Vorheriger Vorschlag

Nutzen und Kosten - Südvariante

Worum geht’s bei dem Thema?

Für die Genehmigungsfähigkeit einer neuen Straße durch das Bundesverkehrsministerium spielt das Verhältnis zwischen dem zu erwartenden Nutzen

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Andere Aspekte zur Planung

Welche weiteren Aspekte möchten Sie diskutieren? Haben Sie weitere Hinweise für uns? Was muss aus Ihrer Sicht bei der weiteren Planung berücksichtigt werden? Und worüber muss in der nächsten Planungswerkstatt noch diskutiert werden?
Sofern Sie ihren Beitrag keiner der anderen Kriteriengruppen zuordnen können, platzieren Sie ihn hier.

Kommentare

Es ist die Aufgabe der Politik den Verkehr zu reduzieren. Nur dadurch können Ressourcen geschont, Umweltbelastungen reduziert, Natur, Tier und Mensch geschützt ... werden.
Wie es geht? Beispiel Schweiz.

Macht endlich das, was ihr versprochen habt und wofür ihr gewählt wurdet...

Trotz intensivem Lesen konnte ich nicht erkennen, warum und wie die anderen sieben Varianten ausgeschlossen oder die jetzt favorisierten "erwählt" worden .
In welchem Umkreis um Taucha und in welchen Zeiträumen gab es Verkehrszählungen?
Waren Verkehrs- oder Planungsausschüsse aus Leipzig, dem Landkreis und dem Freitstaat eingebunden?
Oder diskutieren hier wirklich nur Tauchaer Bürger für sich im "Kämmerlein".
Im Bundeswegeplan 2030 für die B 87n ist im Teil 1 die Nordvariante "Eilenburg-Hohenossig" erkennbar. Würde diese Variante jetzt "offiziell" verworfen?

-Verkehrswegeplanung funktioniert wie vieles: vom Groben zum Feinen. Die sieben Linien, welche Sie auf der Karte sehen sind zu einem früheren Zeitpunkt 'frei von der Leber weg' eingezeichnet worden. Wie nach der ersten Planungswerkstatt berichtet wurde, sind erst verschiedene Korridore (grob) auf den Karten eingezeichnet worden. Diese wurden 'einfach' nach planerischen Gesichtspunkten (Verkehr, Natur, Mensch, Raumwiderstände, etc) begutachtet und bewertet. Dabei haben sich im Vergleich zu den anderen Korridoren zwei Korridore als 'besser geeignet' / weiter untersuchungswürdig herauskristallisiert.
Zu diesen zwei Korridoren wurden weitere, detailliertere Untersuchungsaufträge an die Planungsbüros gegeben (Verkehr, Natur, Mensch, Raumwiderstände, technisch/bauliche Machbarkeit von Einzelüberlegungen). 'Detailliert' bedeutet hier immer noch, dass die Aussagen eher gröberer Natur sind. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen stehen jetzt hier zum Dialog. Mit dem Ergebnis des Dialogs wird ein Abschlussbericht erstellt. Dieser kann eine oder mehrere Varianten enthalten.
Das Ministerium prüft den Bericht und gibt im Idealfall einer der Varianten grünes Licht für die Planung. Dann kommt es zum Planungs- und Genehmigungsverfahren. Erst dann prüfen die Umweltplaner zum Beispiel Natura2000 also die FFH-Verträglichkeit. Verkehrsplaner schauen sich dann wirkliche Strassenführungen an und zeichnen 'wirkliche' Linien in eine Karte, etc. Das ist dann der Zustand: 'fein'.
-An den Planungswerkstätten nehmen Vertreter der Deges, Fachleute verschiedener Planungsbüros (Verkehr, Umwelt, Bau, etc), Moderatoren von Zebralog, Mitarbeitern der Stadt Taucha, verschiedene Bürgerinitiativen, der Nabu, IHK, Vertreter von Unternehmen aus Taucha und interessierte Bürgern teil.
- Es haben mehrere Verkehrszählungen stattgefunden. 2015 definitiv, und wenn mich nicht alles täuscht weitere Daten aus 2009. Die Zählung 2015 fand entlang der Leipziger Straße in Taucha statt.
-Ziel der Planung ist es eine Lösung für den Verlauf der B87n ab der Autobahnabfahrt A14/Taucha und unmittelbaren Stadtgebiet Taucha zu finden (dies schließt die sogenannten Nord/Südvarianten ein) . Ich weiß nicht, ob und wann Verkehrs- oder Planungsausschüsse aus Leipzig, dem Landkreis und dem Freitstaat eingebunden werden (müssen). Insbesonderes nicht in einer so frühen Phase.
- Die Nordvariante; S4 aus dem BVWP 2030 ist eine dieser Eingangs erwähnten groben Linien. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Plans war das eine 'planlos' eingezeichnete Linie. Über die Machbarkeit und Sinnhaftigkeit der Linie hat sich der Ersteller keine Gedanken gemacht. Es diente lediglich zu Visualisierung.
Im Zuge der Planungswerkstätten wurde die Nordvariante diskutiert. Hier kann die FAQ weitere Antworten geben.
https://www.b87-im-dialog.de/faq#/faq/warum-wird-die-nordvariante-hier-n...

Es graust mich, ihre Antwort zu lesen: Irgendjemand hat also einen Strich gezogen auf der Landkarte und dies hat als Basis für den BVWP 2030 gedient?
- und "man hat hat 2015 Autos gezählt entlang der Leipziger Straße in Taucha".

Es müssten doch aktuelle Verkehrszählungen herangezogen werden,
an allen Ein- und Ausfallstraßen von Taucha gleichzeitig, um aussagekräftig über Verkehrsflüsse sprechen zu können oder auch an Punkten wie B 87 Ortsausgang Eilenburg im Vergleich zu B 87 Ortsausgang Taucha Richtung Autobahn. Nur so kann man doch irgendeine fundierte Aussage treffen.

Taucha konnte sich nicht mit der dritten Spur in der Glockentiefe durchsetzen im Zuge des Trogbaues. Wie soll dann ohne Einbindung von Land, Kreis oder der Stadt Leipzig eine der Varianten der Werkstatt Erfolgschancen haben?
Die Antwort "Ich weiß nicht, wann ... Verkehrs- und Planungsausschüsse aus Leipzig usw. eingebunden werden müssen ..." klingt in meinen Ohren unvorbereitet und nicht fachmännisch oder nach zielgerichteter Planung.

