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Verkehrliche Wirkung - Südvariante

Was bedeutet „Verkehrliche Wirkung“ am Beispiel Taucha?

Damit eine Trassenvariante das bestehende Verkehrsproblem im Stadtgebiet Taucha lösen kann, muss sie die entsprechende verkehr

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Verkehrliche Wirkung - Bestandsnahe Variante

Was bedeutet "Verkehrliche Wirkung" am Beispiel Taucha?

Damit eine Trassenvariante das bestehende Verkehrsproblem im Stadtgebiet Taucha lösen kann, muss sie die entsprechende verkehrliche Wirkung aufweisen. Am Beispiel Taucha bedeutet das, dass eine Lösung einen möglichst großen Teil des aktuell durch die Stadt fließenden Verkehrs aufnimmt und zu einer spürbaren verkehrlichen Entlastung in Taucha führt. Andernfalls wäre das zentrale Ziel der Planung verfehlt worden. Im schlechtesten Fall würden die PKW- und LKW-Fahrer trotz einer neuen Trasse weiterhin die Strecke entlang der bestehenden B 87 bevorzugen.

In der Planungswerkstatt erarbeitete Trassenvarianten sind daher nur in die engere Betrachtung aufgenommen worden, wenn die Prüfung durch die Verkehrsplaner eine ausreichend hohe verkehrliche Wirkung erwarten lässt. 

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Vorteile der bestandsnahen Variante

Eine bestandsnahe Trassenvariante mit einer teilweisen Untertunnelung des Stadtgebiets Taucha ermöglicht dabei voraussichtlich die stärkste verkehrliche Wirkung. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich der komplette Durchgangsverkehr auf die neue Trasse verlagern und die bestehende B 87 nur noch durch den Erschließungsverkehr befahren wird.

Darüber hinaus kann die Variante den bestehenden regionalen Durchgangsverkehr aus nördlicher Richtung (über K7422 aus Richtung Pönitz) aufnehmen, was bei der Südvariante nicht gegeben wäre.

Nachteile der bestandsnahen Variante

Bei einer bestandsnahen Trassenführung ist mit einer sehr hohen Verkehrsbelastung im Bereich der Autobahn-Anschlussstelle Leipzig-Nordost zu rechnen. Bereits heute ist in diesem Bereich die Verkehrsbelastung durch hier zusammenlaufende Verkehrsarten (Durchgangs-, Quell- und Zielverkehr, Gewerbe) sehr hoch. Vor diesem Hintergrund wäre voraussichtlich ein Ausbau der Anschlussstelle notwendig. Ein Ausbau wird jedoch durch das Umspannwerk sowie die parallel zur B 87 verlaufenden Straßenbahnstrecke deutlich erschwert.

