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Schutzgut Mensch - Bestandsnahe Variante

Worum geht’s bei dem Thema?

Die menschliche Gesundheit ist ein wichtiges Schutzgut, welches es bei der Straßenplanung zu berücksichtigen gilt.

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Umweltaspekte - Bestandsnahe Variante

Worum geht’s bei dem Thema?

Mit dem Straßenverkehr sowie auch mit dem Bau neuer Straßen gehen erhebliche Auswirkungen für die Umwelt einher.

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Schutzgut Mensch - Südvariante

Worum geht’s bei dem Thema?

Die menschliche Gesundheit ist ein wichtiges Schutzgut, welches es bei der Straßenplanung zu berücksichtigen gilt. Bei der Planung einer neuen Bundesfernstraße wird die Auswirkung auf die Umwelt unter verschiedensten Gesichtspunkten untersucht. Genauso wie die Tier- und Pflanzenwelt sind Menschen von den Wirkungen neu geplanter, aber auch bestehender Strecken betroffen. Dazu zählt die Belastung durch Verkehrsemissionen wie Lärm und Abgase, aber auch andere Beeinträchtigungen für die betroffene Bevölkerung.

Im Zuge von Straßenneubauten werden die voraussichtlichen Auswirkungen für jedes anliegende Gebäude gutachterlich bestimmt. Falls nötig, werden Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel Lärmschutzwände mitgeplant.

Schreiben Sie uns unten auf dieser Seite Ihren Kommentar.

Lärm- und Abgasemissionen bei der Südvariante

Bei einer südlichen Trassenführung der B 87n würde das Stadtgebiet Tauchas vom Verkehr und damit auch von Lärm- und Abgasimmissionen entlastet. Die Immissionen würden jedoch auf die Trasse südlich von Taucha verlagert, wovon die Ortschaften Panitzsch, Plösitz und Sehlis betroffen wären. Gegebenfalls käme es zu einer Beeinträchtigungen der Wohnqualität mit erstmaliger Belastung durch Verkehr (-slärm) an den Ortsrändern Panitzsch sowie siedlungsnaher Freiräume.

Vorteile der Südvariante

Im Vergleich zur bestandsnahen Variante würden die Beeinträchtigungen während der Bauzeit gering ausfallen, da „auf der grünen Wiese“ gebaut werden kann und keine bestehenden Verkehrsströme betroffen wären.

Die Südvariante würde voraussichtlich keinen Eingriff in die bestehende Bebauung in Taucha mit sich bringen.

Nachteile der Südvariante

Nachteilig wirkt sich die südliche Lösung hinsichtlich der Inanspruchnahme und Zerschneidung der Naherholungsgebiete südlich von Taucha und im Bereich der Parthenaue aus (siehe hierzu auch das Thema „Umweltaspekte“).

Darüber hinaus wirken sich die vorgenannten Lärm- und Abgasemissionen negativ aus die betroffenen Ortschaften entlang der Südvariante aus.

Kommentare

- Bereits jetzt ist die B6 an der Anschlussstelle Leipzig Ost häufig verstopft und es kommt zu Staus. Eine Aufnahme des zusätzlichen Verkehrs der B87 wird nicht sinnvoll möglich sein.
- Auch mit Südvariante würde weiterhin der Verkehr entlang der alten Streckenführung beträchtlich sein, denn um den zu erwartenden extremen Staus an der B6 zu entkommen, würde man zwangsläufig wieder auf die Ortdurchfahrung durch Taucha ausweichen.
- Fazit: Mit der Südvariante werden die angestrebten Ziele nicht erreicht. Mehr Staus, mehr Emissionen und mehr Lärm wären die Folge. Der Ortskern von Taucha wird weiterhin hochfrequent durchfahren und zusätzlich hätte man die einzigartige Parthenaue zerstört und den Ortsteil Panitzsch gleich in drei große Straßen eingekesselt (A14, B6, B87n). Schutzgut Mensch nicht beachtet. Daher kann es nur die Lösung mit der ortsnahen Variante durch Taucha geben. Oder eine Nordvariante.