Die bisherigen Ergebnisse und Antworten der Planungswerkstatt haben mich insgesamt nicht überzeugt.

Aber: Ist wirklich alles getan, um den Fernverkehr von Taucha und Gordemitz und Jesewitz fernzuhalten?
Alles (auch Nordvaianten!!!) sollte nochmals überprüft werden und nicht auf eine (nicht realistische) Südvariante und eine Tunnelvariante reduziert werden.

Das Zwischenergebnis kann ich leider nur als "Wahl zwischen Pest und Cholera" bezeichnen:
- die Tunnel-Variante erscheint aus Kostengründen kaum durchführbar
- die Südvarianten nördlich oder südlich von Sehlis dürften die Emmissionsbelastungen bezüglich Lärm und Staub aus der Stadt Taucha nur nach Plösitz, Sehlis und Panitzsch verlagern, die Parthelandschaft zudem weiter zerstören und erscheinen somit aus Mensch-/ Umweltaspekten als nicht akzeptabel.
Meiner Meinung nach wäre die beste Variante für die Stadt Taucha ein Kompromiss:
den Verkehr aus Brandenburg, Torgau und Eilenburg an Taucha großräumig umleiten und den Verkehr aus Taucha und den umliegenden Ortschaften dulden.

Dem schließe ich mich klar an. Und hier gab es schon entsprechende Vorschläge, die nun anscheinend nicht mehr diskutabel sind. Der Radius möglicher Lösungen sollte hier aus meiner Sicht in einer Gesamtkonzeption deutlich größer gesteckt werden, die beiden vorgestellten Varianten sind, wie oben treffend beschrieben "Pest und Cholera".

Dem Kompromiss stimme ich zu:
Ab Eilenburg betrachtet: Spätestens ab der Stelle kurz vor der Ortseinfahrt Jesewitz Richtung Nordwest eine Straße zur A14 bauen für den Fernverkehr (bzw. schon ab Eilenburg eine andere Lösung, aber nicht durch die Parthenaue).
Generell sehe ich aber eine Tunnelvariante durch Taucha auch positiv. Aber das Gesamtkonzept ist stets im Auge zu behalten.

Das ist der einzig richtige Weg. Ich schlage vor, die Autobahnabfahrt Nordost ganz zu schließen. Das dürfte das Verkehrsaufkommen in Taucha schon deutlich reduzieren.

Der Freistaat plant den Kohleausstieg mit 14 Leuchtturm-Projekten zu unterstützen: https://www.staatsregierung.sachsen.de/aktuelle-entwicklungen-zum-strukt... , eines davon ist die Bundesfernstraßenverbindung Mitteldeutschland - Lausitz (MiLau) Hoyerswerda - Elsterwerda - Torgau - Eilenburg - Delitzsch - A9, ähnlich der S4-Variante im Norden. Ein großer Teil des Fernverkehrs geht damit weiträumig an Taucha vorbei, sogar BMW wäre von Norden zu erreichen. Es wäre zu untersuchen, wie sich unter diesen Bedingungen die Kosten-Nutzen-Relation verändert.

Gibt es hierzu Abstimmungen zwischen der DEGES und dem Freistaat Sachsen?
Dieser Aspekt sollte schnell klar herausgearbeitet werden!
Vielleicht schon im Informationstextteil auf den ersten Seiten dieser Website!
Schade, dass man keine Bilder hochladen kann. Die Straße Eilenburg, Querung der B2, Delitzsch, A9 ist deutlich zusehen. Ein Teil des Verkehrs würde diesen Weg nehmen. Ein anderer dann weiterhin Taucha als Durchfahrt nutzen.
Also, bitte klarstellen.

Offensichtlich ignoriert die DEGES genau dieses im Rahmen des Kohlekompromisses festgelegte Projektes „MiLa“, einer geplanten und finanzierten Verkehrsanbindung zwischen Mitteldeutschland und der Lausitz (Anbindung an die A15) bis weiter nach Polen. Dies wird vor allem den LKW-Verkehr auf der jetzigen B87 stark reduzieren. Wieso spielt dieses Projekt bei den hier und in den Planungswerkstätten getroffenen Aussagen der DEGES keine Rolle? Sollen zwei Autobahnen / Schnellstraßen für den gleichen Zweck errichtet werden?

Moderationskommentar

(Hierbei handelt es sich um einen Beitrag seitens der DEGES)
Die Hintergründe und Aktivitäten im Zusammenhang mit der geforderten Verbindungsstraße der Braunkohlereviere Mitteldeutschland-Lausitz („MiLau“) sind der DEGES bekannt.
Vor dem Hintergrund des absehbaren Endes des Braunkohleabbaus wird eine neue Straßenverbindung Mitteldeutschland – Lausitz („MiLau“) gefordert, um die Ansiedlung neuer Industriezweige/Unternehmen in den derzeitigen Braunkohleregionen zu befördern. Die neue Verbindungsstraße soll „von der A 38 im Westen bis zur B 115 im Osten“ parallel zu den Bundesautobahnen A 4 und A 14 verlaufen. Die Achse soll die Autobahnen entlasten und vorrangig durch Ausbau vorhandener Bundes- und Staatsstraßen gebildet werden.
Eine genauere Beschreibung (Karte) liegt nicht vor. Aus Presseartikeln ist erkennbar, dass es sich zum einen um einenden Korridor Brehna/A 9 (ST) – Leipzig/Eilenburg/B 87 – Torgau/B 183 – Elsterwerda/B 169 – Ruhland/ A 13 (BB) - Hoyerswerda – Weißwasser – Bundesgrenze handelt. Ein zweiter Ast führt als Zubringer offensichtlich von der A 38 über die A 14 – S 38/Wermsdorf – Elbebrücke bei Mühlberg zur B 101/B 169 bei Elsterwerda.

