre Funktion erfüllen können.
Für die Verkehrswegeplanung ist es essentiell, wo die einzelnen Bereiche wie Gewerbe, Handel, Wohnen, Stadtleben/Gemeinschaft und Erholung stattfinden sollen.
Für mich persönlich, wenn ich die bisherigen Planungen in Taucha richtig interpretiere, sehe ich die bestandsnahe Variante ohne Tunnel als die Vorrangvariante (inkl Umsiedlung der Hindernisse ( Gebäude und Bauwerke)). Die Südvariante ist gar keine Option, ob es im Norden Alternativen gibt kann ich nicht beurteilen.
Bei der bestandsnahen Variante mit Tunnel scheint mir vergessen zu werden, dass eine Tunnel - Einfahrt auch einiges an Raum verbraucht.

Man sieht es ja an den zahlreichen parkenden Autos in den Feldwegeinfahrten, den Hundebesitzern, Reitern und Radfahrern, die den unzerschnittenen, verkehrsarmen und ja, man muss es einmal betonen, den wunderschönen, landschaftlich äußerst reizvollen Bereich um Dewitz, Sehlis, Plösitz, Panitzsch und Cunnersdorf gerne nutzen. Die Erholung in freier Landschaft ist von großer Bedeutung für zahlreiche Menschen. Sie ist ein hohes Gut, womit auch seelische und körperliche Gesundheit dieser zahlreichen Menschen zusammenhängt. Dies stellt nicht in Abrede, dass durch die derzeitige Situation an der bestehenden Trasse in beträchtlichem Ausmaß Schäden an körperlicher und seelischer Gesundheit durch die Asuwirkungen des derzeitigen Verkehrsaufkommens entstehen. Das soll umso mehr der Ansporn sein, die bestandnahe Variante für die betroffenen Menschen so verträglich wie nur möglich umzusetzen und zugleich den hohen Erholungswert im Süden zu erhalten. Die Taucher Endmoränenkuppenlandschaft ist ein unwiederbringliches Stück ebenmäßig gestalteter, harmonisch wirkender Kulturlandschaft, das nicht zerstört werden darf, weil die Menschen es zur Erholung brauchen. Daneben ist es auch von wirtschaftlicher Bedeutung für die dort tätigen Flächennutzer, die auf diesen Flächen ihre Existenz bestreiten (vor allem Landwirtschaft). Flächen gingen verloren, Felder würden zerschnitten und wären künftig nur noch mit Ertragseinbußen nutzbar, Tierhalter hätten einen erheblich höheren Aufwand (man stelle sich frei laufende Pferde oder Rinder auf einer Bundesstraße vor).