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Was bedeutet "Verkehrliche Wirkung" am Beispiel Taucha?

Damit eine Trassenvariante das bestehende Verkehrsproblem im Stadtgebiet Taucha lösen kann, muss sie die entsprechende verkehrliche Wirkung aufweisen.

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Worum geht’s bei dem Thema?

Die menschliche Gesundheit ist ein wichtiges Schutzgut, welches es bei der Straßenplanung zu berücksichtigen gilt.

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Verkehrliche Wirkung - Südvariante

Was bedeutet „Verkehrliche Wirkung“ am Beispiel Taucha?

Damit eine Trassenvariante das bestehende Verkehrsproblem im Stadtgebiet Taucha lösen kann, muss sie die entsprechende verkehrliche Wirkung aufweisen. Am Beispiel Taucha bedeutet das, dass eine Lösung einen möglichst großen Teil des aktuell durch die Stadt fließenden Verkehrs aufnimmt und zu einer spürbaren verkehrlichen Entlastung in Taucha führt. Andernfalls wäre das zentrale Ziel der Planung verfehlt worden. Im schlechtesten Fall würden die PKW- und LKW-Fahrer trotz einer neuen Trasse weiterhin die Strecke entlang der bestehenden B 87 bevorzugen.

In der Planungswerkstatt erarbeitete Trassenvarianten sind daher nur in die engere Betrachtung aufgenommen worden, wenn die Prüfung durch die Verkehrsplaner eine ausreichend hohe verkehrliche Wirkung erwarten lässt.

Schreiben Sie uns unten auf dieser Seite Ihren Kommentar.

Vorteile der Südvariante

Eine im Süden von Taucha verlaufende Trassenvariante würde eine hohe verkehrliche Wirkung aufweisen und das Stadtgebiet Taucha deutlich vom Verkehr entlasten. Anders als bei einer bestandsnahen Lösung wäre ein leistungsfähiger Ausbau im Bereich der Autobahn-Anschlussstelle Leipzig Ost durch die baulichen Gegebenheiten relativ gut realisierbar.

Nachteile der Südvariante

Eine südliche Trassenführung weist allerdings auch verkehrliche Nachteile auf. Durchgangsverkehre aus nördlicher Richtung (über K7422 aus Richtung Pönitz) würden voraussichtlich in Taucha verbleiben. Dies gilt zum Teil auch für Verkehre aus Jesewitz. Laut der Prognosen der Verkehrsplaner wäre die verkehrliche Wirkung bei der ortsumgehenden Variante im Süden etwas geringer als bei der bestandsnahen Variante. Eine Entlastung Tauchas vom Durchgangsverkehr würde damit nur teilweise erreicht.

Ein weiterer Nachteil besteht in der nötigen Verknüpfung der neuen Trasse mit der bereits verkehrlich hochbelasteten B6, welche bei der bestandsnahen Lösung entfällt.

 

Kommentare

Wieso wird die Südvariante trotz verminderter verkehrtechnischer Wirkung beplant? Eine Nordvariante, trotz klarem Vorgabe im BVWP nicht. Wer ist denn der Auftraggeber der DEGES? Ich dachte der BMVI.

Mal ganz ehrlich, dass hört sich an als hätte ein Fachplaner mal mit einem LKW Fahrern gesprochen oder nur so aus dem Bauch raus, sich Gedanken gemacht.
Ein Hinweis das fundierte Verkehrsstatistiken mit Start - Ziel Betrachtung vorhanden und genutzt wurden erkenne ich nicht. Wen dies der Fall wäre, könnte man Gesamtanzahl und Prozent des Nutzen lesen.
Hinweis an die nun an der Ehre gepackten Fachplaner der DEGES: alles an Daten was ihr habt, auf die Homepage und nicht nur weich formulierte Resumes.

Moderationskommentar

Liebe Dialogteilnehmer,
In der folgenden Kartengallerie finden Sie ergänzende Informationen zum prognostizierten Verkehrsaufkommen der verschiedenen Varianten sowie die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Ortsdurchfahrt Taucha. Diese Informationen wurden auch zur Diskussion im Rahmen der Planungswerkstatt herangezogen.
https://www.b87-im-dialog.de/gallery/verkehrsprognosen-fuer-die-b87-um-t...

Die Südvariante ist kein geeignetes Mittel um die Verkehrsströme besser zu lenken und zu beherrschen. Die notwendige Anbindung an die B6 ist aus den Plänen nicht ersichtlich und wird somit "schleichend" einkalkuliert.
Eine Frechheit und mit der Dummheit der Anwohner und Menschen rechnend ! So kann es nicht gehen!
Diese Pläne sind müssen gestoppt werden!
Natur zerstören, Wertigkeiten der Häuser zerstören, scheinheilige Planungen ... was sollen wir uns noch gefallen lassen?

Eine Verkehrsführung durch Taucha ist klar, aber was meinen Sie denn mit Ortsumgehung?
Statt sich im Ton zu vergreifen und mit Verallgemeinerungen um sich zu werfen könnten Sie doch die Frage an die Planer stellen, ob und wie die Anbindung an die B6 gedacht ist.
Auch das Argument mit der Wertigkeit der Häuser erschließt sich mir nicht. 1. Kann man ein Haus ja auch verkaufen, wenn einem die Umstände nicht mehr passen. Es wird andere geben, die sich gerade etwas aufbauen wollen.
2. Gibt es noch viele andere Anwohner, deren Plan ein anderer war. Zum Beispiel in der Nähe des Flughafens. Und dann fragen Sie mal die 1000 Mitarbeiter, die jede Nacht am Flughafen bei DHL arbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen. Mir meckern bringt uns nicht weiter.

Moderationskommentar

(Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Hinweis seitens der DEGES)
Die Südvariante ist grundsätzlich eine mögliche Variante, um die Planungsziele zu erreichen.:

• Überregionale Verbindungsfunktion zwischen den Oberzentren Leipzig und Frankfurt (O)
• Bedarfsgerechter, bestandsnaher Ausbau in Kombination mit lokaler Verlegung (Neubau)
• Hohe verkehrliche Wirkung (Nutzen / Kosten)
• Entlastung der Ortsdurchfahrten vom Durchgangsverkehr
• Entkopplung von Verbindungs- und Erschließungsfunktion
• Erhöhung der Verkehrssicherheit
Dabei sind den Planungsbeteiligten aus der Planungswerkstatt, den Gutachtern und auch der DEGES durchaus die Konsequenzen und Betroffenheiten klar. Die Vor- und Nachteile hinsichtlich der Eingriffe in Natur und Landschaft, der Betroffenheiten für Menschen und deren Eigentum sowie die verkehrlichen Auswirkungen (hier u.a. die Anbindung an das bestehende Verkehrsnetz z.B. an die B 6) wurden dargestellt.
Die DEGES hofft auf konkrete Hinweise, Anmerkungen und Informationen zu den jeweiligen Themen, um diese im weiteren Planungsprozess berücksichtigen zu können.