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) führt derzeit hierzu eine Potentialanalyse für die gesamte Trasse durch.
Unmittelbare Auswirkungen auf die B 87 sind aus dieser Forderung MiLau nicht zu erwarten. Wichtiges Ziel der B 87 ist die überregionale Verbindungsfunktion und damit die Verbesserung der Erreichbarkeit der Städte Eilenburg und Torgau und ihrer (direkten) Anbindung an die Verkehrsquellen und -ziele A 14 bzw. das Oberzentrum Leipzig bei einer gleichzeitigen Entlastung der Ortsdurchfahrten vom Durchgangsverkehr. Dieser Sachverhalt lässt sich mit MiLau nicht verändern. Die Verkehrstechnischen Untersuchungen zu Taucha bestätigen den nicht vorhandenen Bedarf bzw. keine Entlastung für Taucha mit einer Nordvariante (S 4) der B 87. Zusätzliche Verkehre sind nicht zu erwarten. Die S 4 ist eine gut ausgebaute regionale Verbindung Delitzsch – Eilenburg. Das Verkehrsaufkommen zwischen Delitzsch und der A 9 liegt bei 3.500 Kfz/ 24h ; Delitzsch -– B 2 4.400 Kfz/ 24h und Bb 2 – Eilenburg 6.500 Kfz/ 24h mit abnehmender Tendenz, wahrscheinlich auch auf Grund der gestiegenen Attraktivität der B 87 (AOSIVerbesserung der Verkehrssicherheit außerorts, BÜ-Beseitigung des Bahnüberganges westl. Eilenburg).

In den "Fragen und Antworten" wird eine Trasse entlang BMW zur Abfahrt Messe verworfen. Die Argumente halte ich nicht für stichhaltig:
1. Ampeln und enge Kurvenradien einer Erschließungsstraße BMW-Allee
Mit dem Geld für einen Tunnel oder eine Südumfahrung ließe sich auch auf dem Gelände neben der BMW-Allee die B87 führen, mit einem definierten Anschlusspunkt an das BMW-Gelände.
2. Staugefahr in Stoßzeiten der Messe
Zunächst gibt es nach dem Wegfall von AMI und Games Convention nur noch wenige Messen, die zu signifikanten Staus führen. Zudem ist das Kleeblatt an der Abfahrt Messe sicher gut aufnahmefähig, und Fahrzeuge, die von Eilenburg kommend nicht mehr durch Taucha auf die A14 Richtung Flughafen fahren, würden sich erst nach dem Stau auf die A14 einordnen, der Verkehr wäre gleichmäßiger verteilt.

Habe mich erstmals mit dem Thema befasst heute und kann nur diese hier bereits aufgeführte Rückfrage bekräftigen: Die bisher benannten Nachteile der Ampeln, aktuelle Kurvenradien und Werkszufahrten können doch nicht der Hauptgrund sein, diese Route in dem Stadium vollständig zu verwerfen?! Im Vergleich dazu wird von Enteignung und komplizierten Tunnelbauten gesprochen und das wird nicht direkt abgelehnt? Für mich als Leser mit den aktuellen Informationen dieser Internetpräsenz gänzlich unverständlich - auch wenn es weitere triftige Gründe gibt - ich kann diese aktuell nicht nachvollziehen und damit diesbezüglich leider "nur mit dem Kopf schütteln".

Ich verstehe nicht das sich die Planungswerkstatt nur auf das Stadtgebiet Taucha beschränkt. Besonders auffällig ist die umständliche Streckenführung westlich/südlich um den Schwarzen Berg herum. Eine östliche Streckenführung ist sicher einfacher zu realisieren. Hier scheint die Planungswerkstatt sehr eingeschränke Vorgaben erhalten zu haben. Das würde auch den Auschluss anderen Varianten erklären. Der Verdacht einer gelenkten/beinflussten Bürgerbeteilung rückt nahe. Ich würde gerne mal die Meinung der beteiligten Büger lesen.

Offensichtlich sind sich die Kommentare in dieser Rubrik einig: die zwei gewählten Varianten der ortsansässigen Experten sind nicht weit genug gedacht und scheinen auch nicht machbar. Ohne ein Schauen über den Tauchaer Tellerrand und die Einbeziehung der Region gibt es keine vollziehbare, finanzierbare und ökologisch vertretbare Lösung.

Richtig, es sollte bei einer Tunnellösung durch Taucha - wenn sie denn kommt - alles rundherum betrachtet werden.
Auch zu einer "größeren" Lösung habe ich mich in vielen Kommentaren bekannt.

wie schon weiter oben erwähnt, ist die Politik aufgerufen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Eines der Mittel ist es, den Verkehr auf den Straßen zu reduzieren.
Ein Ausbau von Straßen reduziert den Aussoß von CO2 nicht, im Gegenteil! In der Bauphase werden nicht nur CO2 verstärkt ausgestoßen, sondern die Umwelt noch weiteren schädlichen Substanzen ausgesetzt. Auch laden neue Straßen regelrecht dazu ein, noch mehr PKWs und LKWs auf die Straße zu bringen.
Auch das Argument, wir müssen jetzt Entlastung bringen, ist nicht wirklich brauchbar. Es verschiebt die Notwendigkeit, sich um andere Lösungswege Gedanken zu machen einfach auf später. Eine bequeme Zwischenlösung so zusagen.

Aber mit Lösungen haben wir es ja nciht so. Lieber ein paar mehr Regeln und Vorschriften, Gebote und Verbote. Damit haben wir es ja geschafft... Destruktiv statt konstruktiv!

Transparenz ist ja ein groß Ziel dieses Prozesses.
Bitte stellen sie die Varianten (auch die verworfenen) tabellarisch nach den verschieden Kriterien dar.
Nur so kann man erkennen aus welchen Grund manche Variante verworfen wurde.
Zur Zeit entseht der Eindruck: dass aufgrund einer Richtlinie die knapp nicht erreicht wird (z.B. Ampelabstände) eine extrem teure Variante gewählt werden muss. Die Entscheidung, ob dies eine untergeordnete Kriterium sollte doch dem Auftraggeber (BMVI) überlassen werden.

Wie bereits schon oben dargelegt, ist die aktuelle Seite hochinteressant:
https://www.staatsregierung.sachsen.de/aktuelle-entwicklungen-zum-strukt...

