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Schutzgut Mensch - Bestandsnahe Variante

Worum geht’s bei dem Thema?

Die menschliche Gesundheit ist ein wichtiges Schutzgut, welches es bei der Straßenplanung zu berücksichtigen gilt.

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Umweltaspekte - Bestandsnahe Variante

Worum geht’s bei dem Thema?

Mit dem Straßenverkehr sowie auch mit dem Bau neuer Straßen gehen erhebliche Auswirkungen für die Umwelt einher.

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Schutzgut Mensch - Südvariante

Worum geht’s bei dem Thema?

Die menschliche Gesundheit ist ein wichtiges Schutzgut, welches es bei der Straßenplanung zu berücksichtigen gilt. Bei der Planung einer neuen Bundesfernstraße wird die Auswirkung auf die Umwelt unter verschiedensten Gesichtspunkten untersucht. Genauso wie die Tier- und Pflanzenwelt sind Menschen von den Wirkungen neu geplanter, aber auch bestehender Strecken betroffen. Dazu zählt die Belastung durch Verkehrsemissionen wie Lärm und Abgase, aber auch andere Beeinträchtigungen für die betroffene Bevölkerung.

Im Zuge von Straßenneubauten werden die voraussichtlichen Auswirkungen für jedes anliegende Gebäude gutachterlich bestimmt. Falls nötig, werden Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel Lärmschutzwände mitgeplant.

Schreiben Sie uns unten auf dieser Seite Ihren Kommentar.

Lärm- und Abgasemissionen bei der Südvariante

Bei einer südlichen Trassenführung der B 87n würde das Stadtgebiet Tauchas vom Verkehr und damit auch von Lärm- und Abgasimmissionen entlastet. Die Immissionen würden jedoch auf die Trasse südlich von Taucha verlagert, wovon die Ortschaften Panitzsch, Plösitz und Sehlis betroffen wären. Gegebenfalls käme es zu einer Beeinträchtigungen der Wohnqualität mit erstmaliger Belastung durch Verkehr (-slärm) an den Ortsrändern Panitzsch sowie siedlungsnaher Freiräume.

Vorteile der Südvariante

Im Vergleich zur bestandsnahen Variante würden die Beeinträchtigungen während der Bauzeit gering ausfallen, da „auf der grünen Wiese“ gebaut werden kann und keine bestehenden Verkehrsströme betroffen wären.

Die Südvariante würde voraussichtlich keinen Eingriff in die bestehende Bebauung in Taucha mit sich bringen.

Nachteile der Südvariante

Nachteilig wirkt sich die südliche Lösung hinsichtlich der Inanspruchnahme und Zerschneidung der Naherholungsgebiete südlich von Taucha und im Bereich der Parthenaue aus (siehe hierzu auch das Thema „Umweltaspekte“).

Darüber hinaus wirken sich die vorgenannten Lärm- und Abgasemissionen negativ aus die betroffenen Ortschaften entlang der Südvariante aus.

Kommentare

Sicherlich hat jede Variante ihre Befindlichkeiten. Jeder möchte mit dem Auto schnell von A nach B und die Verhältnisse in Taucha sind kaum zu ertragen. Aber ich bin vor 20 Jahren mal von Leipzig nach Panitzsch gezogen, weil ich die Landschaft so toll fand. Es sieht aus als wäre man schon im Urlaub. Das soll zerstört werden? Das kann man nicht zulassen, deswegen gibt es seit Jahren das Aufbegehren dagegen. Ob Anwohner, Gewerbetreibende oder Kleingartenanlagen für viele wäre es das absolute aus.

Was bitteschön hat denn der mühsam erarbeitete Konsens einer Tauchaer Erklährung aus 2013 für einen Nutzen und Wert, wenn die Deges jetzt eine 4-spurige Betonpiste darüber hinweg planen und bauen möchte. Wird so der Bürgerwille respektiert?
Die Vorteile alternativer Trassenführungen, besonders der innerstädtischen Variante, wurden doch schon hinreichend herausgearbeitet. Rechnet man vielleicht sogar mit dem Wiederstand naturverbundener Bürger, und die gibt es reichlich, um die sicher notwendige Ertüchtigung der B87 weiter zu verzögern?
Sollte man in Zeiten von Klima- und Sinneswandel nicht alle geplanten Verkehrsprojekte und Strategien grundsätzlich überdenken? Haben wir nicht schon längst die Grenzen der individuellen Mobilität erreicht und gar überschritten?
Ist es nicht an der Zeit, der naturnahen unverbauten Landschaft eine Chance zu geben?
Unsere Kinder und die Parthenaue werden es uns danken!