Wie bereits aus einer Vielzahl an Beiträgen hervor geht, kann die Südvariante keine ernsthafte Alternative sein. Zum einen ist offenbar nicht klar wie sehr die bestehende Durchfahrt durch Taucha wirklich entlastet wird. Stattdessen wird eine neue Straße gebaut, die auch zusätzlichen Verkehr anzieht. Auch der Anschluss an die vorhandene B2 Richtung Leipzig kann den zusätzlichen Verkehr wohl kaum aushalten. Schon jetzt ist rund um die Anschlussstelle Leipzig Ost ein hohes Unfall- und Staurisiko, insbesondere im Rahmen des Berufsverkehrs. Durch den weiteren Ausbau der AS Leipzig Ost würde noch mehr Natur die durch die B87n und B2 ohnehin schon zerstört wurde/wird, unwiderruflich geschädigt. Auch ist der Verkehr weiterhin entlang Bundesstraße 2 (wenn es zur Südvariante der B87 kommt) nach Leipzig rein nicht zu vernachlässigen. Auch hier ist die Bundesstraße eigentlich am Limit.
Zum anderen kann ich nicht glauben wieso ernsthaft über die Zerstörung dieser einmaligen Parthenaue nachgedacht und argumentiert werden kann. So ein wundervolles Fleckchen Erde vor der eigenen Haustüre zu haben, ist viel Wert. Ein Naherholungsgebiet, nicht nur für Tauchaer. Mir ist nicht klar wie und wo der Ausgleich geschaffen werden soll. Zerstörte Natur lässt sich nicht wieder herstellen.
Auch über den ansässigen Biohof wurde schon geschrieben. Nur wer will noch Bio-Gemüse von der Bundesstraße?
Auch die regionale Landwirtschaft, welche durch die hohe Trockenheit ohnehin schon stark geschädigt wurde, wird mit dem Bau dieser Straße weiterhin zerstört.
In Panitzsch und Sehlis befinden sich Reiterhöfe. Eine tolle Freizeitbeschäftigung für Groß und Klein im Einklang mit der Natur. Insbesondere der Reiterhof in Sehlis wäre von einer Südvariante direkt betroffen, all die Investitionen und Arbeit der letzten Jahre wären für umsonst gewesen. Ein Reiterhof ohne Koppeln, Heuwiesen und Ausreitgelände ist kaum zu halten. Hier gehen Existenzen zu Grunde und Träume zerplatzen (es gibt nicht sehr viele Reiterhöfe mit entsprechendem Angebot für Kinder - das Angebot ist tatsächlich begrenzt)
Die Anwohner der kleinen Ortschaften wie beispielsweise Sehlis werden massiv beeinträchtigt. Ihre Häuser und Grundstücke, eigentlich idyllisch gelegen sind plötzlich mit Blick auf die Bundesstraße nichts mehr wert.

Auch der Ausbau der vorhandenen B87 hat natürlich entsprechende Nachteile. Vielleicht sollte, wie hier auch von anderen Lesern vorgeschlagen, überprüft werden wie man dem hohen Verkehr entgegen wirken kann. Fahrverbote für LKW prüfen, ÖPNV weiter ausbauen bzw attraktiver (Preis/Leistung) gestalten, Fahrgemeinschaften und Fahrradfahrer unterstützen und vieles mehr. Schließlich würde man wahrscheinlich Millionen oder Milliarden sparen wenn man die B87 so lässt. Das Geld könnte dann eben in andere (wie eben genannte) Themen zur Reduzierung des Verkehrs in diesem Teilstück investiert werden. Alternativ könnte man auch versuchen die Nutzung dieses Teilabschnitts für Autofahrer noch unattraktiver zu gestalten als es derzeit ohnehin schon ist.

... Ich meine natürlich Bundesstraße 6. Das ergibt sich hoffentlich aus dem Kontext. War wohl etwas spät gestern.

Seit 2012 komme ich regelmäßig zum RVV Sehlis, um hier meine Freizeit zu verbringen und Kraft zu tanken. Sehlis ist für mich und viele andere dabei zu einem ganz besonderen Rückzugsort geworden.

Selbst nach meinem Umzug nehme ich mehrfach die Woche die Fahrt von jeweils 100km auf mich, nur um mein Pferd in diesem Reitstall unterzubringen. Ich bin davon überzeugt, dass die Haltung im Offenstall die artgerechteste Form der Pferdehaltung darstellt. Vergleichbares gibt es im ganzen Großraum Leipzig bis nach Dessau nicht.

Der Einsatz von Frau Stein und ihren Mitarbeitern für Mensch und Tier ist einzigartig. Der Reiterhof Sehlis bietet nicht nur knapp 70 Pferden, deren Besitzern, Reitbeteiligungen und vielen Kindern ein Zuhause und einen Rückzugsort, sondern hat bereits eine Vielzahl von wertvollen Arbeitsplätzen geschaffen und Menschen eine Perspektive gegeben. Der Reiterhof ist hierbei eng in die Dorfgemeinschaft eingebunden und enorm wichtig für die gesamte Region.