Dort schreibt man seitens der Staatsregierung:

Die Staatsregierung präsentierte am 29. April 2019 14 Leuchtturmprojekte für den Strukturentwicklung im Mitteldeutschen Revier und in der Lausitz. Ministerpräsident Kretschmer sagte: »Der Freistaat hat Erfahrung, wie der Strukturwandel gelingen kann und welche Erfolgsfaktoren man dafür braucht«.
Beispielsweise müssen Defizite in der Infrastruktur behoben werden. Demnach sollen Weißwasser, Boxberg und Hoyerswerda besser an die Autobahn und damit an das internationale Fernverkehrsnetz angebunden werden.
Darüber hinaus sollen die Lausitz und das Mitteldeutsche Revier weiter zu modernen und nachhaltigen Innovationsregionen entwickelt werden. Dazu gehören neben dem Bau von Straßen auch der Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen sowie schnelles Internet und 5G-Mobilfunk.
Sachsen und die anderen Kohleländer beraten intensiv mit dem Bund über die Strukturentwicklung in den Regionen. Im Ergebnis soll zeitnah das Maßnahmengesetz für den Strukturwandel stehen, das die Verwendung der 40 Milliarden Euro für die Strukturentwicklung in den nächsten 20 Jahren regelt.
Die Staatsregierung hat dafür die ersten konkreten Projekte benannt – sogenannte Leuchtturmprojekte, sieben für die Lausitz und sieben für das Mitteldeutsche Revier.
[...]
Mitteldeutsches Revier
Bundesfernstraßenverbindung Mitteldeutschland - Lausitz (MiLau)

Soweit das Zitat. Leider kann ich die Karte hier nicht einbinden. Das könnte z.B. ergänzend die DEGES in den Informationspunkten realisieren.

Hier ist auf einer Karte sehr genau ein Streckenverlauf eingezeichnet, der im Detail von Eilenburg kommend zur B2 führt und zuvor relativ nah an der A14 verbeiläuft. Dort müsste an geeigneter Stelle eine Straße zur A14 gebaut werden.

Dem Schwerlastverkehr gar keine andere Möglichkeit zu lassen, diese neue Straße dann auch zu nutzen, das sollte man wohl hinbekommen: Die Strecke über Jesewitz, Gordemitz und Taucha wäre für den LKW-Durchgangsverkehr zu verbieten.

Ja, und die LKW, die zur A9 wollen oder andere Wege planen, würden dann entweder die B2 nutzen oder eben die Straße, die südlich an Delitzsch vorbei schließlich zur A9 führen soll.

Sehr schade, dass ich diese Karte nicht zeigen kann. Aber schauen Sie selbst auf die Internetseite - alles ist noch sehr neu - und gehen Sie gleich zur 2. Karte unter der Überschrift:
"Leuchtturmprojekte für Braunkohleregionen vorgestellt".

Etwas weiter unten liest man für ein Sofortprogramm:
"240 Millionen Euro Sofortprogramm für Kohleregionen"

Der Bund wird in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen Verkehrsprojekte, Forschung und Breitbandausbau fördern und dafür 240 Millionen Euro bereitstellen. Darauf einigten sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die betroffenen Bundesländer am 4. April 2019. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte dazu: »Jetzt ist der Weg frei, um erste sichtbare Schritte in die Zukunft der Lausitz und Mitteldeutschlands zu machen. Mit den Soforthilfen des Bundes können wir mit wichtigen Maßnahmen beginnen und die Grundlagen für weitere Projekte schaffen. Das ist die eine ganz entscheidende Etappe für die Strukturentwicklung.«

Im Detail ist in der zugehörigen PDF-Datei unter dem Punkt
"Machbarkeitsstudie zur Verbesserung der Schienen- und Straßenverkehrsverbindungen Mitteldeutsches Revier" zu lesen:

Ertüchtigung bzw. Neubau der regionalen und überregionalen Verkehrsanbindungen als Grundvoraussetzung einer zukunftsfähigen Strukturentwicklung.
Neukonzeption der Schienen- und Straßeninfrastruktur zur Verflechtung des Umlandes mit den Oberzentren unter raumordnerischen Gesichtspunkten. Prüfung und Optimierung der Verkehrsinfrastruktur innerhalb der Oberzentren sowie deren Fernanbindung. [...] Zitatende

In diesem Zusammenhang sollte man die Lösungen für Taucha sehen.
Das wäre eine große Sache und vielleicht sogar schneller und kostengünstiger zu realisieren als die aktuell hier diskutierten Varianten.

Ich bin sehr gespannt.

Durch den geplanten Kohleausstieg ist eine Verbindung zwischen Leipzig - Torgau in die Lausitz als Pilotprojekt im Gespräch. Hierdurch entsteht eine neue Situation zur B 87 n. Die DEGES sollte also schnellstens eine Position zu den möglichen Varianten für diese zu schaffende Verbindung darstellen. Vielleicht kann der Verkehr von der B 87 auf diese neue Strecke umgeleitet werden. Hauptaugenmerk sollte bei allen Bauvorhaben der Infrastruktur immer die Bevorzugung des ÖPNV haben.

Im Bundesverkehrswegeplan ist die Verbindung zwischen Eilenburg und der B2 als B 87n definiert.
Man sollte sich dieses Projekt genauer anschauen:

B87-G21-SN-BB-T1-SN
B 87 n Leipzig (A 14) - Eilenburg
https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B87-G21-SN-BB-T1-SN/B87-G21-SN-BB-T...

Eine Karte ist unter
https://www.bvwp-projekte.de/strasse/karten//Karte1/DIN_A3/png_120dpi//K...
zu finden.
Viele Details sind dort zu entnehmen.

Das Vorhaben ist eingeordnet unter
"Neue Vorhaben – Weiterer Bedarf mit Planungsrecht (WB)"
Andere Vorhaben haben leider schon die Bezeichnung "Neue Vorhaben - Vordringlicher Bedarf (VB)" und höhere Aussichten, über Planungsphasen hinaus auch realisiert zu werden.

Wie ist die Abstimmung zwischen diesem Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030, dem neuen "Leuchtturmprojekt" des Freistaates und der Initiative der DEGES, für Taucha eine konsensfähige, genehmigungsfähige und bezahlbare Lösung auf momentan anderen Routen zu finden?

Kann z.B. hier eine Einigung auf eine der zwei Varianten die Chancen echt erhöhen, in absehbarer Zukunft auch realisiert zu werden, d.h. z.B., doch noch in "Neue Vorhaben - Vordringlicher Bedarf (VB)" eingeordnet zu werden???

Vielleicht kann DEGES hier bereits schon antworten bzw. die Rahmenbedingungen insgesamt präziser fassen? Das würde viele motivieren.

Und vielleicht ein Gespräch mit unserem Ministerpräsidenten mit dem Ziel führen, dass diese Bemühungen in Taucha genau das Leuchtturmprojekt präzisieren helfen?