Weitere Informationen zu den Planungszielen im Beteiligungsverfahren finden Sie auch bei den Häufigen Fragen unter https://www.b87-im-dialog.de/faq#node-1271

Die beschriebene Darstellung vernachlässigt, dass der Verkehr in Richtung Leipzig auf der B6 nicht sinnvoll abfließen kann, allein schon angesichts zweier Kreuzungen mit der Straßenbahn, die schon heute regelmäßig zu Staus führen. Da erscheint es widersinnig, innerhalb Leipzigs Verkehr von der bis zur Hohentichelnstraße vierspurig ausgebauten Torgauer Straße abzuziehen und auf die Permoserstraße zu verlagern.
Zudem soll gegenüber dem Paunsdorf Center ein weiteres Wohngebiet erschlossen werden, das einerseits für weiteres Verkehrsaufkommen sorgt, aber auch vor der zusätzlichen Verkehsbelastung durch die B87 geschützt werden müsste.

Bei der Durchschneidung von "unberührtem" natürlichem Lebensraum ist zu erwarten, dass es durch ein höheres Vorkommen an Wildwechseln zu Verkehrsunfällen kommen wird (Nähe zum Tresenwald, Felder...).
Eine Lösung von Zäunen entlang der Trasse mit Brücken für die Überquerung durch Wildtiere, zieht neben einer größeren finanziellen auch eine starke Beeinträchtigung der Ökologie nach sich.

Mit dieser Variante wird die einzigartige Partenaue zerstört ! Diejenigen, die sich ernsthaft damit beschäftigen sollten mal einen Spaziergang von Plösitz nach Dewitz/Setlis machen, da würden sie begreifen was dort noch an Flora u d Fauna existiert !
Die Anwohner von Panitzsch und Plösitz müssen jetzt schon den Lärm der B6n ertragen.
Die einzige vernünftige Variante ist der Anschluss über die Nordvariante. Generell könnte man LKW-Verkehr schon von der Permoserstrasse an über die B6n schicken. Dies hatten wir als in Taucha die Entwässerung der Leipziger Strasse im Jahr 2017/2018 gebaut wurde. Und das war verkehrtechnisch eine schöne Zeit.

ZITAT: "Die Teilnehmenden haben sich nicht mehrheitlich dafür ausgesprochen, die südlichen Varianten zu verwerfen. "
Wo ist eigendlich beschrieben, wie die Planungswerkstatt Abstimmungen durchführt? Gibt es eine Geschäftsordung? Muss eine Variante mit einfacher oder zwei/drittel Mehrheit oder einstimmig angenommen oder anderherum abgelehnt werden?
Wo ist die Transparenz zu der oben beschriebene "Abstimmung" der Teilnehmer? Wer hat denn wie abgestimmt? Bitte um Antwort noch vor der Kommunalwahl.
Kann eine per Los und Bürgervertretung überhaupt Mehrheitsentscheidungen treffen oder müsste die nicht einstimmig geschehen?

Moderationskommentar

Vielen Dank für Ihre Rückfrage. In den Planungswerkstätten wurden bislang in der Regel keine Abstimmungen durchgeführt. Kontroverse Punkte werden ausdiskutiert und die Meinungen der Beteiligten eingeholt. Die Teilnehmenden der Planungswerkstatt haben bei der Sitzung im März längere Zeit dazu diskutiert, ob die Vor- und Nachteile der südlichen Variante im Online-Dialog vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden sollten. Auch Kritiker*innen der Südvariante argumentierten dafür, die Südvariante vorzustellen, damit eine Vergleichbarkeit gegeben ist. Nur im Vergleich verschiedener Varianten könnten sich die Einwohner*innen ein Bild von den jeweiligen Vor- und Nachteilen machen.

Die Mitglieder der Planungswerkätten entscheiden letztlich ja auch nicht über eine Variante. Vielmehr geht es darum, dass die Argumente der lokalen Bevölkerung in den Planungsprozess einfließen können. Bei dem Beteiligungsverfahren handelt es sich um eine informelle Beteiligung (in Abgrenzung zu formeller Beteiligung). Eine Geschäftsordnung für die Planungswerkstätten gibt es nicht.

https://www.b87-im-dialog.de/faq/wie-verbindlich-ist-das-ergebnis-des-be...

Da möchte ich zwingend widersprechen. Es wurden eben nicht die Meinungen der Beteiligten eingeholt. Die angrenzende Gemeinde, die von der Südvariante am stärksten betroffen sein sollte wurde gar nicht erst gefragt, geschweigedenn die Vertreter der Stadt für die durch die Zerschneidung Parthenaue eine wichtige Kaltluftentstehungszone zerschnitten wird.

Ein durch Taucha wie schon jahrelang darf es zukünftig nicht mehr geben!
Für die Anwohner der "innerstädtischen Lösung" ist wahrscheinlich seit Jahren das Ertragen von Lärm und Umweltverschmutzung zur selbstverständlichen Pflicht geworden.
Wertigkeiten von Häusern und Wild schützen können da nicht im Vordergrund stehen.
Die Südvariante scheint da die Lösung.

Ihr argumentiet hier dass Ihr den Lärm und die Umweltverschmutzung nicht mehr ertragt und somit soll man die B87 am besten weit von Euch weg schieben, anderen Leuten vor die Nase, die dann den Lärm und die Umweltverschmutzung ertragen sollen. Natürlich argumentiert Ihr so nur aus ökologischen Gründen, keinesfalls eigennützig. Wieso wohnt Ihr denn dort wo ihr jetzt wohnt, mit dem Lärm und der Umweltverschmutzung? Hat Euch jemand gezwungen dort zu wohnen? Gab es die vielbefahrende B87 noch nicht als Ihr nach Taucha gezogen seid? War da bei Eurem Einzug eine grüne, stille Oase und ist der Lärm und die Umweltverschmutzung dann plötzlich über Euch hereingebrochen? Das wäre natürlich dann ein verständlicher Grund für Eure Argumentation! Aber sicher war es so nicht.
Wie würdet Ihr argumentieren wenn Ihr Euch ein Haus im Grünen, also in der Parthenaue, gebaut hättet? Ohne Lärm und ohne Umweltverschmutzung. Und plötzlich will jemand genau vor Eurem Haus im Grünen eine Schnellstraße errichten, weil sie woanders wegen dem Lärm und der Umweltverschmutzung weg soll? Eure Argumentation ist nichts als Heuchelei ...

