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Umweltaspekte - Bestandsnahe Variante

Worum geht’s bei dem Thema?

Mit dem Straßenverkehr sowie auch mit dem Bau neuer Straßen gehen erhebliche Auswirkungen für die Umwelt einher.

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Nutzen und Kosten - Bestandsnahe Variante

Worum geht’s bei dem Thema?

Für die Genehmigungsfähigkeit einer neuen Straße durch das Bundesverkehrsministerium spielt das Verhältnis zwischen dem zu erwartenden Nutzen

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Umweltaspekte - Südvariante

Worum geht’s bei dem Thema?

Mit dem Straßenverkehr sowie auch mit dem Bau neuer Straßen gehen erhebliche Auswirkungen für die Umwelt einher. In einer gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung wird ermittelt, welche Umweltauswirkungen mit den betrachteten Varianten verbunden sind. Die strengen gesetzlichen Auflagen – zum Beispiel aus der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) – stellen zwar eine Hürde für die Straßenplanung dar, sind jedoch im Sinne des Umweltschutzes unerlässlich.

Neben dem Schutzgut Mensch spielt für das gutachterliche Zulassungsverfahren der Schutz von Tieren, Pflanzen, der biologischen Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft eine entscheidende Rolle. Zu berücksichtigen sind unter anderem die Zerschneidungs- und Barrierewirkungen von neuen Straßen, die Flächeninanspruchnahme hinsichtlich der Versiegelung und Überbauung sowie Schadstoffeinträge und Lärmimmissionen mit sich bringen.

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Vorteile der Südvariante

Aus Umweltgesichtspunkten hat die Südvariante im Vergleich zu einer bestandsnahen Variante keine signifikanten Vorteile.

Nachteile der Südvariante

Die Variante weist folgende Nachteile auf:

  • Flächeninanspruchnahme von Biotopen
  • Zusätzliche Zerschneidung der Landschaft, der Landschaftsschutzgebiete und unzerschnittener, für Tier- und Pflanzenwelt störungsarmer Räume
  • Barrierewirkung der Trasse, Isolation von Lebensräumen, Störung des Biotopverbunds und Beeinträchtigung von Artengruppen
  • Verlauf der Trasse innerhalb eines regionalen Grünzuges (vgl. Regionalplan)
  • Verringerung der Grundwasserneubildung durch Versieglung und Verdichtung im Trassenbereich. Ggf. Beeinträchtigungen des Grundwassers durch stoffliche Emmissionen
  • Zerschneidung von regional bedeutsamen Kaltluftentstehungsgebieten und Gebieten mit sehr hoher Kaltluftproduktion (vgl. Regionalplan)
  • Beeinträchtigung von Landschaftsbildeinheiten und Überformung der Landschaft durch Bauwerke (Störung von wesentlichen Sichtbeziehungen)
  • Der Trassenverlauf wäre nur unter hohen Auflagen (Artenschutzmaßnahmen, umfangreiche Kompensationsmaßnahmen) zulässig

Eine Betroffenheit / Beeinträchtigung des FFH-Gebiets kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Eine Übertragbarkeit der Ergebnisse der FFH-Verträglichkeitsprüfung von 2009 zur damaligen Hauptvariante I - Süd 1 (erhebliche Beeinträchtigungen auf das FFH-Gebiet wurden ausgeschlossen) auf die hier betrachtete Varianten ist unter aktuellen Gesichtspunkten vertieft zu prüfen.

Relevant für die Querungen der Parthe ist nicht nur die Breite der Parthenaue (FFH-Gebiet), sondern auch die in diesem Gebiet befindlichen FFH-Lebensraumtypen (FFH-Gebietsflächen inklusive der  Überschwämmungsgebietsflächen der Parthe).

Die Querung (und ggf. Zerschneidung) des FFH-Gebietes wäre nur unter strengen Auflagen zulässig und würde eine hohe Anforderung an die Genehmigungsfähigkeit stellen.