Oder ein Gespräch mit unserem Bundesminister führen, dass eine geniale Lösung für Taucha incl. Gordemitz und Jesewitz das Projekt B 87n höher einstuft in "Neue Vorhaben - Vordringlicher Bedarf (VB)" ?

Ich möchte, dass alle Aktivitäten der Beteiligten am Ende echte Erfolgsaussichen haben und nicht, wie vorsichtig angedeutet, auch eine Nulllösung stehen könnte und alles so bleibt, wie es momentan ist!

Moderationskommentar

(Hierbei handelt es sich um einen Stellungnahme seitens der DEGES)
Grundlage der Planung ist der Bundesverkehrswegeplan (BVWP), der von der Bundesregierung als Regierungsprogramm für den Neu- und Ausbau von Bundestraßen, Bundesautobahnen, Bundeschienenwegen und Bundeswasserstraßen beschlossen wird. Die Vorschläge zu Verkehrsprojekten im BVWP werden von den Ländern beim Bund eingereicht, der eine Priorisierung der Projekte nach Dringlichkeit vornimmt. Der BVWP entfaltet keine unmittelbare Rechtswirkung, aus diesem Grunde sind die im BVWP dargestellten Linienführungen der jeweiligen Verkehrswege auch nicht bindend, sondern eher als „grober Vorschlag“ zu verstehen. Der BVWP ist allerdings Ausgangspunkt für die jeweiligen Ausbaugesetze, die vom Deutschen Bundestag verabschiedet werden. Die B 87n ist im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen enthalten, der den BVWP konkretisiert und als Anhang Gegenstand des Fernstraßenausbaugesetzes (FStrAbG) ist.

Das Vorhaben der B 87n befindet sich in einem sehr frühen Planungsstadium, sodass eine Präzisierung der Rahmenbedingungen derzeit nicht vorgenommen werden kann.

Die Nordvariante so wie sie im Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgeführt ist, würde für Taucha keinerlei Entlastung bringen.
Deshalb ist es auch richtig, dass diese Variante keine weitere Beachtung findet.
Die S4 ist vollkommen ausreichend und wurde zudem vor kurzem komplett erneuert.
Für Taucha kann es nur eine Lösung geben und das ist eine relativ nahe Ortsumgehung!

Die teilweise Untertunnelung Tauchas mit der anschließenden Änderung der Verkehrsführung ebenfalls durch Taucha löst das generelle Problem ja nicht. Nur weil man dann den Verkehr teilweise nicht sieht, wird er ja nicht weniger und wird immer noch durch Taucha geführt. Resultat dieser Überlegungen ist doch die Verschwendung von Steuergeldern, was am Status quo nichts ändert.
Wer täglich Richtung Autobahn und zurück fährt kennt dich das Problem.
- Rückstau Richtung Autobahn bis Bogumils Garten
- Kompletter Rückstau Richtung Eilenburg bis zu den Autobahnabfahrten.
Mit der erhöhten Gefährdung (eigentlich sicher) durch Staus und möglicher Unfälle im Tunnel müsste dann noch eine 3. Röhre als Rettungstunnel diskutiert werden. Letztlich ist noch der allgemeine Anstieg des Grundwasserpegels, durch die Flutungen der ehemaligen Braunkohlereviere um Leipzig, zu berücksichtigen, was dieses Unterfangen aus Platz und Kostengründen ad Adsurdum führt.
Wie mündige Einwohner, gar Politiker, diese Lösung ernsthaft in Betracht ziehen können, erschließt sich mir nicht. Vielleicht sind meine Erwartungen hierzu zu hoch.

Die Südumfahrung, wenn auch ebenfalls teuer, entspricht schon eher dem Gedanken einer "Ortsumgehung". Ortsumgehungen sind seit über 30 Jahren das probate Mittel um innerstädtischen Verkehr zu entlasten. Teuer wird diese Lösung ebenfalls, da hier gepfählt werden muss. Selbstverständlich sind auch die Belange des Umweltschutzes zu berücksitigen.
Dennoch erscheint diese Lösung, den guten Willen aller Beteiligten vorausgesetzt, die bessere Lösung, da sie den Verkehr in Taucha wirklich entlastet.

Das hierbei Gordemitz und Jesewitz nicht berücksichtigt werden bleibe mal dahingestellt.
Im Übrigen sei noch der Verweis auf die über 20 Jahre alten und fertigen Planungen der grosszügigen Nord- und Südumgehungen gestattet, die anscheinend nicht mehr weiterverfolgt werden. Damit hätte man das heutige Problem bereits vor 20 Jahren lösen können (Kurzsichtigkeit und Ignoranz lokaler Politiker?).

Robert Angler

In wiefern wurden weiter Entlastungsmaßnahmen geprüft, die nicht den Bau einer neuen Strecke einschließen? Luftverschmutzung ließe sich z.B. in einem ersten Schritt über das Einführen einer Umweltzonen adressieren. Eine Reduktion der Geschwindigkeitsbegrenzung (sofern möglich) wäre auch eine Idee, um den Weg durch Taucha unattraktiver zu gestalten.

Sinnlos

Offensichtlich ignoriert die DEGES das im Rahmen des Kohlekompromisses geplante Projekte „MiLa“, einer geplanten und finanzierten Verkehrsanbindung zwischen Mitteldeutschland und der Lausitz (Anbindung an die A15) bis weiter nach Polen. Dies wird vor allem den LKW-Verkehr auf der jetzigen B87 stark reduzieren. Wieso spielt dieses Projekt bei den hier und in den Planungswerkstätten getroffenen Aussagen der DEGES überhaupt keine Rolle? Sollen zwei Autobahnen / Schnellstraßen für den gleichen Zweck errichtet werden?

Schauen Sie sich doch den Verlauf der Straße mal an. In Eilenburg will man wie jetzt schon 90 Grad auf die B107 und dann wieder 90 Grad auf die S4 biegen und dann alles durch Krostitz, da ist die B2. D. H. man scheucht die B87 Fahrer über eine Straße, die den Anforderungen einer modernen Fernverkehrsstraße nicht entsprechen ( Stichwort Kurvenradius) auch noch auf die B2. Der Kollaps ist vorprogrammiert. Das scheint mir alles ein wenig durchdachter Schnellschuss unserer Politiker zu sein, die sich dadurch in Zeiten bevorstehender Wahlen positive Resonanz erhoffen. liebe deges: Unbedingt schnellstens klären und Stellung beziehen.