Kommentare

Ich wohne im Westen vom Tauch und kann morgens und nachmittags, zum Glück nur vom Fahrrad aus, die Situation an der B87 in Taucha sehen. In den Zeiten von ca. 6:30 bis 7:30 Uhr sowie nachmittags ab 15 bis etwa 17 Uhr ist der Verkehr schlicht nicht erträglich. Weder für die Autofahrer noch für die Anwohner oder jeden anderen Menschen der daran vorbeiläuft – viele Schülerinnen und Schüler. Das man dieses Problem nicht schon vor 20 Jahren hat kommen sehen ist nur schwer vorstellbar. Immerhin verbindet diese Strasse Torgau/Eilenburg mit Leipzig. Das Pendelverkehr zu erwarten ist sollte schon seit langer Zeit klar gewesen sein. Umso unverständlicher, dass das Problem jetzt erst angegangen wird wo doch schon in den 90ern erste Ideen zur Planung der B87n im Gespräch waren. Problem, wie so oft, in die Zukunft verschoben – und die ist jetzt.
Ausserhalb der Berufs-Pendelzeiten erlebe ich den Verkehr nicht als übermäßig strak, eine reine überregionale Verbindungsfunktion erfüllt die B87 aktuell. Allerdings kann sie den Pendelverkehr von Richtung Torgau/Eilenburg und Taucha selbst nach Leipzig und in die andere Richtung nicht bewerkstelligen.
Als Lösung eine 4 Spurige Strasse durch ein Naturschutzgebiet zu bauen kann ich nicht akzeptieren und kann in Zeiten von fortgeschrittenem Raubbau an der Natur, Klimawandel, Massensterben von Flora und Fauna, Landschaftsversiegelung usw. usf. auch nicht ernst gemeint sein. Nicht nur das Naturschutzgebiet würde zerstört werden, auch ökologisch wirtschaftende Betriebe östlich von Taucha wären stark in ihrer Existenz gefährdet. Stelzen, Trog oder Tunnellösungen zur Minimierung von Landschaftseingriffen kann ich nicht als Argumente pro „Südvariante“ ernstnehmen. Alleine um diese „Lösungen“ zu realisieren wären massive Eingriffe in die Natur notwendig.
Völlig ohne Erwähnung und in Zusammenhang gebracht ist bisher der Ausbau und die Verbesserung der ÖPNV!? Warum eigentlich? Berufspendler könnten auch mit dem Zug oder Bus fahren – wenn diese entsprechend Attraktiv zur Verfügung stehen würden was aber leider nicht der Fall ist. Zu den Stoßzeiten fahren zu wenige und zu kleine Bahnen. Busverbindungen sind schlecht getaktet. Die Preise sind zu hoch. Es existiert kein Pendlerticket es sei denn, die Arbeitgeber bieten eines an. Dieses ist aber dennoch – vor allem im Vergleich mit anderen Großstadtregionen – zu teuer. Am Ende muss es nicht nur darum gehen, Verkehr und Emissionen zu verlagern (in ein Naturschutzgebiet?) sondern zu verringern!
Es kann in diesem Prozess auch nicht Ziel sein, die Bewohner von Taucha dahingehend zu spalten, dass den Bewohnern im Zentrum, Norden und Südwesten der Stadt die „Südvariante“ als „beste Alternative“ schmackhaft gemacht wird weil, ja, auf den 1. Blick wird der Verkehr aus dem Bereich verlagert. Auf den 2. Blick aber verliert die gesamte Region ein Naturschutzgebiet und ein Naherholungsgebiet (Püchauer Strasse) welches von vielen Menschen gerne genutzt wird. Und diese wohnen nicht nur im Osten von Taucha und in Sehlis.
Hinzu kommt: bringt die „Südvariante“ überhaupt eine Verkehrsentlastung für Taucha? Als Vorteile der „Südvariante“ wird eine deutliche Verkehrsentlastung des Stadtgebiets aufgeführt. Als Nachteile der „Südvariante“: „Eine Entlastung Tauchas vom Durchgangsverkehr würde damit nur teilweise erreicht.“ – Was denn nun? Wie es bei einer realisierten „Südvariante“ dann auf der B6 aussieht…? Anstatt in Taucha stehen die Pendler dann irgendwo bei Panitzsch im Stau.
Eine verkehrsnahe Lösung, die lange Untertunnelung von Taucha, bei der das FFH-Gebiet zwischen Graßdorfer Str. und Glockentiefe nicht „geopfert“ werden muss erscheint als (von den zwei Varianten!) die sinnvollere Lösung – ökologisch und von der verkehrlichen Wirkung. An der Verbesserung des ÖPNV muss parallel gearbeitet werden und ist zwingend mit in den Dialog aufzunehmen.

TAUCHA für den LKW Verkehr über 7,5 Tonnen in Stoßzeiten teilweise sperren und über ein Verkehrsleitsystem auf die vorhandenen Straßen B87 und B2 der A 14 zuleiten und über die S4 zur A9 ( Mitteldeutschland/Lausitz).
Alle Straßen sind VORHANDEN!!!

Ein bestandsnaher Ausbau wird die gewünschte verkehrslenkende Wirkung zeitigen. Die B87 ist hinter Taucha gut ausgebaut und vergleichsweise wenig frequentiert. Es kann ein erhöhter Verkehrsfluss aufgenommen werden. Detail zur Anbindung, beispielsweise an die BAB 14 lassen sich in der weiteren Planung erörtern und lösen.

Wenn Sie mit“gut ausgebaut“ meinen, dass die Straße geteert ist , haben Sie Recht. Ansonsten erfüllt die Straße die Anforderungen an eine leistungsfähige Fernverkehrsstraße gar nicht. Sie schlängelt sich in teilweise 90 Grad-Kurven durch Jesewitz und Gordemitz, kreuzt etliche Nebenstraßen und einen Fußgängerüberweg, der vom Wohngebiet zur naheliegenden Grundschule führt. Diese Straße noch stärker zu frequentieren, führt hier jedenfalls zum Kollaps.