Kommentare

Bzgl den Umweltaspekten überwiegen die Nachteile, wie bereits sehr gut ausgearbeitet und analysiert, sehr deutlich! Daher ein klares Bekenntnis gegen die Südvariante! Die Umweltaspekte können nicht hoch genug eingeschätzt und bewertet werden. Der Erhalt der Naturlandschaft mit all seinen Tieren und Pflanzen, besonders im Landschaftsschutzgebiet Parthenaue, sollte das oberste Gebot sein. Es leben in der Parthenaue viele verschiedene Tiere (wie der seltene Eisvogel und die seltene Blaue Holzbiene), die es zu schützen gilt. Nicht umsonst ist das Thema Klimaschutz, Naturschutz, Umweltschutz wichtiger denn je. Der Erhalt der Parthenaue ist daher immens wichtig für uns Menschen in Taucha, aber vorallem auch für die heimischen Pflanzen und Tiere. Daher ist aus der Sicht der Umweltaspekte eine Realisierung der Südvariante unverantwortlich! Wir lieben unser Taucha und unsere Parthenaue!

Lasst doch bitte die Parthenaue in Ruhe. Ich habe seit 11 Jahren meine Pferde in sehlis im Stall stehen, wenn uns die ganzen Wiesen genommen werden können unsere Tiere nicht mehr so in ihrer natürlichen Bewegungsfreude gehalten werden. Für mich und für viele andere ist es ein Alltagsausgleich und wir genießen das Gelände und die Ruhe. Auch stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel...
Abgesehen von Lebensraum von geschüzten Tieren und Wiesen die bei Hochwasser ihre Funktion haben

Seit Jahren und Jahrzehnten engagieren sich Menschen aus der Region in Initiativen, Vereinen und Verbänden, um Landschafts- und Naturschutz-Maßnahmen rund um Sehlis zu verwirklichen.
Das sind beispielsweise die Anlage und Pflege von Feldhecken und Streuobstbeständen, der Erhalt von Feldwegen und Feldrainen, Etablieren von Blühflächen und Wildwuchsland.
Diese Elemente sorgen dafür, dass viele Menschen die Parthenaue und Umland als Naherholungsgebiet wahrnehmen. Doch noch viel mehr bieten solche Landschaftsstrukturen für Insekten, Vögel und die paar einheimischen Wild-säugetiere die es hiesig noch gibt. Sie sind der Lebensraum und Nahrungsraum für diese Wildtiere. Und nicht nur das, die vom Menschen angelegten Hecken, Bäume usw. sind auch als Brücken zwischen den einzelnen Elementen, also Wald, Wiese, Hecke... zu sehen. Denn Vielfalt kann nur entstehen, wenn es Schutzgebiete gibt, und diese miteinander in Verbindung stehen. Durch den Straßenbau um Sehlis wäre all das hinfällig. Ob Schutzgebiete dann noch möglich wären steht in Frage, sicher ist, dass es keinen Verbindungsraum mehr geben würde, eine klare Ansage gegen Naturschutz.
Ganz konkret würde die Straße durch die Streuobstwiese und die Feldhecken der Gemüsekooperative 'Rote Beete' führen. Für den Menschen primär: den Gemüseacker zerstören. Weiterhin würde ein Hektar Hecken-Neupflanzungen auf Flächen der Partheland-Stiftung der Straße geopfert.
Die Kulturlandschaft hier im Nordosten von Leipzig, wurde über viele Jahrhunderte langsam herausgebildet. Mittlerweile ist sie ein seltenes Gut im Leipziger Umland, da viele Landschaften erst in vergangenen Jahrzehnten durch Bergbau und deren Renaturierung geschaffen wurden. Die hiesige Kulturlandschaft, mit ihren Landwirtschaftlichen- und Naturschutz-Elementen und alle Initiativen die es für deren Erhalt und Mitgestaltung gibt, sind akut von den Plänen der Bundestraßen-Südvariante bedroht.
Wenn ein Ausbau, dann nur der Ausbau von Naturschutz und Kulturlandschaft, keine Straße Hier, kein Vertreiben Hier!