Die beiden Südvarianten haben nur Nachteile:
a) Verlängerung der B 87n um 1-2 km, dh. höhere Baukosten.
b) Durchschneidung der noch relativ unbelasteten Moränenlandschaft als einzige hügelige Landschaft im Umland von Leipzig, - ein weiterer Natur- und Lebensraum für Wildtiere würde zerschnitten, ebenso wie die Parthenaue.
c) entlang der Siedlungsgebiete Dewitz, Sehlis, Panitzsch, Plösitz Zuführung von Verkehrsbelastungen wie Lärm, Abgase, Verunreinigung mit Rückständen der Verbrennungsmotoren und Reifenabrieb
d) der Verkehr von der B 87 würde zusätzlich zum vorhandenen Verkehr auf der B 6n oder am Dreieck Parthenaue noch eingefädelt werden. Das führt garantiert zum Dauerrückstau auf der B 87. Jetzt hat die B 87 eine "eigene" Auffahrt mit Lpz-NO und schon diese Auffahrt ist stark belastet.
e) Entlang der Bahnlinie haben in Taucha frühere Stadtplaner schon so weit vorgedacht und eine Trasse für Erweiterungen der Bahn oder der Straße frei gehalten von weiterer Bebauung. Hier liegt eindeutig die Vorzugsvariante zur Durchleitung des Verkehr durch Taucha als Tunnellösung, damit die Lärmbelastung für die Tauchaer möglichst gering gehalten wird.

Hinsichtlich der Verlegung der Strasse ins offene Feld sei gesagt, am geplanten Verlauf der Südtrasse befinden sich aktuell 4 Fein- bzw. Wurzelgemüsegärtnereien. Diese Betriebe produzieren auf höchsten biologischen Lebensmittelstandards und liefern frisches Saisongemüse aus der Region an tausende Mitmenschen in Leipzig, Sachsen und Mitteldeutschland. Künftig entsteht eine weitere fünfte Gemüsegärtnerei in der Dewitzer Flur. Diese Verdichtung der Lebensmittelproduzent auf so engen Raum ist einmalig in Deutschland und bietet aktuell das Potential zukünftig umfassende Teile der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen, welche direkt am Ort des Verbrauchs zu produziert wurden. Somit spricht der Ernährungssichtweise betrachtet viel dafür die wertvollen Böden und Heckenraine weiterhin unangetasstet zu lassen. Denn die direkte Aufnahme von Schwermetallen und Plastikpartikeln (Abrieb etc.) über verunreinigte Nahrungsmittel stellt ein ernstzunehmendes Risiko für Gesunderhaltung des Menschen dar. Weiter spricht dagegen, dass mit einem solchen Verlauf der Strasse die jahrzehnte währende Arbeit auf diesem Gebiet, der ökologischen Landwirtschaft mit einem Fahrbahnstrich durch die Flur beendet wäre. Und ein nachfolgen Schritt der Modell Stadt Taucha ad absordum erweisen würde, weil hier klar gegen eine nachhaltige Stadtentwicklung geplant worden wäre.

Die Südumgehung hätte große,irreversible Schäden für die Umwelt und das lokale Klima. Das betrifft insbesondere die Zerschneidung der Parthenaue mit Folgen für die Zirkulation der Luft in Flußniederungen bei absehbar steigenden Temperatuen . Des weitern kommt es zur Verletzung des Landschaftsschutzgebietes und zur weiteren Versiegelung von Flächen. Für den ohnehin belasteten Großraum Leipzig sind die Grünen Inseln , wie die Parthenaue und die umgebenden Felder, extrem wichtig. Desweiteren verlagert sich das Verkehrsproblem auf die B6n , die schon jetzt an der Belastungsgrenze ist. Das spüre ich täglich . Eine innerstädtische Lösung als Tunnel ist die beste Variante . Sie ist zwar teuer aber nachhaltig . Sie muß su gebaut werden , dass auch die Taucher damit zufieden sind. Wichtig ist auch die Anbindung an den S- Bahn- Verkehr , die so möglich wird . Wir dürfen nicht alte Fehler wiederholen. Es werden moderne und umweltschonende Verkehrslösungen benötigt . Ein großer Verkehrsknoten B6n , B87n und A14 ist birgt neue Risiken . Auch die Kosten dieses Projektes sind sicher nicht zu unterschätzen, abgesehen von Lärm ! und Feinstaub sowie C02 . Die Umgehungsstraße ist auch länger als die direkte Durchfahrt .
Abschließend noch ein Wort zur Endmoränenlandschaft mit Ihrer wichtigen Bedeutung als Naherholungsbereich, Rückzugsort seltener Tiere ( Fasane ) und Insekten ( dunkler Ameisenwiesenknopfbläuling) und Pflanzen (Trockenwiesen).
Auch der Fluß wird durch Baumaßnahmen Schaden nehmen. Mit der Südvariante ist das Ende dieses Kleinodes der Natur besiegelt. So geht das nicht mehr liebe Planer und Vekehrspolitiker!

Die Infrastruktur Tauchas ist erschöpft! Eine bestandsnahe B87 Variante oder auch eine Tunnelvariante ändern an dieser Tatsache nichts. Eine Kosten-Nutzenrechnung fällt in diesem Falle verherend aus. Viel Geld aus den Taschen der Steuerzahler für wenig Effizienz. Die Südvariante ist die einzig Sinnvolle Option. Die Kosten für einen Tunnelbau sollten die Kosten für Neuanbindungen an bestehende Trassen bei weitem übertreffen wobei anfallende Bauzeiten und deren Auswirkungen auf den Tagesverkehr hier noch nicht einmal berücksichtigt sind. Dem Argument der Endmoränenlandschaft und der Parthenlandschaft ist entgegen zu setzen das oben genannte sehr geringfügig beeinträchtigt werden wobei an sich jedes Alleinstellungsmerkmal dieser Landschaft fehlt. Weiterhin müssten den Landschaftsschutz enteignete Tauchaer Bürger mit dem Verlusst ihrer Immobilien bezahlen, was in keinem Verhältniss zu den hin zu nehmenden Beeinträchtigungen durch eine Südvariante steht. Auch eine Kleinstadt wächst und das muss sie wie alle anderen auch nicht nachh innen sondern nach aussen! Auch in den nächsten Dekaden wird der Verkehr in und um Taucha drastisch zunehmen. Eine kosmetische behandlung des Problems mit eine bestandsnahen Erweiterung der B87 wäre also nicht nur Geldrausschmiss sondern auch nicht Zukunftsfähig!