Anfangs wurden Tunnel und U-Bahnen häufig als teuer, nicht machbar und unsinnig verschrieen. Wenn sie aber erst einmal da sind, ist man froh darüber. Und 10 Jahre später fragt man sich, wieso da jemals jemand dagegen war. So wird es auch mit der Taucher Untertunnelung sein. Nur diese wird die gewünschte verkehrliche Wirkung bei gleichzeitigem Schutz von Mensch und Natur entfalten.

Die Südvariante erfüllt das nicht nicht. Gründe:

- Bereits jetzt ist die B6 an der Anschlussstelle Leipzig Ost häufig verstopft und es kommt zu Staus. Eine Aufnahme des zusätzlichen Verkehrs der B87 wird nicht sinnvoll möglich sein.
- Auch mit Südvariante würde weiterhin der Verkehr entlang der alten Streckenführung beträchtlich sein, denn um den zu erwartenden extremen Staus an der B6 zu entkommen, würde man zwangsläufig wieder auf die Ortdurchfahrung durch Taucha ausweichen.
- Mit der Südvariante werden die angestrebten Ziele nicht erreicht. Mehr Staus, mehr Emissionen und mehr Lärm wären die Folge. Der Ortskern von Taucha wird weiterhin hochfrequent durchfahren und zusätzlich hätte man die einzigartige Parthenaue zerstört und den Ortsteil Panitzsch gleich in drei große Straßen eingekesselt (A14, B6, B87n).

Fazit: Tunnel durch Taucha ist die beste und nachhaltige Lösung. Wir sollten langfristig denken.

Der Schutz der Parthenaue sollte allerhöchste Priorität besitzen! Man kann nicht nur von Klimaschutz reden, sondern muss entsprechend handeln. Es können und dürfen keine weiteren großen Flächen versiegelt werden. Daher empfiehlt es sich, die Tunnel- bzw. Trogvariante zu wählen, denn somit bräuchten nur die bereits bestehenden Straßen verbreitert werden und größere Eingriffe in die Natur würden damit entfallen.

Wenn man ein neue Verkehrsprojekt schaffen will, muss man sich für die beste verkehrliche Wirkung entscheiden. Diese ist hier gegeben. Die Nachteile müssen minimiert werden, aber entscheidend ist doch das Hauptziel.

Wie kann man es in Betracht ziehen eine Bundesstraße direkt durch eine Kleinstadt-"Ökostadt Taucha" verlaufen zu lassen? Wer plant denn so etwas? Was hat das noch mit Lebensqualität zu tun?
Eine Vergrößerung von Verkehrsflächen kann weder einen wirtschaftlichen noch einen ökologischen Bestand haben. Ein weiterer infrastruktureller Ausbau in Taucha erhöht nur weiter das zunehmende Verkehrsaufkommen und belastet zudem noch unsere Stadt! Schlimm genug, dass in den letzten Jahren alles zunehmend vollgebaut wurde... immer mehr Menschen... immer mehr Lebensraum in Form von Wohnungen/ Häusern/ Schulen wurden geschaffen - sämtliche Grünflächen in Taucha wurden somit abgeholzt um bebaut zu werden und jetzt noch eine Bundesstraße??? Wie soll man sich denn hier noch wohlfühlen... das hat nichts mehr mit Heimat und grüner Kleinstadt zu tun... klein Leipzig lässt grüßen... einfach furchtbar!!!
Es ist kurzsichtig von den Planern das Gesamtgefüge nicht zu betrachten, sondern das Verkehrsnetz als Einzelnes. Es muss nach anderen Lösungen seitens der Politik gesucht werden um das immer mehr werdende massive Verkehrsaufkommen zu stoppen! Umgehungsstraßen müssen notfalls fernab von Wohnraum geschaffen werden aber nicht durch eine Kleinstadt hindurch wo Menschen wohnen und täglich durch Abgase und Verkehrslärm belästigt werden.