Die Südvariante wäre für uns als Pensioner im Reiterhof bei Frau Stein in Sehlis ein Grund für einen Auszug aus dem Stall. Und somit auch weg aus der Region. Die Verkleinerung der Koppeln und der Verkehrslärm mit mehr Abgasen wäre für uns nicht akzeptabel um unser Hobby genießen zu können und den Pferden eine schöne und saubere Umgebung zu bieten. Die ruhige Lage mit großen Koppeln waren der Grund warum wir überhaupt die Pferde von Delitzsch nach Sehlis gebracht haben . Der schöne Reiterhof der mit viel Liebe und Pflege für Pferd und Mensch schon viele Jahre geführt wird wäre dann in seiner Existenz gefährdet da nicht nur wir persönlich dort ausziehen würden , sondern auch viele andere Pensioner . Frau Stein hat die letzten Jahre sehr viel Arbeit und Geld investiert um den Stall noch attraktiver zu gestalten wie zum Beispiel der Umbau zur Offenstallhaltung und Bau einer neuen Reithalle. Uns Pferdebesitzer ist es wichtig das es den Pferden an nichts fehlt und es Ihnen gut geht . Dazu gehören keine Abgase durch zu viel Verkehr und kleine Koppeln. Bzw dann auch weniger Ausreitgelände. Je weniger Pensioner in Sehlis umso mehr Umsatzeinbußen auch bei den naheliegenden Futtermittellieferanten und Bauern. Im Fall einer Schließung des Stalls kompletter Umsatzverlust durch Sehliser Reiter, Angehörige und Reitbeteiligungen . Und nicht zu vergessen die betriebsbedingten Kündigungen der Angestellten. Und die Zerstörung der Natur . Zum Punkt. Die Südvariante ist eine ganz schlechte Idee .

Als Pensioner des Pferdestalles in Sehlis, bin ich natürlich gegen die Südvariante eingestellt, da durch die anstehenden Veränderungen ein Verlassen des Hofes die Folge wäre. Es ist unvorstellbar, dass dieses Naturgebiet, wo auch viel Einsatz für die Natur herrscht, insbesondere durch Herrn Bergmann, so zerstört werden soll. Es wird nicht nur ein Betrieb ruiniert, es verlieren auch ca. 200 Menschen ihr „ Biotop ". Mit freundlichen Grüßen, Esther Rudat

IN ZEITEN, IN DENEN KINDER AUF DER STRASSE PROTESTIEREN MÜSSEN, WEIL SIE ANGST UM IHRE ZUKUNFT IN EINER ZERSTÖRTEN UMWELT HABEN, MUTET ES ZIEMLICH HINTERWÄLDLERISCH AN, DASS DURCH EINE INTAKTE NATURLANDSCHAFT EINE NEUE ,GROSSE STRASSE GEBAUT WERDEN SOLL. ZUMAL VOR ZEITEN SCHON EINE ANDERE, FÜR ALLE BETROFFENEN EINIGERMASSEN ZUFRIEDENSTELLENDE LÖSUNG GEFUNDEN WURDE.
SEHR PERSÖNLICH TRIFFT MICH DER NEUE VORSCHLAG DER SÜDVARIANTE, DIE UNSEREN PFERDEN DIE KOPPELN ZERSTÖREN WÜRDE.
ICH PROFITIERE VON DER SEHR GUTEN HALTUNG DER TIERE AUF DEM HOF VON MARIE STEIN.
KRANK UND MAGER KAM MEIN PFERD VOR EINEM JAHR ZU IHR, JETZT ENDLICH KÖNNEN WIR WIEDER GEMEINSAM IN DIE NATUR. DORT KANN ICH MICH VON MEINER VERANTWORTUNGSVOLLEN TÄTIGKEIT ALS ANÄSTHESIESCHWESTER ERHOLEN UND ABSCHALTEN .
ICH PROTESTIERE AUFS ENTSCHIEDENSTE GEGEN DEN VORSCHLAG EINER STRASSENFÜHRUNG DURCH UNSERE KOPPELN,DER LEBENSGRUNDLAGE DES HOFES UND DEM DURCHTRENNEN UNSERER REITWEGE.
DERARTIGE IDEEN KANN MAN NUR AM SCHREIBTISCH ENTWICKELN. WER EINMAL ENTLANG DER PARTHE VOM PFERDERÜCKEN AUS DIE VIELEN DORT LEBENDEN TIERE BEOBACHTET HAT , LIEBT DIESEN LANDSTRICH UND WÜRDE IHN NIEMALS ZERSTÖREN. IST SCHON ZUVIEL KAPUTT IN DIESEM LAND.
EVI TELLE