Mfg,
Tauchaer

Rechnen und Schreiben („verherend“ usw. ... siehe oben) ist offensichtlich nicht jedermanns Sache ... welche Kosten-Nutzen-Rechnung haben Sie denn angestellt, und wie? Mit welcher Begründung ist diese denn verheerend? Die Kosten-Nutzen-Rechnung bezüglich der verschiedenen Varianten werden sicher die Fachleute der DEGES anstellen und diese werden dann zu einem Ergebnis kommen. Bisherige Rechnungen im Rahmen des Raumordnungsverfahrens haben hier schon erste (viel zu niedrige) Zahlen für die Südvariante(n) vorgelegt, offensichtlich kennen Sie diese jedoch nicht.
Und wieso kommen Sie zu der Schlussfolgerung dass ein Tunnel nichts ändern würde? Haben Sie sich ähnliche Tunnellösungen, z.B. in Süddeutschland (München, Stuttgart) angesehen? Wenn ja würden Sie sicher anderer Meinung sein. Man kann aber hier natürlich auch Polemik betreiben und ohne jegliche Sachkenntnis alles mögliche behaupten!

Jedem ist doch klar, dass eine Variante ob Nord -oder Südvariante niemals zu weit von der ursprünglichen Trasse also der B87 abweichen darf. Die jetzige B87 wird genutzt weil sie die schnellste und einzigste Verbindung vom jeweiligen Nutzer zu seinem Zielpunkt ist. Sollte die neue B87n von der alten Streckenführung stark abweichen, dann verpufft der gewünschte Effekt für die Stadt Taucha.......denn die meisten Fahrzeuge würden weiter die alte B87 nehmen. Eine Südvariante kann nicht in Frage kommen! Erstens: Umwelt , Landschaftsschutzgebiet, Endmoränenlandschaft......das ist die Klimaanlage von Leipzig und seinem Umland. Schon aus diesen Gründen kann man die Südvariante nicht umsetzen! Dazu kommen noch : 1. eine B6 die auch schon überlastet ist und praktisch direkt neben der B87n verlaufen würde.....macht keinen Sinn, 2. das Autobahnkreuz Leipzig-Ost und die Zufahrt ins Stadtgebiet Leipzig sind jetzt schon überlastet, 3. will ein Fahrzeug auf der B87 zu seinem Ziel, sei es die Autobahnauffahrt Nordost, die Eisenbahnstraße , das Gewerbegebiet Nordost oder das Stadtzentrum...... so wird er niemals die Südvariante wählen oder eine andere stark abweichende Strecke!

Endmoränenlandschaften definieren sich durch ihre geologischen Eigenheiten und sind für garnix eine Klimaanlage. Sie dient ausschließlich als Ausrede!

... dass das Gebiet östlich von Taucha, Parthenaue und Endmoränenlandschaft als wichtiges Kaltluftentstehungsgebiet für Taucha (und Leipzig) dient. Nachzulesen in verschiedenen Dokumenten, einfach mal googeln. Man kann davor natürlich die Augen verschließen und dieses Argument als Ausrede bezeichnen, trotzdem ist dies ein Fakt auch wenn dies verschiedene Betonköpfe nicht wahrhaben wollen. Lesen bildet ...

"Laut der Prognosen der Verkehrsplaner wäre die verkehrliche Wirkung bei der ortsumgehenden Variante im Süden etwas geringer als bei der bestandsnahen Variante."

Was bedeutet das? Sprechen wir hier von 10, 100, 1000 oder 10.000 KfZ mehr oder weniger? Für eine mündige Meinungsbildung fehlen mir Zahlen (am besten absolut). Dass es sich um Prognosen handelt und diese mit Unsicherheiten belastet sind, ist klar.

Moderationskommentar

(Hierbei handelt es sich um einen Beitrag seitens der DEGES)
Für die Nordvariante sind für den Abschnitt Eilenburg - B2 zwischen 8.500 und 20.000 Kfz/24h für das Jahr 2030 prognostiziert worden. Dabei handelt es sich größtenteils um Verkehre, die von der S4 verlagert werden. Die prognostizierten 20.000 Kfz/24h resultieren aus der Überlagerung der Verkehre aus vorhandener B2 mit der geplanten B87n. Dass diese Variante für die Ortsdurchfahrt von Taucha keine relevante Wirkung erwarten lässt, zeigen die dort prognostizierten Verkehrsmengen, die sich im Bereich von 10.500 – 17.000 Kfz/24h bewegen und damit keine signifikante Verringerungen im Vergleich zum Bestand in Höhe von prognostizierten 15.500 - 19.500 Kfz/24h darstellen. D. h. es sind weiterhin Durchgangsverkehre in Taucha im Zuge der B87 vorhanden und damit das Planungsziel Taucha zu entlasten nicht erreicht.

Für die Südvariante sind für den Abschnitt Eilenburg – B6 zwischen 14.000 und 32.000 Kfz/24h für das Jahr 2030 prognostiziert worden. Für die bestandsnahe Variante im Abschnitt Eilenburg – A14 zwischen 16.000 und 24.000 Kfz/24h. Beim Vergleich dieser Zahlen muss allerdings auch hier beachtet werden, dass es bei der Südvariante zu einer Überlagerung der Verkehre aus vorhandener B6 und geplanter B87n kommt.

Die Entlastungswirkung für die Ortsdurchfahrt (OD) Taucha ist wie beschrieben für die bestandsnahe Variante am günstigsten mit verbleibenden 2.000 - 4.500 Kfz/24h. Für die Südvariante wird der verbleibende Verkehr in der Ortsdurchfahrt Taucha mit 7.500 - 16.000 Kfz/24h prognostiziert.

Ergänzung: In der Kartengallerie finden Sie die hier dargestellten Informationen übersichtlich aufbereitet. Diese Darstellungen wurden auch in der Planungswerkstatt herangezogen und mit den Teilnehmenden diskutiert. https://www.b87-im-dialog.de/gallery/verkehrsprognosen-fuer-die-b87-um-t...

Die Permoserstrasse und weiterführend Adenauerallee in Leipzig kann den Verkehr der über eine der Südvarianten eingeleitet werden soll nicht aufnehmen. Die Permoserstrasse (Paunsdorf / Sellerhausen) ist heute schon überlastet und wird aufgrund der beidseitigen Bebauung, z.B. im Bereich des UFZ und der Kreuzung Ostheimstrasse nicht weiter ausbaubar sein. Im Gegensatz dazu ist die Torgauserstrasse im Verlauf der heutigen B87 (stadtnahe Variante) bereits vierspurig ausgebaut.