Verschiedene Presseveröffentlichungen hatten den Eindruck erweckt, dass die Proteste zahlreicher Bürger und deren Argumente gegen die Südvariante verstanden worden sind und diese Trassenführung endgültig tot ist. Diese Argumente gelten immer noch.
Mehrere andere Varianten, die keinen so massiven Eingriff in Umwelt und Lebensqualität bedeuten, stehen immer noch im Raum. Dazu gehören sowohl eine Nordvariante, eine Trassenführung entlang der Wodanstraße als auch eine Trassenführung entlang der Bahnstrecke mit aufwändigem Lärmschutz.

Die Südvariante ist die schlimmste Variante.
Sie ist umweltzerstörend und menschenverachtend.
Alle Argumente wurden bereits mehrfach gesagt und man versucht durch diesen Dialog der Problematik ein demokratisches Deckmäntelchen umzuhängen um dann den Interessen der Wirtschaft nachzugeben.
Wollen die politisch Verantwortlichen Krieg?
Der Hambacher Forst kann auch in Sehlis entstehen.

Wer für die Südvariante ist, dem empfehle ich eine Fahrradtour über Plösitz, Panitzsch , Sehlis und Dewitz. Ich glaube erst dann wird einem bewusst, was es heißt, einen noch recht intakten Naturbereich durch einen neuen Strassenbau zu zerschneiden . Ob es mit dieser Straße wirklich zu einer spürbaren Entlastung für Teile von Taucha kommt, ist zu dem auch noch sehr ungewiss.
Wer sich bewußt für das Leben auf dem Land , mit all seinen Nachteile wie keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Kitas , keine kulturellen Einrichtungen entschieden hat, der liebt die Natur und wird für deren Erhalt auch kämpfen. Wir sollten dabei auch an unsere Kinder und Enkelkinder denken. Eine gebaute Strasse wird nicht wieder zurückgebaut, eine zerstörte Landschaft bleibt zerstört! Wer sich für das Leben in der Stadt entschieden hat, sollte sich freuen, ganz in der Nähe die Möglichkeit zum Spazieren gehen, zum Joggen, zum Hunde ausführen, zum Reiten zu haben . Wir sollten uns gemeinsam für bessere ÖVM einsetzen. Solange man für öffentliche Verkehrsmittel mehr bezahlt als für eine Fahrt mit dem Auto in die Stadt, wird der Autoverkehr nicht geringer werden . Hier sollte man ansetzen! Für den LKW- Verkehr sollte die Nordvariante noch einmal überprüft werden.

Hier wird die geringere Lärmbelastung während der Bauphase als Vorteil der Südvariante angeführt. Ist diese Denke nachhaltig? Was wird wohl länger anhalten? Die Bauphase oder die Nutzung der Trasse? Wenn im Bau alles richtig gemacht wird, sollte die Nutzungsdauer die Zeit der Bauphase bei Weitem überschreiten! Wo also gibt es die stärken Beeinträchtigungen für den Mensch (und Tier) im Bezug auf Lärm? Mit Sicherheit bei der Südvariante! Denn im Gegensatz zur Nordvariante mit Untertunnelung für einen Teil der Strecke, ist bei der Südvariante nach Bauende eine dauerhafte Beschallung mit Straßenlärm für die angrenzenden Dörfer/Stadtteile garantiert. Und damit ist es nicht getan, denn auch die Abgase sind ein dauerhaftes Problem für die Zukunft der Bevölkerung. Die bestandsnahe Trassenführung vereint deutlich mehr Vorteile als die Südvariante: Ein Führung entlang der Bahntrasse zerschneidet nicht weitere Ortschaften oder Erholungsgebiete, ist effizienter, nachhaltiger und gegbenfalls sogar kostensparender in gewissen Aspekten. Orientiert man sich an bereits vorhandenen Trassenführungen (z.B. der Bahn), kann man Schutzmaßnahmen, egal ob gegen Lärm, Abgase oder Unfälle für Mensch und Tier, kombiniert für alte und neue Trassen und damit effizient bauen und somit vielleicht sogar kostensparend arbeiten. Es darf also nur eine Entscheidung GEGEN die SÜDVARIANTE geben, um Taucha nachhaltig zu entlasten.