Die Verwirklichung der Südvariante würde dazu führen, dass den Pferden nicht mehr ausreichend Weidefläche zur Verfügung steht und die Haltungsform enorm an Qualität verliert. Eine artgerechte Haltung wäre nicht mehr möglich. Ich und viele weitere Pferdebesitzer sehen sich entsprechend gezwungen abzuwandern - ohne vergleichbare Alternative.

Dieser Kommentar wurde durch die Moderation bearbeitet, da personenbezogene Daten waren. Achten Sie bitte darauf, solche Daten nicht in diesem Dialog zu veröffentlichen, wie es unter Dialogregel 6 beschrieben ist (https://www.b87-im-dialog.de/regeln).

Aus unerklärlichen Gründen hat das Dialogforum zur B87n die bereits ein-mal gescheiterten Pläne zum Bundesfernstraßen-Neubau unter Inkaufnah-me
- der Zerschneidung einer wertvollen Naturlandschaft
- der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz des an der Sehliser Parthe gelegenen Pferdehofs [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] und, damit ver-bunden,
- der Kreierung einer mich, den Unterzeichner, als dem Verpächter der [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] genutzten Hofgebäude treffenden wirtschaftlichen Notlage, welche, in der Folge, die Rückabwicklung meiner Naturstif-tung Partheland in Sehlis nach sich zieht,
wieder aufgelegt.

Dazu nehme ich wie folgt Stellung:

A.) Südvariante – Parthequerung zwischen Sehlis und Dewitz (SNV)
1.) Schutzgut Mensch und das durch einen B87-Neubau verursachte öko-nomische Desaster
a.) Nach dem mit der Stiftung Partheland in Sehlis abgeschlossenen Landpachtvertrag [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] sind die Koppeln des Pferdehofs Sehlis auf Lebenszeit [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] verpachtet. Hinzu kommen weitere, zur Heugewinnung benötigte Flächen sowie der Bergmann´sche Viersei-tenhof samt ehemaliger LPG-Rindermastanlage. Über die Gebäude wurde mit dem Unterzeichner ebenfalls ein lebenslanger Pachtvertrag geschlossen.

Auf dem [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] vor 15 Jahren [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] über-nommenen Hof sind 70 Pensionspferde sowie ein Voltigier-Verein untergebracht und acht Mitarbeiter beschäftigt. Etwa 200 Personen nutzen den Hof zur sportlichen Betätigung, als Erholungsort und zur Freizeitgestaltung. Lässt man die Veranstaltungen der Sehliser Kom-mune „Rote Beete“ außen vor, wäre Sehlis ohne die auf dem Hofge-lände stattfindenden Aktivitäten ein totes Dorf. Um dem Ort weiteres Leben einzuhauchen, soll in Bälde ein für alle zugängliches, ca. 600 m2 großes Cafe´ im 1. Stock des ehemaligen LPG-Futterhauses ent-stehen.
b.) Bisherige, auf den Betriebszeck zugeschnittene umfangreiche Bau-maßnahmen nebst Anschaffung von Betriebsmitteln haben pächte-rinnenseits zu einer Verschuldung [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] geführt. Allein daraus wird ersichtlich, dass trotz Aufnahme einer übermäßig großen Anzahl von Pensionspferden die daraus gezogenen Erlöse derzeit noch nicht genügen, um die beträchtliche, noch immer mit einem Reparaturstau behaftete Kubatur des Hofes in einen zeit-gemäßen Zustand zu versetzen.