-Durch eine kurze Tunnelvariante erreichen wir keine Entlastung für wesentliche Teile der Stadt
-Verkehrsknotenpunkte mitten in der Stadt werden geschaffen
-Deshalb plädiere ich für einen langen Tunnel von dem Standort der ehemaligen Eissporthalle als
geschlossener Trog bis zum Busbahnhof, weiter als Tunnel bis zur Einmündung Graßdorfer Str. und dann wieder als geschlossener Trog bis 100m vor der Ampelkreuzung Pönitzer Dreieck.
Somit können die Kosten minimiert werden

Grundsätzlich habe ich Verständnis sowohl für die Bewohner von Taucha, wenn sie die Nase voll haben von diesem massiven Verkehrsaufkommen in ihrer Stadt, aber auch für die Bewohner der umliegenden Gemeinden, die bereits ebenfalls einer hohen Belastung ausgesetzt sind und nicht auch noch eine weitere Bundesstraße vor ihrer Haustür wollen, daher wäre auch nach meiner Ansicht eine Nordvariante mit den bereits vorhandenen Infrastrukturen und dort ansässigen Gewerbezentren zu favorisieren. Eine Südvariante durch die Parthenaue wäre in jedem Fall eine ökologische Katastrophe. Wohin man auch schaut, werden immer mehr Grünflächen bebaut, die Natur muss immer mehr zurückweichen. Die Begründung, "der Mensch sei wichtiger, als Bäume oder Kröten", kann nicht ernsthaft als Argumentation hervorgebracht werden. Tagtäglich bekommen wir mit, was das für Veränderungen mit sich bringt und die Folgen werden stetig spürbarer und dennoch scheint man nicht daraus zu lernen und weiter alles zu betonieren und zu zerstören. Meines Erachtens nach kann der enorme Zuwachs an Verkehr nur gemildert werden, wenn endlich auch wieder in umliegenden Gemeinden um Leipzig tragfähige, bezahlbare öffentliche Verkehrsmittel/- möglichkeiten angeboten werden, die auch ein kurzfristiges und schnelles Vorankommen nach Leipzig oder andere umliegende Städte ermöglicht. Hier wurde in den letzten Jahren alles zurückgebaut oder kaputt gespart. Anstatt Milliarden für sinnfreie neue Trassen auszugeben, wäre das Geld in diesem Bereich und in die Entwicklung neuer schnellerer Umwelt- und Lärm mindernder Verkehrsmittel sinnvoller angelegt. Der Bau solcher Straßen wird das Problem dauerhaft nicht lösen und nur zum Bau noch weiterer Straßen in diesem Gebiet führen, immer mit der Hoffnung verbunden, den Verkehr irgendwo anders umzuleiten bzw. zu mildern. Diese Gedanken sind aber vollkommen falsch. Leider habe ich aber die große Sorge, dass am Ende eine solche Straße gebaut und es nur Verlierer gibt. Die Verantwortlichen, die solche Projekte entwickeln, werden sich mit Sicherheit nicht wirklich für die Sorgen der Anwohner oder Grundbesitzer interessieren. Eine solche Straße würden sich diese Personen aber selbst natürlich nicht vor ihrer eigenen Haustür planen und bauen. Man kann nur hoffen, dass es noch ein wenig Vernunft gibt und diese Planungen verworfen oder zumindest so sinnvoll geändert werden, dass es für alle Betroffenen möglichst nur geringste Einschnitte geben muss.

Eine Südvariante verlagert den Verkehr lediglich von Taucha auf die umliegenden Ortschaften Sehlis/Plösitz/Panitzsch . Dazu kommt, dass die bereits jetzt sehr stark befahrene B6 keine neue Anbindung "verkraften" würde (Stau).
Ausschlaggebend für ein NEIN zur Südvariante, ist die Landschaft der Parthenaue. Es sollte sich einmal die Zeit genommen werden, um auf den Kirchberg zu gehen und Richtung Taucha zu sehen. Dieses Bild existiert dann bei einer neuen B87 n durch die Parthenaue nicht mehr. Die Natur wäre unwiederbringlich zerstört.
Lärm, Umweltverschmutzung auf andere Orte zu verlagern, ist für mich der falsche Weg.
Ein Tunnel durch Taucha ist machbar, auch wenn dieser vielleicht kostenintensiver ist. Andere Städte in Deutschland haben auch diese Variante gewählt. Dieses Geld der Steuerzahler ist bei dieser Tunnelvariante gut angelegt, zumal die Anbindung an Autobahn A14 und mehrspurige Straße Richtung Leipzig bereits gegeben ist .

Ich finde es eine Schande noch jedes kleine Stück Natur was wir haben immer weiter zuzupflastern um den Komfort der Menschen zu fördern.
Bei der Südvariante wird nicht nur ein Stück der schönen Parthenaue zerstört, es geht auch um den Verlust langwirtschaftlichen Flächen in der Umgebung.
Da es aktuell genügend Verbindungsstraßen gibt, wird der Verkehr der Taucha wirklich umfahren will, diese Straßen schon nutzen. Durch die Umgehung wird sich also nichts ändern.

Ist dies wirklich die Lösung des Problems oder nur eine Verlagerung?
Mit dem heutigen Wissen sollte ein Strassenneubau gar keine Option sein, noch dazu durch ein Landschaftsschutzgebiet , da lässt sich nichts schön reden.
Sicher ist zu prüfen ob die vorhandene Verkehrsinfrastruktur verbessert werden kann (ehrlich, wer würde von Osten kommend nach Süden fahren um nach Leipzig oder zu den gut ausgebauten Industriestandorten, einschließlich DHL, im Norden zu kommen?)
Mit Blick in die Zukunft vorhandener Ressourcen und Co2 Ausstoss ist meines Erachtens nach Vordegründig die Optimierung des Nah- und Güterverkehrs eine entlastende Lösung.

NEIN !!!
Es wird durch diese Variante einzigartiger Lebensraum der sowieso schon wenig bestehenden Tierarten zerstört ! Ebenso werden unzählige Flächen an fruchtbarem Land mit einem Asphaltungethüm getaucht !! Wo bitte besteht darin ein Nutzen der Bürger ?
Es entsteht eine erhöhte Lärmbelästigung und es wird eine wunderschöne Landschaft zerstört !
Wer Bitte möchte den so eine Straße mit Autobahncharakter vor seiner Haustüre ?? KEINER!!
Ebenso würde es Taucha und Umgebung nichts bringen, da lediglich das hohe Verkehrsaufkommen verschoben anstatt beseitigt wird!!