Ich bin Reiterin und mein Pferd steht auf dem Hof von Marie-Luise Stein. Ich habe diesen Hof gewählt, weil er weit und breit der Einzige (!!) ist, der meinem Empfinden von artgerechter Haltung gerecht wird! Und das, weil es entsprechende Weiden und Wiesen gibt, auf denen mein Pferd seinen Tag verbringen kann, weit weg von Straßenlärm und Abgasen, weil es geschultes Personal gibt, denen ich mein Pferd blind anvertrauen kann und es eben Marie-Luise Stein gibt, die mit ihren Werten und ihrem qualifiziertem Wissen hinter all Dem steht und all Dies ermöglicht. Kommt nun die Südvariante, fallen Wiesen und Weiden weg, fällt Ausreitgelände weg. Den Hof, den sich Frau Stein in den letzten 15 Jahren mühsam aufgebaut hat, würden innerhalb kürzester Zeit der Großteil der Pensioner verlassen, Mitarbeitern müsste gekündigt werden, Frau Stein würde, salopp gesagt, pleite gehen. Kommen wir nun zur Landschaft. Wieso muss sich der Mensch systematisch selbst zerstören? Nicht nur, dass er seine Mitlebewesen und die Natur eh schon zerstört, er macht es auch mit sich selbst. Er nimmt sich Ruheräume, Erholungsgebiete und das wichtigste: frische Luft! Weg von Abgasen, von Stadtmief! Das darf doch nicht ernsthaft eine Überlegung sein?! Wie kann man planen, so ein schönes Stück Natur, Lebenensraum von Ottern und Fledermäusen, Füchsen, Hasen, Rehen, Vögeln und Wildschweinen, zur Straße zu machen, wo doch schon Straßen vorhanden sind, die ausgebaut werden können und ein Tunnel Abhilfe schaffen würde, die Natur noch weiter zu belasten. Wo soll das enden? Bitte verwerfen Sie die Südvariante. Was wäre das für eine Katastrophe für Menschen, Tiere und Landschaft.

Unser fruchtbarer Boden ist zu kostbar geworden, als dass wir weiterhin so kurzsichtig alles versiegeln, was uns in den Weg kommt. Für eine gesunde, selbstbestimmte, nachhaltige Ernährung ist unsere regionale Landwirtschaft die wichtigste Grundlage. Und ganz besonders die betroffenen ökologisch arbeitenden Betriebe, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung unseres Saatguts, unserer Erde, unserer Grundnahrungsmittel, unserer Kreisläufe, unserer Lebensgrundlagen einsetzen!! Lasst uns nicht selbst zerstören, was uns Leben gibt und sichert!

Man sieht es ja an den zahlreichen parkenden Autos in den Feldwegeinfahrten, den Hundebesitzern, Reitern und Radfahrern, die den unzerschnittenen, verkehrsarmen und ja, man muss es einmal betonen, den wunderschönen, landschaftlich äußerst reizvollen Bereich um Dewitz, Sehlis, Plösitz, Panitzsch und Cunnersdorf gerne nutzen. Die Erholung in freier Landschaft ist von großer Bedeutung für zahlreiche Menschen. Sie ist ein hohes Gut, womit auch seelische und körperliche Gesundheit dieser zahlreichen Menschen zusammenhängt. Dies stellt nicht in Abrede, dass durch die derzeitige Situation an der bestehenden Trasse in beträchtlichem Ausmaß Schäden an körperlicher und seelischer Gesundheit durch die Auswirkungen des derzeitigen Verkehrsaufkommens entstehen. Das soll umso mehr der Ansporn sein, die bestandnahe Variante für die betroffenen Menschen so verträglich wie nur möglich umzusetzen und zugleich den hohen Erholungswert im Süden zu erhalten. Die Taucher Endmoränenkuppenlandschaft ist ein unwiederbringliches Stück ebenmäßig gestalteter, harmonisch wirkender Kulturlandschaft, das nicht zerstört werden darf, weil die Menschen es zur Erholung brauchen. Daneben ist es auch von wirtschaftlicher Bedeutung für die dort tätigen Flächennutzer, die auf diesen Flächen ihre Existenz bestreiten (vor allem Landwirtschaft). Flächen gingen verloren, Felder würden zerschnitten und wären künftig nur noch mit Ertragseinbußen nutzbar, Tierhalter hätten einen erheblich höheren Aufwand (man stelle sich frei laufende Pferde oder Rinder auf einer Bundesstraße vor).

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