Grundsätzlich habe ich Verständnis sowohl für die Bewohner von Taucha, wenn sie die Nase voll haben von diesem massiven Verkehrsaufkommen in ihrer Stadt, aber auch für die Bewohner der umliegenden Gemeinden, die bereits ebenfalls einer hohen Belastung ausgesetzt sind und nicht auch noch eine weitere Bundesstraße vor ihrer Haustür wollen, daher wäre auch nach meiner Ansicht eine Nordvariante mit den bereits vorhandenen Infrastrukturen und dort ansässigen Gewerbezentren zu favorisieren. . Wohin man auch schaut, werden immer mehr Grünflächen bebaut, die Natur muss immer mehr zurückweichen. Die Begründung, "der Mensch sei wichtiger, als Bäume oder Kröten", kann nicht ernsthaft als Argumentation hervorgebracht werden. Tagtäglich bekommen wir mit, was das für Veränderungen mit sich bringt und die Folgen werden stetig spürbarer und dennoch scheint man nicht daraus zu lernen und weiter alles zu betonieren und zu zerstören. Meines Erachtens nach kann der enorme Zuwachs an Verkehr nur gemildert werden, wenn endlich auch wieder in umliegenden Gemeinden um Leipzig tragfähige, bezahlbare öffentliche Verkehrsmittel/- möglichkeiten angeboten werden, die auch ein kurzfristiges und schnelles Vorankommen nach Leipzig oder andere umliegende Städte ermöglicht. Hier wurde in den letzten Jahren alles zurückgebaut oder kaputt gespart. Anstatt Milliarden für sinnfreie neue Trassen auszugeben, wäre das Geld in diesem Bereich und in die Entwicklung neuer schnellerer Umwelt- und Lärm mindernder Verkehrsmittel sinnvoller angelegt. Der Bau solcher Straßen wird das Problem dauerhaft nicht lösen und nur zum Bau noch weiterer Straßen in diesem Gebiet führen, immer mit der Hoffnung verbunden, den Verkehr irgendwo anders umzuleiten bzw. zu mildern. Diese Gedanken sind aber vollkommen falsch. Man kann nur hoffen, dass es noch ein wenig Vernunft gibt und diese Planungen verworfen oder zumindest so sinnvoll geändert werden, dass es für alle Betroffenen möglichst nur geringste Einschnitte geben muss.

Hier schreibt eine Gruppe von 16 Familien aus Berlin Friedrichshagen. Seit Jahren werden wir mit unvergleichlichem Gemüse aus dem Betrieb von Maria Bienert in Taucha versorgt. Wir sind dort auch als Helfer, Erholungsfinder, Entwicklungsgruppe anwesend. Eine solch existentielle Beeinträchtigung der Lebensgrundlage dieser Sache ist nicht hinnehmbar und durch nichts zu rechtfertigen!!
Wir sind voller Engagement, diesen von Maria Bienert maßstabgebenden Umgang mit der uns erhaltenden Erde zu verbreiten und bekanntzumachen. Eine Hoffnung liegt darin, einWeg in frohe Zukunft!
Große Freude und Kraft geht von diesem Flecken Erde aus, und das soll sich noch vermehren!
Wir danken für Mithilfe!

Tatsächlich hängen noch viel mehr Menschen von diesem Gemüsebetrieb ab. Die Vereinigung der genannten Solidarischen Landwirtschaft umfasst ca. 500 Mitglieder und hängt maßgeblich von dem durch diesen Betrieb gelieferten Gemüses ab.

Was ist mit der Lebensgrundlage der Menschen, die unmittelbar an der vorhandenen Straße wohnen, tagtäglich immer mehr Dreck und Lärm einsaugen, den z.B. Sie erzeugen, wenn Sie von Berlin bis hierher fahren, um das unvergleichliche Stückchen Erde zu sehen? Danke vielmals.

Ich denke die Zwischenergebnisse der Planungswerkstätten der DEGES sind umfassend
kommentiert wurden mit allen Pro- und Kontraargumenten. Mich stört die Aggressivität im Austausch der Argumente. Auch ich bin für die Tunnellösung, als bestandsnahe Variante der B87 entlang der Bahntrasse unter Berücksichtigung der Randbedingungen wie sie in der „Tauchaer Erklärung“ zur B87n vom 26.01.2013 aufgeführt sind und welche ich jetzt nicht noch einmal im Einzelnen aufführen möchte. Mir ist auch klar, dass keine der beiden Varianten eine abschließende Lösung für die Verkehrsproblematik der Zukunft ist. Gerade deshalb sollte man im Interesse der nachfolgenden Generationen nicht noch mehr Kulturlandschaft zerstören. Wir dürfen auch nicht nur die Parthenaue allein sehen, sondern die gesamte zusammenhängende Region Parthenaue / Machern mit Tresenwald welche als zusammenhängendes Naherlungsgebiet und als Klimafaktor für Leipzig in Zukunft an Bedeutung gewinnt. Es geht nicht nur um uns als Einwohner von Taucha und die Bewohner der umliegenden Orte Panitzsch, Plösitz, Dewitz und Sehlis. Ein Eingriff in diese letzte intakte Region im Osten von Leipzig durch eine 4spurige Strasse würde nicht nur die Kulturlandschaft stark in Mitleidenschaft ziehen, sondern auch enorme Auswirkungen auf die Attraktivität für unsere Region als Wohnstandort und als Naherholungsgebiet nach sich ziehen. Von den ökologischen Folgen für Pflanzen- und Tierwelt ganz zu schweigen.

Neben der Umweltschädigung hat die Südvariante weitere Auswirkungen, die berücksichtigt werden sollten. So führt sie durch zwei Gemüsebetriebe. Damit werden Teile der Landfläche unnutzbar gemacht, die bisher für den Anbau von Bio-Gemüse genutzt wurde. Daran hängt nicht nur der Betrieb der Gemüsebauern, sondern außerdem eine solidarische Gemeinschaft, die von diesem Betrieb beliefert wurde, und die Wert auf regionales Bio-Gemüse legt.
Die Zerstörung von regionalen Gemüsebetrieben geht mit sozialen und ökologischen Konsequenzen einher. Anstatt Straßen über Äcker zu führen, sollten solche biologischen Betriebe gefördert werden.