Langsam sollte mal jeder verstanden haben dass wir weniger bebaute Flächen brauchen und nicht immer mehr. Also andere Lösungen finden mit einem realen Blick auf unsere Zukunft ohne CO2 Ausstoß!

Warum wird nicht die Tunelvariante durch Taucha geprüft und offengelegt dies ist mit Sicherheit die beste Lösung für Mensch und Natur

Ich wohne im Westen vom Tauch und kann morgens und nachmittags, zum Glück nur vom Fahrrad aus, die Situation an der B87 in Taucha sehen. In den Zeiten von ca. 6:30 bis 7:30 Uhr sowie nachmittags ab 15 bis etwa 17 Uhr ist der Verkehr schlicht nicht erträglich. Weder für die Autofahrer noch für die Anwohner oder jeden anderen Menschen der daran vorbeiläuft – viele Schülerinnen und Schüler. Das man dieses Problem nicht schon vor 20 Jahren hat kommen sehen ist nur schwer vorstellbar. Immerhin verbindet diese Strasse Torgau/Eilenburg mit Leipzig. Das Pendelverkehr zu erwarten ist sollte schon seit langer Zeit klar gewesen sein. Umso unverständlicher, dass das Problem jetzt erst angegangen wird wo doch schon in den 90ern erste Ideen zur Planung der B87n im Gespräch waren. Problem, wie so oft, in die Zukunft verschoben – und die ist jetzt.
Ausserhalb der Berufs-Pendelzeiten erlebe ich den Verkehr nicht als übermäßig strak, eine reine überregionale Verbindungsfunktion erfüllt die B87 aktuell. Allerdings kann sie den Pendelverkehr von Richtung Torgau/Eilenburg und Taucha selbst nach Leipzig und in die andere Richtung nicht bewerkstelligen.
Als Lösung eine 4 Spurige Strasse durch ein Naturschutzgebiet zu bauen kann ich nicht akzeptieren und kann in Zeiten von fortgeschrittenem Raubbau an der Natur, Klimawandel, Massensterben von Flora und Fauna, Landschaftsversiegelung usw. usf. auch nicht ernst gemeint sein. Nicht nur das Naturschutzgebiet würde zerstört werden, auch ökologisch wirtschaftende Betriebe östlich von Taucha wären stark in ihrer Existenz gefährdet. Stelzen, Trog oder Tunnellösungen zur Minimierung von Landschaftseingriffen kann ich nicht als Argumente pro „Südvariante“ ernstnehmen. Alleine um diese „Lösungen“ zu realisieren wären massive Eingriffe in die Natur notwendig.
Völlig ohne Erwähnung und in Zusammenhang gebracht ist bisher der Ausbau und die Verbesserung der ÖPNV!? Warum eigentlich? Berufspendler könnten auch mit dem Zug oder Bus fahren – wenn diese entsprechend Attraktiv zur Verfügung stehen würden was aber leider nicht der Fall ist. Zu den Stoßzeiten fahren zu wenige und zu kleine Bahnen. Busverbindungen sind schlecht getaktet. Die Preise sind zu hoch. Es existiert kein Pendlerticket es sei denn, die Arbeitgeber bieten eines an. Dieses ist aber dennoch – vor allem im Vergleich mit anderen Großstadtregionen – zu teuer. Am Ende muss es nicht nur darum gehen, Verkehr und Emissionen zu verlagern (in ein Naturschutzgebiet?) sondern zu verringern!
Es kann in diesem Prozess auch nicht Ziel sein, die Bewohner von Taucha dahingehend zu spalten, dass den Bewohnern im Zentrum, Norden und Südwesten der Stadt die „Südvariante“ als „beste Alternative“ schmackhaft gemacht wird weil, ja, auf den 1. Blick wird der Verkehr aus dem Bereich verlagert. Auf den 2. Blick aber verliert die gesamte Region ein Naturschutzgebiet und ein Naherholungsgebiet (Püchauer Strasse) welches von vielen Menschen gerne genutzt wird. Und diese wohnen nicht nur im Osten von Taucha und in Sehlis.
Hinzu kommt: bringt die „Südvariante“ überhaupt eine Verkehrsentlastung für Taucha? Als Vorteile der „Südvariante“ wird eine deutliche Verkehrsentlastung des Stadtgebiets aufgeführt. Als Nachteile der „Südvariante“: „Eine Entlastung Tauchas vom Durchgangsverkehr würde damit nur teilweise erreicht.“ – Was denn nun? Wie es bei einer realisierten „Südvariante“ dann auf der B6 aussieht…? Anstatt in Taucha stehen die Pendler dann irgendwo bei Panitzsch im Stau.
Eine verkehrsnahe Lösung, die lange Untertunnelung von Taucha, bei der das FFH-Gebiet zwischen Graßdorfer Str. und Glockentiefe nicht „geopfert“ werden muss erscheint als (von den zwei Varianten!) die sinnvollere Lösung – ökologisch und von der verkehrlichen Wirkung. An der Verbesserung des ÖPNV muss parallel gearbeitet werden und ist zwingend mit in den Dialog aufzunehmen.

Was soll das werden? Die Südvariante wurde in der „Tauchaer Erklärung“ vor vielen Jahren recht eindeutig ausgeschlossen. Mir scheint diese ganze Planungwerkstatt nur zum Ziel zu haben diese Variante wieder in die Diskussion zu bringen. Den Menschen soll das Ganze dann als Wille des Bürgers verkauft werden, immerhin hatte er ja die Möglichkeit mit zu gestalten. Das dreiste Vorgehen passt allerdings gut zu dem altertümlichen Verständnis von Mobilität, welches vor Bequemlichkeit nur so strotzt. Um es klar zu sagen, mein Wille ist das nicht!