Die Pächterin [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] hat ihr Herzblut in die Entwicklung des Hofes ge-steckt. Als sie [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] das Anwesen über-nahm, gab es hier fünf Pensionspferde. Jetzt sind es vierzehnmal so viele. Trotz des immensen Engagements, das ihr die Führung des Betriebs abverlangte, studierte sie und schloss das Studium [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] ab. Nicht umsonst wurde Ihr unglaublicher Werdegang bereits im Jahrbuch 2009 des Landkreises Nordsachsen und im November 2010 in einem TV-Lebenslinien-Bei-trag des MDR gewürdigt. Soll damit nun Schluss sein?
c.) Die Nordversion der Südvariante (SNV) soll über die zur Heugewin-nung (Frühjahr) sowie als Pferdekoppel (Sommer/Herbst) genutzten Fl.-Ste. [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] geführt werden. Nach der hier vorliegenden Tras-senverlaufs-Skizze würden ca. 25% der besagten Flurstücke vom Fernstraßenbau beansprucht bzw. vom verbliebenen Koppelgelände abgetrennt. Ein pferdeverträglicher Mindestabstand zum Asphalt ist darin noch nicht eingerechnet. Fände er Berücksichtigung, wäre der nördlich der SNV gelegene, abgetrennte Koppelteil für die Pferdehal-tung gänzlich verloren, und somit der gesamte Betrieb [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] in die Enge getrieben.
d.) Zu allem Übel hat eine Umfrage unter Reitern ergeben, dass im Fall der SNV-Realisierung etwa ¾ der Pferdepensioner Sehlis wegen der dann den hiesigen Hof und seine Koppeln heimsuchenden Lärm- und Abgasbelastung den Rücken kehren werden. Für den genannten Betrieb [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] bedeutet dies starken, nicht zu verkraftenden Umsatzeinbruch und Insolvenz innerhalb weniger Wochen. Für mich, den Unterzeichner, fielen Pachteinnahmen [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] bei weiter laufenden Kosten [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] weg, womit ich bei meiner derzeitigen Rente [an dieser Stelle wurden personenbezogene Daten durch die Moderation entfernt] in kürzester Zeit zum Sozialhilfe-Fall mutieren würde. Denn der Hof, der aus den Gründen des Umweltschutzes, des Erhalts seiner baulichen Substanz und dauerhafter Anlehnung an die histo-rische Nutzungsweise in 13 Flurstücke zergliedert wurde, lässt sich kaum anders denn als Pferdehof nutzen.

Würde ich wegen der Straßenbaumaßnahme sozialhilfebedürftig, wä-re, wie Sie sicher wissen, das Sozialamt gehalten, das meiner gemein-nützigen Stiftung vor vier Jahren übereignete, in Form landwirt-schaftlicher Flächen gebundene Vermögen zu liquidieren, was im-mense Schenkungssteuerzahlungen und den Konkurs der Stiftung auslösen würde. Damit wäre mein Lebenswerk zunichte gemacht.

Allein schon deswegen bin ich gehalten, mittels Crowdfunding fi-nanzielle Resourcen aufzutreiben, um gegen die Realisierung der hier in Rede stehenden Trassenvariante die Gerichte anzurufen und nöti-genfalls bis zum EuGH zu gehen.

Indes, selbst wenn SNV ca. 190 m nach Norden verschoben und da-mit auf 160 – 250 m an die ersten Dewitzer Eigenheime heranrücken würde, wäre den oben angeführten Emissionsproblemen nicht ent-scheidend abgeholfen, so dass der durch das Straßenbau-Projekt ausgelöste Exodus der Reiter zu der beschriebenen ökonomischen Katastrophe führen dürfte.
e.) Aus hiesiger Sicht handelt es sich bei den beiden im derzeitigen Bür-gerbeteiligungsverfahren diskutierten Süd-Trassenvarianten um eine Wiedervorlage des 2015/16 gescheiterten Fernstraßenbauvorhabens. Damals sollte die B87n ohne Rücksicht auf Verluste schnurstracks durch die Taucha/Eilenburger Endmoränen-Landschaft zur Auto-bahnanschlussstelle Leipzig-Ost geführt werden, wobei nach einer in der LVZ veröffentlichten Kartenskizze die Betriebsstraße der Sachsen-ei GmbH & Co. KG (ehemalige KIM) zwischen der dritten und der vierten Legehennen-Batterie hätte geschnitten werden sollen. Der Abstand zwischen den beiden Sachsenei-Betriebsstätten beträgt 630 m und entspricht damit fast auf den Meter genau dem Abstand zwischen den Pferdepensionsgebäuden von Marie-Luise Stein und der nördlich davon gelegenen, zu Dewitz gehörenden Wohnbebauung. Wohl auf Druck des bayrischen Großunternehmers Zimmerer schwenkt die ge-plante Fernstraße nunmehr gut einen Kilometer westlich der Hühner-batterien ab, um unter Schonung des Sportflughafengeländes „Schwarzer Berg“ auf die alte B87 zu stoßen.

Bezüglich des Pferdepensionsbetriebs von Marie Luise Stein fordert der Unterzeichner die gleiche Rücksichtnahme.

Bitte nicht so eine „Lösung“ mit der massiv Lebensraum und Lebensqualität zerstört wird.

Ich möchte ab demnächst Reittherapeutische Maßnahmen auf dem Reiterhof Sehlis anbieten und der Erholungseffekt der Partheaue, den ich mit nutzen wollte, wäre damit komplett zerstört.