Der Bedarf an einer Anbindung der Region Torgau etc. mit Umgeheung der Stadtdurchfahrt Taucha (als sehr lästiges Übel für Anwohner, wie Verkehrsteilnehmer) ist unbestritten.
Die Durchquerung des Landschaftsschutzgebietes mit der Südroute ist nicht nur für die Anwohner inakzeptabel, sonder Leipzig verliert eine Naherholungs- Ausflugsgebiet einschließlich des Mikroklimas für die Stadt. Die intelligente Steuerung der Güterverkehrs über vorhandene Zuwegungen unter Nutzung der Nordvariante ist zu erarbeiten.
Der Erhalt der großstadtnahen Endmoränenlandschaft ist ein lokaler Klimaschutz, Erhalt einer naturnahen Umgebung der Großstadt Leipzig. Wir verlieren unsere Glaubwürdigkeit bei der Argumentation gegen die Rodung der Regenwälder, der Monokulturen etc. in andern Ländern. Ich glaube über eine intelligente , z. B. elektronische Verkehrssteuerung die vorhandenen Zuwegungen zu nutzen und nicht zur Staufalle werden zu lassen.
Wir brauchen keine Greta Thunberg um die lokalen Verkehrsprobleme ohne weitere Flächenzerstörung zu lösen.
Reinhard Mütze Taucha /Dewitz

Ich habe den Eindruck man möchte hier irgendjemanden einen Gefallen tun nur eben denn Bürgern der Gemeinden Jesewitz und Taucha nicht. Der Variante mit dem Tunnel kann ich überhaupt nicht zustimmen das ist deutlich zu wenig. Da die Kosten immens werden und im Grunde nur das kurze Stück Leipzigerstr. und die Ampelkreuzung entschärft wird hat man nichts gekonnt. Auch Ihre zweite Variant durch die Parthenaue ist nicht akzeptabel wurde in den letzten Jahren nicht schon zu viel Raubbau an unserer Natur getrieben, lassen wir doch lieber das letzte Stück Endmoräne in seiner Einheit bestehen und die Parthe lieblich weiter mäandern, der Eisvogel wirds danken. Es bleibt für mich nur eine Streckenführung welche aus meiner Sicht Sinn macht und daß ist die Nordvariante abgehen vor Jesewitz bis auf den BMW Ring. Ich habe diese Route schon einmal in diesem Forum mit Karte vorgeschlagen und ich glaube nicht an die Aussage daß die Trasse aufgrund ihrer Lage nicht angenommen würde. Alles andere wäre Verschwendung von Ressourcen und Steuergeldern. Fangen Sie an umzudenken und Planen Sie eine echte Umgehung , eine Entlastung für Jesewitz und Taucha.

Ich kann es nicht verstehen, wie man allen ernstes Anno 2019 noch über die Zubetonierung von Naturräumen sprechen kann. Die letzten Wahlen und der allgemeine Trend zeigen eine Hinwendung unsere Gesellschaft zu mehr Umweltschutz und gegen die maßlose Zerstörung von Grünflächen.
Auch der Stadt Taucha bzw. dem Landkreis Nordsachsen werden lukrative Einnahmen flöten gehen, wenn der Reiterhof in Sehlis, welcher an der Parthe liegt, in wirtschaftliche Schieflage gerät. Zusätzlich wird Sehlis dadurch genauso wie Cunnersdorf komplett aussterben auf sozialkultureller Sicht.
Was aber sollen wir dann einmal unseren Nachkommen erzählen, wenn alles zugebaut ist? Wir haben eine Verantwortung gegenüber der Umwelt und unseren Nachkommen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und ich hoffe sie überdenken den Bau nochmal.

Wie immer wenn Lösungen gesucht werden ist eine weitgreifende Sicht auf die Lage vonnöten. Eine neue Straße bauen oder Alte Lösungen zu verschlimmbessern kann meiner Meinung nach nicht alles sein. Wie schon in anderen Beiträgen zu lesen ist sollten mehrere Aspekte überdacht werden.
- Die Möglichkeiten eines Verkersleitsystems sollten untersucht werden.
- Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs
- Ausbau von Radwegen und Radschnellwegen.
Sicher finden sich noch viele Stellschraben die zu einer Verbesserung der Lage beitragen.
Eine Zerstörungen der für alle , nicht nur für Anlieger, wichtigen Natur darf nicht geschehen.

- intelligente Ampelschaltungen. Warum stehen noch so oft keine Autos vor einer grünen Ampel an der B87, während an anderer Straßenseite eine Schlange entsteht?
- intelligente Geschwindigkeitsangaben für den grünen Blitz. Warum Stop & go nicht vermeiden?
- attraktiver ÖPNV: Tram wirklich IN Taucha, besser bis nach Dewitz oder gar zwischen den S-Bahnhaltestellen Borsdorf und Taucha. Dann macht ÖPNV auch Spaß und ist kein Zeitfresser. Zudem kosten eine Fahrt mit Handwagen bis zur Permoserstraße 70 ct/km. Dann kann ich mir bei Europcar auch fast einen Mercedes leihen.
- Fahrradboxen mit Lademöglichkeiten an den Bahnhöfen Taucha und Borsdorf sowie der Bürgerruhe. Wer lässt schon sein Fahrrad, welches er für größere Reichweiten nutzen, im dunkeln dort stehen?
- weniger als 1.5 Menschen in einem Auto. Wären es 3 Menschen, würde der Verkehr mehr als halbiert. Die Digitalisierung machts Möglich! Bitte ein App zur einfachen Absprache! Wer weiß heutzutage schon, dass z.B. sein Nachbar in die gleiche Straße fährt zum Arbeiten?

Für den Schutz von Lebensraum, Parthenaue und Endmoränenlandschaft“ wird eine bedarfsgerechte Verkehrsinfrastruktur zwischen Leipzig, Eilenburg und dem Wirtschaftsraum Torgau unter Berücksichtigung folgender Randbedingungen gefordert:

• Bau der B 87n unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen Verkehrsinfra- struktur von B2/S4 mit Ortsumgehungen.
• Keine Querung der Parthenaue.
• Keine neue Zerschneidung der Taucha-Eilenburger Endmoränenlandschaft.
• Entlastung des Straßenverkehrs in der Stadt Taucha.
• Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs zwischen Leipzig und Torgau.