Das Hauptproblem ist, dass der Verkehr bei der aktuellen Variante an den jeweiligen Ortsausgängen nicht abfließt. Das ist aber, wie im Konzept angedeutet, änderbar. Ja das ist sicher auch etwas komplizierter wegen Straßenbahnen und Autobahnauf- und abfahrten und anderen baulichen Gegebenheiten. Aber muss deswegen ernsthaft eine vierspurige Bundesstraße im wahrsten Sinne des Wortes über die Grüne Wiese geplant werden? Aus den Augen aus dem Sinn? Das diese "Autobahn unter den Bundestraßen" dann auch noch günstiger wäre als gezielte Optimierungen der aktuellen Situation muss auch stark bezweifelt werden. Wenn die verkehrliche Entlastung innerhalb Tauchas vom Konzept der Südvariante selbst schon als sehr eingeschränkt dargestellt wird, ist es doch geradezu absurd darauf aufbauend diese Straße zu planen. Und nur weil man das Ganze mit einer aktuell extra unsinnigen Tunnelvariante vergleicht, macht es die Südvariante nicht besser oder sinnvoll. Man hat sinnvolle Optimierungen mit dem Verkehrszuwächsen in den vergangen Jahren schlicht und ergreifend verschlafen bzw. eingespart. Das gilt es jetzt nachzuholen.

So radikal wie hier von einigen Kommentatoren geschlussfolgert wird, dass aufgrund der zukünftigen Einwohnerzahlentwicklung der Region so eine Straße unumgänglich wäre, schlussfolgere ich das Gegenteil. Mehr Straßen bedeutet weniger Anreize langfristig wirklich nachhaltige und sinnvollere Varianten der Mobilität zu etablieren. Ein großer Teil des Verkehrs müsste, wenn entsprechend attraktive Alternativen existierten, nicht durch Taucha fahren. Die Neugestaltung des S-Bahn-Netzes nach Vollendung des Leipziger Citytunnels vor nunmehr über 5 Jahren oder auch die aktuelle Untertunnelung der Portizer Str. gehen für mich verkehrspolitisch in eine richtige Richtung, können aber auch nur ein Anfang sein. Ausbau des Netzes, kürzere Takte, mehr Beförderungskapaziät insb. zu den Stoßzeiten und attraktive Preise für Pendler sind Themen die angegangen werden sollten. Mit Blick auf die zu erwartende Bauzeit der Umgehung wäre ein positiver Effekt hier auch eher zu erwarten.

Liebes Taucha, besinn dich auf dein Credo und versuch doch mal "Ökologische Modellstadt" zu sein. In letzter Zeit ist da wenig Initiative erkennbar.

Ein kleiner Rundgang an der Parthe zwischen Dewitz und Panitzsch zum Abschalten vom Alltagstrubel, natürliche Stille, nichts Hören außer Vogelgezwitscher und das Rauschen der Blätter im Wind, das Wechselspiel der Jahreszeiten, die Veränderung der Farben im Verlauf eines Tages - so erlebe ich Erholung pur an der Parthenaue! Sie ist eine einzigartige Endmoränenlandschaft, Landschaftsschutzgebiet mit EU-Schutz „Flora Fauna Habitat“ (FFH) und für Leipzig ein wichtiges Kaltluftgebiet.
Aus diesen persönlichen und allgemeinen Gründen wehre ich mich entschieden gegen eine Zerstörung der Parthenaue durch den Bau einer Umgehungsstraße mit Autobahncharakter. Ich unterstütze die Tauchaer Erklärung und alle Initiativen, die sich für den Erhalt des natürlichen Lebensraum Auenlandschaft an der Parthe mit all seiner Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt einsetzen. Jede Verkehrsplanung sollte öffentlichen Nahverkehr und ordentliche Rad- und Fußwege priorisieren!

Bitte nicht so eine „Lösung“ mit der massiv Lebensraum und Lebensqualität zerstört wird. Ich möchte ab demnächst Reittherapeutische Maßnahmen auf dem Reiterhof Sehlis anbieten und der Erholungseffekt der Partheaue, den ich mit kurzen wollte, wäre damit komplett zerstört. Auch meine Freizeit und der Lebensraum unserer und der Wildtiere würde zerstört werden. Sehlis und Dewitz würden auch massiv an Attraktivität und damit an Wirtschaftsfaktoren verlieren.

Das ist keine Lösung! Das wäre der Beginn vom Ende der Parthenaue, des Wildtierbestandes, des wirtschaftlichen Standortes (eben Betriebe aber auch Zuzug) und obendrein völlig sinnlos als Verkehrslösung.

Klares „NEIN“ dazu von mir.

NU

Ich bin in der Landwirtschaftsprojekt im Gemüsebaubetrieb von Maria Bienert und die Bundesstraße den Betrieb ist damit gefährdet‎ und das ist für mich sogar in Berlin wichtig, damit der Betrieb erhalten bleibt und ich weiter mit guten Lebensmitteln versorgt werde. über 1000 Berliner, Hallenser und Leipziger wollen, dass die Südvariante durch die Parthenaue nicht gebaut wird.

Die Südvariante ist für mich keine Option, da sie zum einen durch die Parthenaue (Naturschutzgebiet!) geht und zum anderen Gemüsefelder betroffen sind, von denen ich mein Gemüse beziehe.

Die Südvariante bringt verkehrliches Chaos. Die B6 wird den avisierten Verkehr nicht auffangen können, da sie schon jetzt überlastet ist. Welcher Autofahrer nimmt eine längere Strecke in Kauf, auf der fast immer Stau ist?

Wo ist die rechtliche Grundlage für die Planung der B87n?
Der Bundesverkehrswegeplan sieht für die B 87n keinen vordringlichen Bedarf und gemäß Regionalplan Westsachsen sind die Bereiche östlich von Taucha und um Panitzsch als regionale Grünzüge festgeschrieben, das heißt, sie sind von Bebauung und anderen funktionswidrigen Nutzungen freizuhalten. Die Zerschneidung dieses Kaltluftentstehungsgebietes wird abgelehnt, da ein Ausgleich dieser Funktion nicht möglich ist. Die Niederungsbereiche der Parthe sind wichtige Abflussbahnen dieser Kaltluft bis in das Zentrum von Taucha und der Stadt Leipzig.

Wie kann es sein, dass ein Bürgerdialog nur mit einer Gruppe der betroffenen geführt wird?
Panitzscher und Leipziger nicht eingeladen werden, Pressemitteilungen nur in der LVZ Ausgabe Taucha zu lesen sind? Wir lassen uns die Trasse nicht einfach vor die Tür planen.

Aus welcher Zeit sind die Verkehrszählungen (47000 Kfz in 24 Std.)?
In welcher Planungsphase befinden wir uns?
Wo sind die Gutachten wie UVP zu den Konflikten ?
Darauf möchte ich gern Antworten von der DEGES!

Die kürzeste Reisezeit von Leipzig nach Torgau erreicht man mit der S Bahn!

Mein Fazit
GÜTER auf die SCHIENE und den ÖPNV fördern, dann brauchen wir keine B87n!