Auch meine Freizeit und der Lebensraum unserer und der Wildtiere würde zerstört werden. Sehlis und Dewitz würden auch massiv an Attraktivität und damit an Wirtschaftsfaktoren verlieren.

Das ist keine Lösung! Das wäre der Beginn vom Ende der Parthenaue, des Wildtierbestandes, des wirtschaftlichen Standortes (eben Betriebe aber auch Zuzug) und obendrein völlig sinnlos als Verkehrslösung.

Klares „NEIN“ dazu von mir.

Die Pferdehaltung und die damit verbundene Freizeit und Erholung sind durch den Bau der Südvariante erheblich bedroht. Unseren Tieren wird Lebensraum genommen und es entstehen unnötig große Gefahren für Mensch und Tier durch die Nähe der Straße an unseren Stall.

Tatsächlich sind in diesem Falle auch Existenzen bedroht, da der Reiterhof Sehlis (und sicherlich auch Panitzsch) in dieser Größenordnung sicher nicht aufrechtzuerhalten wären.

Es gibt im Umkreis keinern anderen Reiterhof der die artgerechte Tierhaltung so konsequent lebt wie der Hof Frau Stein. Durch den Bau der Straße wären die Pferdebesitzer gezwungen einen praktisch unmöglichen Ersatz für sich und ihr Pferd zu finden.

Darüber hinaus wäre der Bau ein enormer Eingriff in die Freizeitgestaltung und Erholung von ca. 70 Pferdebeseitzern und deren Angehörigen. Auch wäre die Grundlage des RVV Sehlis in Gefahr, was massive Einschnitte in die Freizeit- und Sportmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen bedeuten würde.

Durch die Straße und den damit verbundenen Verkehr ist an Erholung nicht mehr zu denken. Man kann nicht mehr guten Gewissens mit einem Tier ins Gelände gehen oder gar Kinder unbedarft auf dem Hof spielen lassen.

JS

Durch Umsetzung der Südvariante würden wertvolle Naherholungs-, Landwirtschafts- und Freizeitgestaltungsflächen erheblich beeinträchtigt, bzw. für dieses Zweck unnutzbar. Hierfür steht in der Umgebung kein adäquater Ersatz, keine "Ausweichmöglichkeit" zur Verfügung. Ganz zu schweigen davon, dass für die Zerstörung eines Naturschutzgebietes generell kein Ersatz geschaffen werden kann. Wenn wir über die Auswirkungen auf das Schutzgut Mensch sprechen, müssen wir uns darauf besinnen, dass die Natur unsere Lebensgrundlage ist! Dass die Flächenversiegelung dazu führt, dass Landwirte hier keine Nahrung mehr für uns produzieren können! Dass wohnortnahe Erholungsgebiete und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten im Grünen ein elementarer Bestandteil für ein glückliches und gesundes Leben sind! Wenn wir das "vor unserer Haustür" steigern wir am Ende den Verkehr noch zusätzlich, durch weitere Transportwege für Nahrungsmittel und längere Fahrten um "ins Grüne" zu kommen... das ist einfach absurd.

Als Pferdebesitzerin eines Pensionspferdes der Pferdepension Sehlis (geführt durch Frau Stein), kann ich den Plänen, die B87n direkt über die Weiden bzw. Heuwiesen des Pferdehofes verlaufen zu lassen, nur mit Entsetzen und Unverständnis begegnen.
Der Pferdehof ist seit vielen Jahren für seine artgerechte Pferdehaltung mit viel Platz auf Koppeln und Sandausläufen, das wundervolle Ausreitgelände und die gute Qualität an Futter bekannt. All dies würde nun mit einem Schlag zunichte gemacht werden.
Sollte tatsächlich die Entscheidung für eine Trassenführung an Sehlis vorbei getroffen werden, sähe ich mich gezwungen, mein Pferd nach über zehn Jahren, die es in Sehlis lebt, in einen anderen Stall umzusiedeln. Denn ich halte es für unzumutbar, das Pferd als stressanfälliges Fluchttier direkt neben eine vielbefahrene Straße, auf der auch große Sattelzüge mit entsprechendem Lärmpegel unterwegs sind, zu halten, ohne gesundheitliche Schäden (nicht zuletzt auch durch die Abgase) billigend in Kauf zu nehmen. Außerdem würde das Platzangebot der verbliebenen Koppelflächen definitiv nicht ausreichen, um alle 70 Pensionspferde weiterhin artgerecht zu halten. Auch das Ausreitgelände wäre als solches nicht mehr nutzbar, so dass ich in meiner Freizeitgestaltung erheblich eingeschränkt wäre. Außerdem bezweifle ich, dass es Frau Stein gelingen würde, die Verluste an Heu, die sie aktuell auf den eigenen Wiesen gewinnt, in gleicher Qualität durch Zukauf von anderen Landwirten zu ersetzen, ohne dass ihr und damit letztendlich mir durch die Anpassung des Pensionspreises ein erheblicher finanzieller Schaden entsteht.
Ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin, die das so sieht. Was ein Wegfall gleich mehrerer Pensionspferde für den Betrieb und damit auch für alle Angestellten von Frau Stein und letztendlich auch für das Dorf Sehlis bedeuten würde, kann sich jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand ausmalen. Es muss verhindert werden, dass es so weit kommt!