Der Vorteil der bestandsnahen Variante ist zweifelsohne die bereits beschriebene Kapazitätsmenge. Der Ausbau des Knotens zur A14 ist möglich und sollte genauer untersucht werden. Hier kann eine Entzerrung der befürchteten Verdichtung des Verkehrs durch teilweise Verlegung der Anschlussstelle und Etablierung eines suffizienten Kreisverkehr zur Problemlösung planerische Abhilfe schaffen. Weiter ist bei großen verkehrsplanerischen Maßnahmen immer eine Trassenbündelung zu prüfen. Ob wirklich ein kostspieliges Tunnelbauwerk benötigt wird darf bezweifelt werden.

Die Vorteile der nördlichen Variante ist die nachhaltige Verkehrsentlastung. Die befürchtete Verdichtung im Bereich der Anschlußstelle A14 kann man durch teilweise Verlegung und gleichzeitige Etablierung eines suffizienten Kreisverkehr begegnen. Im weiteren Verlauf ist die Trassenbündelung parallel zur Bahn vorzuziehen. Ein Tunnelbauwerk ist zwar kostspielig, wird aber auf lange Zeit allen Beteiligten am gerechtesten und die unterschiedlichen Schutzgüter am wenigsten betreffen.

Die Vorteile der bestandsnahen Variante gegenüber der Südvariante überwiegen und würde die stärkste verkehrliche Wirkung erzeugen.

Den wachsenden Verkehr in Taucha, auch durch ständig dazukommende Bauerschließungen, wird eine Südvariante nicht entlasten. Diesbez. Kommentare sind genügend vorhanden. Von der "Tauchaer Erklärung" ist nicht abzurücken! Die "Klimaanlage Leipzigs",Die Parthenaue, ist ein zu hohes Gut, um es durch durch weitere Trassen zu zerstören. "Billig" oder "rücksichtslos" Planende sollten vorsichtig sein!Die Klagen und der Protest wird sicherlich auch sehr teuer. Wer verhindert in diesem Staat permanent den Schwerlastverkehr sinnvoll auf die Schiene zu bringen? Die Bahn ist im Staatsbesitz. DEGES plant nur Fernstrassen.

Ich wohne in der Gutenbergsiedlung. Die momentane Verkehrssituation ist kaum zu ertragen. Man kommt weder aus der Siedlung noch hinein. Auch am Wochenende stehen hier die Autos mit laufendem Motor. Der Autolärm und die Abgase sind sehr belastend. Auch Nachts kann man kaum schlafen, denn der LKW -Verkehr reißt nicht ab. Eine Erholung von der Arbeit , Nachmittags im Garten sitzen, Nachts in Ruhe schlafen momentan nicht möglich. Wenn ich mir vorstelle, noch mehr Verkehr vor die Nase zu bekommen und den Baulärm ertragen zu müssen: HILFE!!!
Warum ist eigentlich die Nordvariante vom Tisch? Den LKW-Verkehr über 7,5 t durch Taucha sperren und auf die BMW-Allee leiten.

Genau deshalb muss der Tunnel her, mit ihm müssen die Bauherren strenge Auflagen zum Lärmschutz erfüllen, die es jetzt auch für Ihre Siedlung gar nicht gibt. Im Zusammenhang mit dem Bau kann der weiterhin vorhandene Stadtverkehr sinnvoll neu geplant werden, um solche Zustände wie jetzt zu vermeiden. Eine Nordvariante führt viel zu weit an Taucha vorbei. Der Verkehr wird weiter durch ein verkehrlich chaotisch unorganisiertes Taucha fließen. Für Sie wird sich nichts verbessern. Das Geld wurde im Norden investiert.

Die letzten verbliebenen grünen (Naturschutz)und FrischluftGebiete im Norden Leipzigs jetzt mit einer 4-spurigen Straße zu verbauen ist absolut katastrophal und unzumutbar. Eine Sperrung Tauchas für den LKW Verkehr, ein guter Ausbau des Nahverkehrsnetzes (viel engere Taktung der Buslinien, gute Abstimmung von Bus und S-Bahn) und ein guter Ausbau des Fahrradwegenetzes wären wirklich nachhaltige Maßnahmen in die richtige Richtung. Diese Maßnahmen in Kombination mit der Tunnelvariante werden zu einer wirklichen verkehrstechnischen Entlastung Tauchas führen !!!
Langfristig muss der Nahverkehr viel preisgünstiger werden, der Güterverkehr zurück auf die Schienen und das unsinnige Hin- und Herfahren von z.B. Lebensmitteln quer durch Europa aufhören. Unzählige neue Straßen, eine verbaute Landschaft, sinkende Lebensqualität das kann doch niemand wollen !!!!