Ulrike Leutert, Panitzsch

Wir beklagen die dramatische Abnahme der Insekten mit all ihren Auswirkungen auf die Nahrungskette auch von uns Menschen – dennoch nehmen wir die Vernichtung der Lebensräume in die Planung auf.
Wir beklagen die Verarmung der genetischen Vielfalt beim Rotwild – dennoch nehmen wir die Zerschneidung der Wanderungswege und die damit verbundene weitere Einschränkung des genetischen Austauschs durch Planung einer 4-spurigen unüberwindlichen Trasse in die Planung auf. Schon heute fehlt es in Sachsen an Grünbrücken. Aber geplant sind in absehbarer Zeit auch keine.

Trotz unseres Wissens um all die nachteiligen Auswirkungen auf die Natur planen wir deren weitere Schädigung. Wir sollten es besser wissen und im Interesse nachfolgender Generationen auf bestehenden Trassen planen. Dies schließt Ortsumfahrungen oder auch Tunnel und die Ertüchtigung der Stecken ein.

Gegenwärtig gibt es relativ nah beieinander die Zufahrt über die B2, die B6 und die B87 nach Leipzig. Die Diskussion über eine Bündelung des Verkehrs auf der B2 mit Zuleitung über die S4 ist sehr ruhig geworden. Begründet wird dies mit der fehlenden verkehrliche Entlastung für Taucha. Aktuell wird wieder über die Südvariante mit Einbindung auf die B6 diskutiert. Ich kann mich gut an die Zahlen erinnern, die belegen sollen, dass diese Variante auch keinen Sinn macht, da eine verkehrliche Entlastung nicht gegeben sei.
Problem bei einer Konzentration auf der B6 würde zudem eine deutliche Zunahme der jetzt schon vorhandenen täglichen morgendlichen und abendlichen Staus sein, mit der Folge, dass alles so bleibt wie bisher und der Verkehr durch Taucha rollt. Nur, dass die Straßen in Taucha nicht ausgebaut sind und die Leipziger Straße nach wie vor überlastet bleibt.

Leider wird die derzeitige Diskussion stark überschattet durch die derzeitige Verkehrssituation mit seinen täglichen Dauerstaus und dem Chaos an der Einmündung zur Graßdorfer Straße. Dieses trübt aus meiner Sicht den Blick auf die Möglichkeiten, die sich mit einem Tunnelbau für Taucha ergeben könnten. Argumente, dass es während des Baus eines Tunnels Einschränkungen durch die Bautätigkeit geben kann, kann ich nachvollziehen und will sie nicht in Abrede stellen. Aber das ist eine vorrübergehende Zeit von wenigen Jahren. Ein Tunnel entlastet Taucha für Jahrzehnte - egal, wie sich das Verkehrsaufkommen entwickelt.
Wir haben jetzt die einmalige Chance mit Geldern des Bundes, ohne Belastung für Taucha und seine Bürger, eine nachhaltige Lösung für Taucha zu erhalten. Diese Chance sollten wir nicht versäumen.

Die Südvariante wäre nur gut wenn sie auf Stelzen Gebaut wird da kann das Leben unten weiter gehen das Wild kann auch in Ruhe weiter leben ohne daß es überfahren wird und auf der Brücke Lärmschutz was auch gleich eine Sicherheit für die Vögel mit ist. Ein Tunnel durch Taucha wäre auch zu Kosten intensiv obendrein würde das auch zu lange dauern.
In Richtung Pirna haben sie das auch gut gelöst da ist auch die Natur nicht groß verändert worden und das Leben unter der Straße läuft gut weiter.
Also wir wären für die Südvariante

Sie Südvariante würde an die bereits überlastete B6 angebunden werden. Neben der Zerstörung des einzigartigen intakten Naturraumes käme es aufgrund von Staus, Unfällen etc. zu einer nicht zu vertretenden Umweltbelastung.
Eine verkehrslenkende Wirkung ist mit der Südvariante weder zu erkennen noch zu erwarten.

- Bereits jetzt ist die B6 an der Anschlussstelle Leipzig Ost häufig verstopft und es kommt zu Staus. Eine Aufnahme des zusätzlichen Verkehrs der B87 wird nicht sinnvoll möglich sein.
- Auch mit Südvariante würde weiterhin der Verkehr entlang der alten Streckenführung beträchtlich sein, denn um den zu erwartenden extremen Staus an der B6 zu entkommen, würde man zwangsläufig wieder auf die Ortdurchfahrung durch Taucha ausweichen.
- Fazit: Mit der Südvariante werden die angestrebten Ziele nicht erreicht. Der Ortskern von Taucha wird weiterhin hochfrequent durchfahren und zusätzlich hätte man die einzigartige Parthenaue zerstört und den Ortsteil Panitzsch gleich in drei große Straßen eingekesselt (A14, B6, B87n). Daher kann es nur die Lösung mit der ortsnahen Variante durch Taucha geben. Oder eine Nordvariante.

Oberste Priorität muss es sein, eine maximale Entlastung des Innenstadtbereiches der Stadt Taucha zu den Hauptverkehrszeiten zu erreichen. Das Ziel wird nicht erreicht, wenn der Verkehr in der Südvariante durch die Parthenaue geleitet würde. Der Großteil der Autofahrer wäre nicht bereit eine zusätzliche Wegstrecke von ca. 5km in Kauf zu nehmen, um am Ende auf der bereits heute schon hoch belasteten B6 erneut im Stau zu stehen. Die Südvariante beraubt die Stadt Taucha um die Möglichkeit einer maximalen und effektiven Entlastungswirkung.

Der Schutz des Klimas und der Natur haben höchste gesellschaftliche Priorität bekommen.
Die Zerstörung von Landschaften wird von der Bevölkerung nicht mehr akzeptiert. Es gibt nur eine Lösung : Nutzung der bestehenden Flächen und Ausbau , dass auch die Tauchaer Stadtbewohner einen Vorteil haben. Dazu sollten weniger wichtige , bereits bebaute Flächen durch eine Trog - oder Tunnelvariante genutzt werden. Das kostet viel Geld , ist aber nachhaltig . Wir dürfen die wenigen unverbauten, zusammenhängenden Landschaften in der Umgebung Leipzigs nicht zerstören. Die Südvariante wäre ein schwerer Fehler. Mit dem größten Widerstand der Bevökerung ist zu rechnen.

Kein Geld kann uns die bestehende Natur zurückgeben, nicht weitere Zerstörung vornehmen. Es bleibt kaum Raum für unsere Tiere und was sollen wir den Kindern später zeigen ... Autobahn Straßen ..... nein Natur soll es sein . Diese Variante ist nicht angemessen.

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