Es darf keine Zerstörung von Natur, Lebensräumen, Erholungsgebieten mehr geben - wir haben nicht mehr viel davon!
Das ist das Hauptargument. Manchmal geht es nicht anders, aber bei diesem Bauvorhaben gibt es bessere Alternativen als Landschaft zu zerschneiden und Landwirtschaft zu zerstören.

Vogelgezwitscher, eine kleine Koppelrunde vor dem Training, Ruhe und Natur pur. Das wird es wohl alles nicht mehr geben, wenn eine Bundesstraße direkt an unserem Stall vorbeiführt. Ich finde es traurig, dass der Mensch ständig in die Natur eingreift, um sich irgendwelche Vorteile zu verschaffen. Sei es bei Staudämmen, Trockenlegungen oder eben Straßen. Die Natur, die es vorher einmal dort gegeben hat, wird nie wieder dieselbe sein. Deshalb spreche ich mich dagegen aus, die Idylle rund um den Reiterhof in Sehlis zu zerstören.
Constance Sieste

Weder die Süd- noch Nordvariante sind eine adäquate Lösung!
Das Verkehrsaufkommen wird durch keine dieser Varianten reduziert, es wird nur verlagert und was bringt nur eine Ortsumgehung durch den Ort!
Die Süd- und Nordvariante sorgen letztendlich nur dafür, dass Panitzsch eine weitere Bundesstraße hinzubekommt, also belasten wir diese Einwohner zunehmend.
Aber diese Einwohner wären nicht die einzigen, wir haben weitere Siedlungen wie Sehlis, Dewitz, Plösitz und Borsdorf vergessen, die genau so betroffen wären ( aber was interessiert es Taucha?! - Borsdorf und Panitzsch gehören ja schließlich zum LK Leipzig)
Wenn man den Straßenverlauf rund um Taucha mal genau betrachtet, wird man feststellen, dass jeder der Taucha umfahren möchte, dies auch kann.
Zur Anschlussstelle A14 /B6 Engeldorf führen u.a. Sommerfelder Straße und die Kriekauer Straße. Auch für den Verkehr stadteinwärts ändert sich nicht - der Verkehr der über die B6 aus Taucha abgeleitet wurde, endet in der Permoserstraße die auf die Torgauer Straße trifft was durchaus dazu führen kann, dass der Verkehr von der Torgauer Straße auf die Adenauer Allee nicht abfließen kann. Ganz zu schweigen von der Theodor-Heuss-Straße, die ebenso auf die Permoserstraße trifft.
Kurz: alles wie immer!

Nun zur eingeschränkten Freizeitgestaltung/Naherholung und Zerstörung der Natur sowie Nutzflächen durch beide Varianten:
Durch die Bebauung wird die schöne Endmoränenlandschaft zerschnitten welch das Areal unattraktiv für die Erholung machen würde. Wege würden entfallen die zuvor schön mit dem Rad genutzt werden konnten, Hundebesitzer könnten ihren Vierbeinern keinen unbedenklichen Auslauf mehr bieten, angrenzende Reiterhöfe ( 3 Höfe in der Umgebung) könnten den Kindern mit Ihren Ponys kein sicheres Ausreitgelände mehr bieten.
Es ist durchaus Denkbar dass alle drei Höfe mit Verlusten rechnen müssen.
Der Reiterhof in Sehlis würde durch die Südvariante Koppeln verlieren und somit wäre die artgerechte Haltung der Pferde nicht mehr gegeben.
Der Ponyhof Neubert in Panitzsch ist bekannt für seine Teilnahme an vielen Mounted Games Turnieren und benötigt die Wege und Wiesen für das Konditionstraining des Ponys und auch der Pferdehof Grohnwald Panitzsch (RFSG Panitzsch e.V.) hätte ebenso starke Einbußen in der Haltungsqualität der Pferde da das Ausreitgelände entfällt.