Das Hauptziel muss sein, den Durchgangsverkehr aus der Stadt Taucha zu bekommen und dabei die Gewohnheiten und Vorlieben der Fahrzeugführer zu berücksichtigen. Deshalb kann nur die verkehrlich beste Lösung gewählt werden.

Ich finde, dass die bestandsnahe Variante mit Tunnel gegenüber der Südvariante die deutlich bessere Lösung ist. Wie von anderen erwähnt würden die Verkehrsteilnehmer die aus Richtung Leipzig von der A14 kommen, mit Sicherheit weiterhin in Taucha von der Autobahn abfahren und nicht erst bis zur Abfahrt Leipzig Ost, um dann gefühlt wieder zurückzufahren. Und auch würde die Kanalisierung der B6 und B87 an der Abfahrtsstelle Leipzig Ost verkehrstechnisch schwierig sein, da es dann dort zu einen noch immens stärkeren Verkehrsaufkommen kommen würde, als es jetzt schon ist. Ein wieteres Argument ist ganz klar der Klimaschutz. Der Schutz der Parthenaue muss allerhöchste Priorität besitzen! Es können und dürfen keine weiteren großen Flächen versiegelt werden. Ein weiterer großer Vorteil der bestandsnahen Lösung ist die nachhaltige Verkehrsentlastung. Die befürchtete Verdichtung im Bereich der Anschlußstelle A14 kann man durch teilweise Verlegung und geeigneten Ausbau verhindern.

Warum wird als Alternative zu einem Strßentunnel nicht eine Hochstraße über der Trasse der Deutschen Bahn diskutiert. Im Vergleich zur Tunnellösung wären die Kosten geringer und überschaubarer sowie die Planfeststellung bzw. Projektrealisierung schneller als bei der Tunnelvariante.
In den vorherigen Kommentaren wurde oft auf Beispiele anderer Großstädte verwiesen. Meiner Meinung nach ist eine Hochstraße über der Bahn eine echte Lösung, um unter den gegebenen Randbedingungen eine schnelle und kosteneffiziente Lösung zu finden.
Durch die vorhandene Bahntrasse sind alle aufkommenden Themen bereits gelöst (bis auf die Abstimmung mit der DB AG):
Lärm => Lärmschutzwände, die für Bahntrasse sowieso benötigt werden
Natur => Einschnitt in das Gelände existiert bereits

Bei meinem täglichen Weg mit dem Fahrrad von Taucha zum Torgauer Platz fahre ich am Markt auf die Leipziger Straße und weiter die Torgauer entlang. Hierbei fallen mit zwei Verkehrshotspots auf. Auf Platz Eins ist die Kreuzung Grasdorfer/Leipziger zu nennen, darauf folgt die Kreuzung der Leipziger/Otto-Schmidt. Zum Stau kommt es dort in meinen Augen insbesondere dadurch, dass die der Leipziger Straße untergeordneten Straßen viel Verkehr auf die B87 führen. Desweiten spielt die Baustelle am S-Bahnhof und die damit verbundenen Straßenumleitungen eine große Rolle für die Staus an den beiden Ampeln. Letzteres wird sich vermutlich nach Abschluss der Baustelle und der Freigabe des Tunnels entschärfen. Ersteres würde nach meiner Einschätzung insbesondere durch eine bestandsnahe Weiterentwicklung der B87 zu entschärfen sein. Angenommen die Menschen, welche an den Kreuzungen Otto-Schmidt und Grasdorfer auf die B87 fahren, würden alle auf die Südvariante an der Anschlusstelle B6 auffahren, hätte dies sicherlich einen verkehrslichen Kollaps zur Folge.
Die bestandsnahe Variante würde für die derzeitgen Nutzer*innen der B87 die höchste Attraktivität bieten, da keine Umwege in Kauf genommen werden müssten.