Moderationskommentar

Liebe Evi Telle,
bitte verzichten Sie auf eine dauerhafte Großschreibung. Dies verleiht Ihren Argumenten nicht mehr Relevanz.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Moderationsteam

Meine Argumente sind stark genug, meine Augen leider nicht. Sie liegen falsch mit ihrer Vermutung! Kümmern sie sich bitte um den Inhalt und nicht um die Form. Danke.

Wieviel Arroganz und Ignoranz gegenüber den Analysen von Hunderttausenden von Wissenschaftlern weltweit zu den bedrohlichen Zuständen unserer Ökosysteme muss man aufbringen, um den seit Jahren bestehenden Konsens zur Streckenführung um eine neuerliche Diskussion auf dem Rücken der betroffenen Tauchaer, Sehhliser u.s.w. anzuzetteln und diese Bürger mit ihren jeweils berechtigten Interessen gegeneinander auszuspielen?
Es geht bei der Parthenaue um ein Naturschutzgebiet von europäischem Rang, und ich erwarte von der DEGES so viel Verstand und Verantwortungsbewußtsein, dieses nicht kleinlichen und kurzlebigen wirtschaftlichen Interessen zu opfern. Wollen Sie wirklich mit dazu beitragen, dass den nachfolgenden Generationen Ihre natürliche Lebensgrundlage entzogen wird?
Die Ergebnisse der aktuellen Europawahl stimmen mich zuversichtlich, dass die jüngere Generation erkannt hat, was auf dem Spiel steht und sich wehren wird. Es sollte Sie, meine Herren von der DEGES, nachdenklich stimmen, wenn unsere Kinder und Enkel Freitags nicht mehr in die Schule gehen, um auf die Fehler ihrer Eltern und Großeltern aufmerksam zu machen. Mit der Diskussion um die Querung (Zerstörung) eines Teils der Parthenaue haben Sie die Tür für einen weiteren Fehler weit aufgemacht.
Hans Telle

Im Sinne dieses Beitrages - der meine volle Zustimmung findet- hatte auch ich gedacht, dass wir schon mal viel weiter waren und die Südvariante(n) nicht mehr zur Diskussion stehen würden. Eine Nordvariante (BMW-Allee) wird aus fadenscheinigen Gründen im Dialog nicht zur Diskussion gestellt. Ich möchte nicht polemisieren , kann mich aber auch des Eindrucks nicht erwehren, dass man durch " Süd oder Trog " ein gegenseitiges Ausspielen Tauchaer Bürger mit ins Kalkül gezogen hat. Lassen wir es nicht dazu kommen und helfen wir verantwortungsbewusst mit , eine zukunftsfähige Lösung zu finden.
Arndt Militzer

Auch wir sagen NEIN zur Südvariante der B87n und fordern deshalb erneut keine Zerschneidung und damit Zerstörung der Parthenaue in der Sehliser, Dewitzer und Panitzscher Flur sowie den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes und des FFH-Gebietes Parthenaue, sowie den Erhalt der Endmoränenlandschaft zwischen Jesewitz und Taucha mit ihrer Artenvielfalt in Flora und Fauna (wie Fischotter und Fledermaus). Daneben müssen überregionale Grünzüge gestärkt, die Kaltluftentstehungsgebiete geschützt und die unzerschnittene Landschaft mit deren Trittsteinfunktion zwischen unterschiedlichen Biotopen erhalten werden. Dazu ist es unerläßlich, dass Licht-, Lärm- und Schadstoffimmissionen in eben diesen geschützten Gebieten vermieden werden. Letztendlich muss die Parthenaue als Naherholungsgebiet der Stadt Taucha erhalten bleiben