Fraglich ist auch ob wir immer mehr unsere Wildtiere beeinträchtigen wollen?! Die Parthe stellt Lebensraum vieler Säugetiere sowie Vögel dar, die wir durch die Bebauung stören würden und somit auch abwandern oder uns regelmäßig auf der B87n vors Auto laufen ( nicht schlimm - Rotwild und Wildschweine richten ja keinen Schaden an)

Bedauerlich ist auch, dass wir immer mehr Nutzfläche zerstören. Wie kann man den bei den aktuellen Situationen darüber nachdenken eine weitere Bundesstraße über mindestens 13 Felder und Wiesen zu errichten.
Landwirtschaftliche Flächen werden immer knapper und immer mehr Menschen möchten Produkte aus regionalem Anbau, aber woher nehmen wenn nichts mehr vorhanden ist.
Durch die Trassen werden Weideflächen für Rinder eines regional ansässigen Bauern zerstört, auch seine Existenz ist bedroht und die Legehühner in den Hallen oberhalb der Süd- und Nordvariante werden durch den Bau sicher profitieren. (Wer freut sich nicht über ein Frühstücksei einer gestressten Henne, die 500m von einer Bundesstraße ihr abgasbelastetes Ei gelegt hat *schmecken lassen* )

Ich persönlich sehe keine Vorteile in dem Bau dieser Varianten, wir schaden nur noch mehr Menschen, der Natur, den Tieren, bedrohen Existenzen! und schränken ein.

PS: ich kenne durchaus die Verkehrslage in Taucha, ich war selbst Graßdorfer und kann nur sagen, das Verkehrsaufkommen ist dort nicht höher ist als auf anderen Zubringerstraßen nach Leipzig oder in Richtung Autobahnen. Man muss auch fairerweise sagen, dass die Autofahrer selbst teilweise an der stockenden Situationen verantwortlich sind.
Viele Fahrer aus Nebenstraßen machen, obwohl sie wissen dass sie die Grünphase nicht mehr schaffen und auf der Kreuzung verweilen müssen, einfach die Kreuzungen zu. Das Resultat daraus ist, dass die anderen Spuren nicht mehr fahren können.

Ich lebe schon mein ganzes Leben in der Parthenaue in Panitzsch. Bin oft mit Hunden und Pferd an der Parthe unterwegs. Es ist so ein ruhiger, erholsamer Ort wo man einfach vom stressigen Alltag und dem ganzen Verkehrslärm abschalten kann. Es wäre eine Katastrophe für Generationen dort quasi eine Autobahn hinzupflastern! Ich bitte die Verkehrsplaner sich die Situationen mal vor Ort anzuschauen und sich dort eine Autobahn einfach nur vorzustellen! Es ist ein absolutes NO GO!!! Kümmern Sie sich besser um eine Entlastung der B6, ich stehe dort JEDEN Tag wenn ich von der A14 komme im Stau!! Und führen Sie Kreisverkehre statt Ampeln ein um den Verkehrsfluss zu erhöhen.

Wieso kann eine vor 10 Jahren eindeutig abgelehnte Variante – mit massiver Beeinträchtigung der Bewohner, Gäste und Freizeitnutzer von Dewitz, Sehlis, Plösitz und Panitzsch und vor allem quer durch eine tolle Naturlandschaft- wieder in Aktion treten??

Abgelehnt ist abgelehnt!!

Eine weiter Zubetonierung der noch verbliebenen grünen Landschaft und Felder ist eine massive Zerstörung der Natur.
Taucha hat viele Städter mit dem Slogan „Wohnen im Grünen“ über all die Jahre zum Zuziehen bewegt. Und nun?? Werden sie Ihrem grünen Fleck und der Ruhe beraubt! Der Naherholungseffekt für Mensch würde gegen Null gehen.
Ich persönlich bin nun seit 10 Jahren Einsteller in der Pferdehofs Sehlis von Marie-Luise Stein. Genieße die Ruhe, die Stille, die Natur und das Grün.
Sollte es zu so einer Bebauung kommen bin ich sicherlich nicht die einzige Einstellerin die sich einen anderen Stall sucht. Dies hätte enorme Konsequenzen in Form von finanziellen Einbußen für den Reiterhof zur Folge. Somit die baldige Insolvenz einer engagierten jungen Frau, die Ihre Freizeit , Liebe und Leben dem Pferd und Mensch widmet. Der Pferdehof ist einer der wenigen wirtschaftlichen Betriebe in der Gegend der auch Arbeitgeber ist. Es würden Arbeitstellen von mind. 5 Personen wegfallen. Die Vereinsarbeit wird groß geschrieben auf diesem Hof. Kinder und Jugendliche lernen den Umgang mit Pferden, feiern sportliche Erfolge. All das wäre dann weg!
Mich persönlich hat vor vielen Jahren die Natur und Ruhe, sowie das schöne Ausreitglände nach Sehlis gezogen. Dies wird mit dem Neubau der B87n zerstört.
Eine vollkommen unverständliche Variante !!
Bitte keine weitere Naturzerstörung!!