Die Südvariante ist schneller zu realisieren und bündelt den Verkehr aus dem Raum Dresden, Chemnitz. Die Eingriffe in die Natur sind begrenzt und mit Ausgleichsmaßnahmen überwiegen die Vorteile. In die Betrachtung ist die Reduzierung der Belastungen für die umliegenden Orte einzubeziehen. Eine Zunahme auf den Nebenstraßen um die Partenaue ist ohne die Südvariante zu erwarten.

Liebe Mitbewohner vom Rest einer einzigartigen Naturlandschaft!
Es ist sicherlich ganz schwierig, den immer mehr zunehmenden Verkehr an der Peripherie an einer zusehends wachsenden Großstadt wie Leipzig zu ertragen. Aber liegt darin nicht genau unsere Crux: die mit genau diesem Wachstum verbundenen Vorteile die wollen wir alle (genießen). Aber Nachteile wie die steigenden Nahverkehrszahlen: dies doch bitte bei dem anderem Anrainer, aber nicht vor meiner Haustür!
Die Planung und laufende Beschlussfassung der Stadt Leipzig sieht vor, dass in spätestens drei bis fünf Jahren alle im östlichen Bereich der Stadt Leipzig noch frei verfügbaren Flächen mit Wohnungen zu bebauen sind. Dann werden die Häuser tatsächlich allflächig bis an die Autobahn reichen. So, wie es schon lange vorhergesagt wurde. Auch diese Menschen brauchen perspektivisch ihre naturell belassenen Rückzugs- / Erholungsgebiete. Die Parthenaue in ihrer heutigen Belassenheit bietet sich hierfür sehr gut an.
Es gibt derzeit eine Jugendliche namens Greta, die uns immer wöchentlich freitags mit vielen weiteren Jugendlichen mahnt, auch deren zukünftigen (naturellen) Erfordernisse nicht zu vergessen. D. h., können wir uns es leisten, weitere für bzw. in der Zukunft landschaftlich wichtige Bereiche zu versiegeln. Und müssen wir nicht endlich begreifen, dass der von uns verursachte Verkehr in den bereits urbanisierten Gebieten auf unterschiedliche Ebenen zu verteilen ist - in welcher baulichen Ausführung bzw. technischen Lösung auch immer. Wir wollen als Menschen die zunehmende Urbanisierung und dann müssen auch die damit verbundenen weniger schönen Dinge, wie eben den Verkehrslärm, in akzeptable innerörtliche Lösungen bringen. Und ein Tunnel wäre doch eine solche durchaus akzeptable Lösung. Und was den Verkehrslärm im westlichen Bereich von Taucha - also die Autobahnanbindung - betrifft: Ist dort tatsächlich ein Wohngebiet und werden somit viele Menschen in ihrer Lebensqualität gestört? Ich sehe diesen Bereich eher als Gewerbegebiet mit Wohnungen. Muss dann nicht in der Konsequenz jeder selber entscheiden, ob er dort Wohnen / Leben oder nicht.
Ich möchte daran appellieren, die Parthenlandschaft nicht noch mehr mit baulichen Anlagen zu zerschneiden und zu versiegeln. Wir - und vor allem die nächsten heranwachsenden Generationen - bekommen sie so nicht wieder zurück. Denn eigentlich steht doch immer nur in Märchen: Es war einmal. Lasst uns die Parthenaue nicht zum Märchen werden!

Sehr geehrte Planer und Projektverantwortliche!
Es gibt bei jedem Bauvorhaben so etwas wie eine ingenieurtechnische Verantwortung. Diese verpflichtet uns eines entsprechenden Weitblickes (dafür haben wir u. a. einmal studiert). Diesen mahne ich - vor allem Namen der heranwachsenden Generationen - hiermit an. Was meine ich damit: Ausgehend von den uns bekannten Grundsätzen der Industriellen Revolution im heutigen Stadium 4.0 sollten sich in den kommenden zehn Jahren - also bis Baubeginn - die Kosten für einen Tunnelbau um mindestens die Hälfte reduzieren. Oder geht hier die Bauindustrie wieder einmal ihren eigenen Weg - völlig losgelöst von allen anderen wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten? Hier setze auf Ihre ingenieurtechnische Fähigkeiten, die sich aktuell schnell entwickelnden neuen Technologien und die damit verbundenen Effizienzen auf die Tunnellösung zu fokussieren und diese damit quasi auch für dieses konkrete Projekt salonfähig zu machen.

