Beteiligung bei der Planung der B 87 - Worum geht es hier genau?

Bei der B 87 handelt es sich um eine Bundesstraße, die zwischen den Städten Ilmenau in Thüringen und Frankfurt (Oder) in Brandenburg verläuft. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist ein Neubau der Bundesstraße vorgesehen. Das betrifft unter anderem den durch Sachsen verlaufenden Abschnitt zwischen Leipzig und Torgau, wo die neu ausgebaute Straße teilweise verlegt wird bzw. dem alten Straßenverlauf folgt. Die Planung und Umsetzung sind dort aktuell unterschiedlich weit fortgeschritten.

Im Rahmen von „B 87 im Dialog“ soll nun eine Lösung für den neu geplante Streckenverlauf der B 87 zwischen Leipzig und Eilenburg (B 87n) gefunden werden. Dabei muss die besondere Situation an der Ortsdurchfahrt in Taucha berücksichtigt werden. Die dialogorientierte Herangehensweise bezieht die Einwohnerschaft und verschiedene Interessensgruppen in den Planungsprozess ein. Sie können sich im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen, Online-Dialogen auf dieser Website und der Gremienarbeit in Planungswerkstätten einbringen. Die genaue Zusammensetzung der Gremien wird im Anschluss an das erste Bürgerforum ergeben.

Bereits vor dem öffentlichen Auftakt zum Beteiligungsverfahren wurden im August 2018 zwei Konzeptionsworkshops durchgeführt. Sowohl Politik und Verwaltung als auch Bürgerinitiativen und Umweltverbände konnten erste Rückmeldungen zum geplanten Beteiligungsprozess geben. Der öffentliche Auftakt erfolgt am 5. Oktober im Rahmen eines Bürgerforums in Taucha.
Diese Website informiert über den Stand der Planung und den Beteiligungsprozess. Fachliche Fragen zur Planung werden anschaulich erklärt. Alle interessierten Einwohnerinnen und Einwohner sollen so in einen inhaltlich und fachlich qualifizierten Austausch auf Augenhöhe mit den Planerinnen und Planern treten können.

Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens sollen im September 2019 vorliegen. Ziel ist es, verschiedene Varianten für eine mögliche Streckenführung der B 87 zu erarbeiten. Diese Varianten bilden anschließend die Grundlage für die Umweltverträglichkeitsprüfung II (UVP II), welche gesetzlich als anschließender Verfahrensschritt vorgesehen ist. Rein formal gesehen kann erst dann von einer Vorzugsvariante gesprochen werden. Die UVP II beginnt ab Herbst 2019. Sie ist Voraussetzung für eine genehmigungsfähige Vorzugsvariante. Die Entscheidung über die Umsetzung der Vorzugsvariante liegt beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Das Bundesministerium ist der Geldgeber für die Umsetzung der B 87n.

 

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