Weiterhin muss eine Trassenführung gefunden werden, die keine Existenzen und Lebenswerke (Reiterhof Sehlis, Stiftung Partheland Sehlis, Biobetrieb Bienert, Ökokommune Sehlis etc.) zerstört und die die Lebensqualität der Anwohner in diesen Gebieten nicht mindert.
Dabei ist zu beachten, dass eine Tunnelvariante sicherlich sehr kostenintensiv ist, jedoch in Abwägung der zu erwartenden Ausgleichs-, Schutz- und Ersatzmaßnahmen, die eine Zerschneidung der Auenlandschaft und der angrenzenden Gebiete nach sich ziehen würde, trotz allem wesentliche ökonomische und ökologische Vorteile bietet. Des Weiteren ist zu bedenken, ob die gewünschte Entlastung der angespannten Verkehrslage in Taucha durch die geplante Streckenführung mit Anschluss an die Autobahnauffahrt Leipzig-Ost überhaupt eintreten wird. Für Pendler der Strecke Torgau-Eilenburg-Taucha-Leipzig ist der Umweg rein kilometermäßig völlig unnütz, zumal der Knotenpunkt A14/B6 bereits jetzt zur Hauptverkehrszeit extrem überlastet ist und einem weiteren Verkehrsstrom nicht Stand halten kann.

Wir leben heute in einer Zeit, in der es immer hektischer und stressiger, immer lauter und immer schneller voran geht. Auf der anderen Seite geht derzeit ein Ruck durch unsere Gesellschaft mit einem Bewusstwerden für den ökologischen Umgang mit unserer Erde und den Resourcen, die uns gegeben sind. Hier jedoch soll ein Stück "Paradies" zerstört werden, in dem die Menschen in der Region und darüber hinaus Kraft tanken und Ruhe finden können, was wiederum katastrophale Konsequenzen für uns und unsere nachfolgenden Generationen hätte!!!

Stellt euch diese Lawine vor! 40- Tonner durch das FFH - Gebiet. Das ist wie ein Öltankerunglück in der Parthenaue - unwiederbringlich zerstörter Lebensraum - für IMMER!

Liebe Mitbürger, angesichts der Bedrohung eines Bundesstraßenbaus durch ein so wertvolles Gebiet wie die Parthenaue, wünschen wir uns von der Stadt Taucha ein klares Bekenntnis zu dem, was von unserer natürlichen Umgebung noch geblieben ist. Über die Zerschneidung der Gemeinden, den Kaltluftspeicher, den Artenschutz, die Lärmbelastung, den Grundstückswertverlust, etc. wurde bereits vor sechs Jahren und auch in diesem Portal ALLES GESAGT! Man sollte aber auch endlich anfangen darüber nachzudenken:
Warum eine Familie 2 oder gar 3 Autos benötigt sobald sie 10km außerhalb der Leipziger Stadtgrenze wohnt?
Warum man den inneren Schweinehund nicht überwindet und den Weg in die Stadt nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar mit dem Rad bestreitet?
Warum es in Taucha keine Stadtbusverbindung gibt ?
Die Bürger von Taucha könnten SELBST soviel MEHR TUN, um den Verkehr, über den sich alle so beschweren und an dessen Straßen, über den er rollt, niemand wohnen möchte, geschweige denn leben, zu reduzieren.

Die Südvariante ist aus naturschutzfachlicher Sicht inakzeptable. Die Patheaue ist in diesem Abschnitt FFH Gebiet, eine der letzten zusammenhängenden Landschaften und Kaltluftschneiße für Leipzig. Wir sollten anfangen den Schutz unsere noch verbliebe Natur zu respektieren.

Bitte keine vierspurige Autobahn durch diese einmalige, noch intakte Endmoränenlandschaft. Es gibt nichts schöneres, als die Ruhe bei einem Sonnenaufgang oder die Nebelschwaden über der Parthenaue. Das wäre unwiederbringlich zerstört. In Zeiten von Klimawandel, Erderwärmung und immer mehr Rückgang von Fauna und Flora sollte doch endlich ein Umdenken beginnen, damit die Zukunft unserer Kinder nicht betoniert wird!