Und liebe Tauchaer:
Jede wichtige Stadt auf dieser Welt hat mindestens einen (Verkehrs)-Tunnel. Seht´s doch auch ´mal bitte von der Seite!

Macht etwas Vernünftiges aus dem Projekt, DZ.

Viele möchte gerne autofahren und sich durch LKW beliefern lassen, ander wollen das nicht, aber können trotzdem nicht verhindern, daß LKW fahren, in jedem Fall soll das aber verständlicherweise nicht vor der eigenen Haustür stattfinden.
In der Stadtplanung kommt man dem am Wunsch nächsten, wenn man die Aktivitäten räumlich zusammenfaßt und voneinander trennt.
D.h. dass man Gebiete für Gewerbe und Verkehr zusammenfaßt und Gebiete für Wohnen und Erholung.
Die Südvarianten verbauen Taucha diese Option.

Neben oder anstelle einer neuen oder ausgebauten Trasse gibt es weitere Lösungen zur Optimierung von Engstellen, sie müssen zugleich mit in die Betrachtung aufgenommen werden. Die derzeit bestehenden Anschlüssen, wirken als Nadelöhr: Der morgendliche Zustrom in Richtung Autobahn und Stadt Leipzig und der nachmittägliche Abstrom in Richtung Peripherie staut sich an Stellen, wo die Autobahn B2, B87 und B6 kreuzt (letztere beiden sind mir leidvoll aus eigener Erfahrung bekannt). Diese Situation kann deutlich verbessert werden, indem mehrerer Maßnahmen in Kombination umgesetzt werden. Dadurch kann der Verkehr besser fließen, weil zeitgleich mehr attraktive Wege zur Verfügung stehen. Mehr, dichter beieinander liegende, gut angebundene und gut ausgebaute Autobahnanschlüsse/Zufahrten nach Leipzig: Plaußig/A14/Stralsunder Straße, Tauchaer Straße (Portitz)/A14/Thekla, A14/Heiterblick/Heiterblickallee, Sommerfelder Straße (Taucha)/B6/(A14), Althen/A14/Engelsdorf, Hirschfeld/A14/Kleinpösna

Das ist verkehrstechnisch unmöglich und nicht genehmigungsfähig. Man würde z.B. entsprechend lange Abfahrten und Auffahrten planen müssen, die dann schon in die Bereiche der vorhandenen Anschlussstellen eingreifen.

Die höchste verkehrliche Wirkung bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt spricht bei den zwei hier diskutierten Varianten eindeutig für die bestandsnahe Variante. Diese erfordert aber einen Lärmschutz, der die Belastung der Anwohner nicht wieder erhöht, sondern möglichst senkt.

Die Begründung wird hinreichend in der Stellungnahme der BI "Keine B 87n durch Taucha gegeben.

Siehe Argumente der BI zum Erhalt des FFH Parthenaue.

Neben oder anstelle einer neuen oder ausgebauten Trasse gibt es weitere Lösungen zur Optimierung von Engstellen, sie müssen zugleich mit in die Betrachtung aufgenommen werden. Die derzeit bestehenden Anschlüssen, wirken als Nadelöhr: Der morgendliche Zustrom in Richtung Autobahn und Stadt Leipzig und der nachmittägliche Abstrom in Richtung Peripherie staut sich an Stellen, wo die Autobahn B2, B87 und B6 kreuzt (letztere beiden sind mir leidvoll aus eigener Erfahrung bekannt). Diese Situation kann deutlich verbessert werden, indem mehrerer Maßnahmen in Kombination umgesetzt werden. Dadurch kann der Verkehr besser fließen, weil zeitgleich mehr attraktive Wege zur Verfügung stehen. Mehr, dichter beieinander liegende, gut angebundene und gut ausgebaute Autobahnanschlüsse/Zufahrten nach Leipzig: Plaußig/A14/Stralsunder Straße, Tauchaer Straße (Portitz)/A14/Thekla, A14/Heiterblick/Heiterblickallee, Sommerfelder Straße (Taucha)/B6/(A14), Althen/A14/Engelsdorf, Hirschfeld/A14/Kleinpösna

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