Eine Vielzahl politischer und gesellschaftlicher Vertreter von Leipzig bis Torgau haben sich als Erstunterzeichner hinter die für die Region so wichtige Erklärung gestellt.

Erstunterzeichner sind:
• Stadträte der Stadt Taucha
• Gemeinderäte der Gemeinde Borsdorf
• Landratsamt Nordsachsen, vertreten durch Landrat Czupalla (CDU)
• Bundestagskandidat der CDU Nordsachsen Wendt
• Kreistagsfraktion Nordsachsen SPD/Grüne
• SPD Kreisvorstand Nordsachsen
• Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU, Kreisverband Nordsachsen,
vertreten durch RA Tschiedel
• NABU Landesverband Sachsen
NABU Regionalgruppe Partheland
• Regionaler Planungsverband Westsachsen,
vertreten durch Dr. Gey und Prof. Berkner
• Evangelische Kirchgemeinde Taucha
• Evangelische Kirchgemeinde Panitzsch
• Heimatverein Taucha
• Bürgerinitiative Alternative B87 e.V .
• Bürgerinitiative „Keine B87n durch Taucha“ e.V.
• Bürgerinitiative für den Erhalt der Parthenaue und Endmoränenlandschaft e.V.
• Bürgerinitiative B87 Nord
• Mehrere Bürgerlisten aus Taucha und Umgebung

Es gibt keine Naturschutzgebiete und FFH-Querung bei der Nordvariante. Warum wird diese Variante nicht in die Diskussion aufgenommen? Durch die S 4 wären Teile der Strecke schon vorhanden.

Bei allen Planungen in und um Taucha, darf man nicht vergessen, eine sinnvolle Lösung für Jesewitz und Gordemitz mit einzubeziehen. Hier liegen über40 Grundstücke mit bewohnten Häusern unmittelbar an der B87. Die Straße ist von Osten kommend bis Eilenburg durchgeplant bzw. z.T. schon fertiggestellt. Sollte eine Tauchaer Lösung gefunden werden, ohne parallel geplante Jesewitzer Umgehung, wird der Ort zum Nadelöhr. Da ein Tunnel hier wohl nicht in Frage kommt, genauso wie ein Ausbau der bestehenden Streckenführung, müssen sich die Jesewitzer eher früher als zu spät überlegen, wo eine vergleichsweise kleine Ortsumgehung entlanggeführt werden kann, die viele Anwohner besser schützt, ein vernünftiges Dorfleben in den Orten Jesewitz und Gordemitz möglich macht und dabei dennoch die Einschnitte in die Natur vertretbar gering hält. So viele Varianten gibt es da nicht, aber eine sinnvolle Kopplung mit der jeweiligen Tauchaer Variante sollte angestrebt werden.

Ich sehe in den Kommentaren verschiedenen Aspekte vermischt. Es gibt zu Stoßzeiten, aber auch nur dann eine Überlastung der Tauchaer Innenstadt. Zu allen anderen Zeiten kommt man in 7-10 min zur Autobahn. Die sinnvolle Lösung für die Stoßzeiten wurde zu DDR Zeiten schon vorgedacht und neben der Bahn eine Gelände freigehalten.
Aus mir nicht bekannten Gründen wurde diese Trasse zugebaut durch den Nettomarkt und Unterführungen.
1. Es kann doch nicht sein, daß 8km Umweg durch die Parthenaue oder 1-2km Tunnelbau diskutiert wird, weil man nicht in der Lage ist zwei bis drei Bauwerke umzusiedeln? Kein wirtschaftlich denkender Betrieb könnte so vorgehen, das geht nur mit Steuergeldern.
2. Das Gespräch führen für ein mittel bis langfristiges Verkehrskonzept für Leipzig und Nordsachsen.
Da sind Entwicklungen wie autonomes Fahren, alternative Gütertransporte etc mit zu berücksichtigen und darüber sollte nicht in einem Zug mit dem Stauproblem der Tauchaer Innenstadt befunden werden und sicher nicht bis Oktober diesen Jahres .

Zu den Auschlüssen diverser Varianten gab es ohne große Debatten stringente Entscheidungen. Dafür wird die Südvariante wieder hoch gehalten. Erinnert werden soll an die ca. 4000 Einwendungen im Zuge der Diskussion vor einigen Jahren um eine sogenannte Vorzugsvariante im Süden. Ein einmaliger Vorgang!! Ein klares Votum der Bürgerinnen und Bürger. Man kann die "Tauchear Erklärung auch als ein Ergebnis dieses Ringens sehen (Druck). Inhaltlich Interessierten sei auch nochmal die Fortschreibung de Regionalplanes empfohlen. Eine Streckenvariante mit derart vielen und großen Widerständen in puncto Schutzgüter kann keine Option sein. Andere Varianten waren es auch nicht. Auf die Herausforderungen der Zukunft mit Straßenneubau zu reagieren ist irgenwie 20. Jahrhundert, zumal im Land mit einem der dichtesten Straßennetze. Eine bestandsnahe Lösung als lange Tunnellösung wäre konsequent.

In einer Antwort des Moderators auf die Frage, wie die Planungswerkstatt zu einer Entscheidung kommt steht, dass diese Beteiligung der Bürger "inoffiziell" sei.
Wer entscheidet über die Vorzugsvariante?
In wiefern werden Meinungen der Beteiligten einbezogen?

Bei der Planung der B87n durch bzw. um Taucha muss parallel eine Ortsumgehung für Jesewitz geplant werden. Zwischen zwei gut ausgebauten Abschnitten - zukünftiger Tunnel bzw. Umgehung Taucha sowie bereits bestehende Umgehung Eilenburg - könnte die Ortsdurchfahrt Jesewitz das Verkehrsaufkommen keinesfalls aufnehmen. Ich bin selbst in Jesewitz aufgewachsen und kann mir aufgrund enormer Lärm- und Feinstaubbelastung aktuell keine Zukunft in meiner Heimat vorstellen. So geht es vielen jungen Menschen. Nicht nur Taucha, sondern auch Jesewitz benötigt Entlastung. Auch in naher Zukunft würden viele Anwohner von ersten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung profitieren. Vor allem Lastkraftwagen stellen eine enorme Lärmbelastung dar und sorgen für Erschütterungen im Sekundentakt.