Der (kurze) Abschnitt der Parte zwischen Panitzsch und Taucha ist noch relativ unberührt und wird gern zur Erholung genutzt. Eine weitere Unterbrechung durch eine, dann auch noch vierspurige, Straße würde diese Landschaft zerstören und den Erholungswert stark einschränken. Die dammartige Gestaltung der neuen B6 südlich von Panitzsch zeugt davon. Die Landschaft wird zerschnitten, der Lärm breitgetragen.
Unverständlich ist warum die Tauchaer Erklärung von 2013 keine Berücksichtigung mehr findet. Sie ist das Ergebnis umfangreicher Diskussionen und wurde von den Beteiligten unterzeichnet.
Ich wünsche mir dass sie respektiert wird!

Ich spreche mich ganz klar gegen die Südvariante aus. Mit dieser Streckenführung werden Wiesen, Felder und weitere Freiflächen zerschnitten und damit in jeder Hinsicht auch Lebensräume zerstört. Damit meine ich nicht nur Lebensräume von Wildtieren. Sehlis ist ein kleines Dorf, aber neben den Menschen leben hier auch eine große Anzahl an Tieren. Die Koppeln des Reiterhofes Sehlis würden mit der Südvariante mittig durchschnitten. Damit grenzt man den Lebensraum der Pferde ein. Pferde sind Lauftiere und mit einer verkleinerten Fläche gibt es dort auch je Pferd weniger Fläche. Die Konsequenz ist damit entweder eine Minderung der Lebensqualität für die Tiere oder der Zwang für die Pensioner, sich einen neuen Stall für ihr Tier suchen zu müssen. Daran hängen auf der eine Seite die Existenz der Stallbetreiberin und auf der anderen Seite auch die Lebensqualität für junge Menschen ebensowie die der vielen Erwachsenenen, die jeden Tag in Sehlis ihren Ausgleich des Arbeitsalltages finden. Der ansässige Verein betreibt Jugendarbeit und trägt damit zu Jugendförderung der Stadt Taucha bei. Der Aspekt ist also nicht nur die Umwelt relevant, sondern auch für die Bevölkerung von Taucha und Umgebung, die hier in der Parthenaue ihre Erholung finden. Diese Gegend sollte nicht durch eine Straße durschnitten werden!
Zudem bietet die bestandsnahe Trasse, mit der Untertunnelung die Möglichkeit, Lärmemissionen zu vermindern. Diese Möglichkeit gibt es bei der Südvariante nicht. Tiere, Menschen und Umwelt wären dauerhaft den Einflüssen der neuen Straße ausgesetzt. Betrachtet man die beiden Möglichkeiten im Sinne der Nachhaltigkeit, kann die Entscheidung nur GEGEN die SÜDVARIANTE fallen!

Wenn Umweltschutz auch nur eine kleine Rolle spielen sollte, können diese Südvarianten nicht im Ernst diskutiert werden. Dann würde einfach die billigste Lösung gewählt. Die zu erwartenden Umwelteinflüsse würden in einer Umweltverträglichkeitsprüfung zutage treten. Die Gerichte wären ohne Zweifel viele Jahre mit den entsprechenden Klagen beschäftigt.

Es gibt nicht einen positiven Umweltaspekt für die Südvariante, wenn man sich alleine die Nachteile, welche bereits von DEGES erkannt wurden, fragt man sich, warum die Südvariante überhaupt noch weiter betrachtet wird.
Wieviel von der noch verbliebenen ursprünglichen Natur will der Mensch den noch zerstören, wir sollten mal an die uns folgenden Generationen denken.
Aus meiner Sicht würden viele Fahrzeuge die Südvariante auch nicht annehmen und weiterhin die B87 durch Taucha nutzen, da zum einen die Strecke länger ist und zum anderen das Nadelöhr B6 im Bereich Borsdorf auf der Trecke liegt.
Wenn man den heutigen Verkehr morgens und abends auf der B6 in diesem Bereich betrachtet, frage ich mich, wie diese Straße noch den Verkehr der B87N aufnehmen soll, also nur noch Stop and Go.

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