Wie kann man denn in Betracht ziehen, dass diese herrliche Parthenaue, die von vielen intensiv zum Ausspannen, egal ob zu Fuß oder zu Pferd, genutzt wird, durch einen Bau einer Umgehungsstrasse zerstört wird? Die sich hier schon entwickelten Betriebe, die auf dieses Naturgut setzen ( Biogemüse- Anbau, Ackerbau und 2 grosse Reitställe) würden gnadenlos dem Ruin ausgeliefert. Wie wollen denn die Gemeinden die Einbrüche der Gewerbesteuer ausgleichen? Ich denke es ist hier Zeit aufzuwachen und Gas zu geben, damit es nicht zum Bau einer dieser schrecklichen Trassen kommt!

Ein nochmaliges, klares NEIN zu dieser bereits vor einigen Jahren abgelehnten Variante.

Als Anwohner aus Panitzsch und Pferdebesitzer, der sein Pferd in Sehlis untergebracht hat, betrifft mich diese sinnlose Variante gleich doppelt! Ich kann einfach nicht fassen, dass nun wiederholt über diese Variante diskutiert wird.
Es ist keine Lösung, die Naherholung so vieler Menschen und den Lebensraum so vieler Tiere, sowie die Natur zu zerstören.
Bitte, bitte nicht

Vor einem Jahr bin ich, mit meinem Pferd, auf den Reiterhof von Marie Stein in Sehlis gewechselt. Grund dafür war für mich die Möglichkeit gemeinsam mit meinem Pferd noch einen Teil unberührter Natur erleben zu können. Des weiteren können die Pferde dort noch artgerecht gehalten werden und verbringen die meiste Zeit auf den dazugehörigen Weiden. Sollte künftig die B 87 durch das Weideland führen. Ist es auch auf diesem Hof aus mit der Ruhe. Dies würde für mich dazu führen den Hof schnellstmöglich zu verlassen, da ich diese untragbaren Bedingungen weder mir noch meinem Pferd zumuten würde . Auch der nahe gelegene Reiterhof in Panitzsch hätte danach deutliche Verluste zu verzeichnen, da auch dort Reiter überwiegend diese Rute für ihre Ausritte nutzen. Von den Spaziergänger und den Hunde Liebhaber will ich dabei noch garnicht sprechen. Es erschließt sich mir nicht, wie man diese Variante überhaupt in Erwägung ziehen kann und Menschen mit Gewalt das letzte bisschen unberührte Natur zerstören wollen. Ich hoffe, dass hier die Vernunft siegt und die Natur und die dortigen Existenzen nicht ruiniert werden.

Hochachtungsvoll

M. Ackermann

Nach langer Suche nach einem ruhigen Stall, wo man sein Pferd in naturnaher Umgebung artgerecht aufgehoben fühlt, fand ich den Stall von Marie Luise Stein. Der Stall entwickelt sich von Jahr zu Jahr. Es wurden Verbindlichkeiten aufgenommen. Der Stall, die dörfliche Umgebung und die herrlichen Ausritte entlang der Parthe sind einfach ein herrlicher Ausgleich! Mit dem Bau dieser Trasse zerstört man den Lebensraum von Mensch und Tier. Wer möchte denn seine Freizeit neben einer Bundesstrasse verbringen? Der Stall von Frau Stein wäre dem Ruin preisgegeben. Es gibt Ausfälle der Gewerbesteuer- wie kompensiert das die Gemeinde Taucha? Die ansässigen Bio- Gemüsebetriebe schreiben dann auf die Verpackung "Bundesstrassenanbau"? Wo sollen die ganzen Kinder vom Voltigierverein ihre Freizeit verbringen? Vor dem Fernsehr? Das Projekt Umgehungsstrasse ist gegen alle Trends und gehört ein für allemal vom Tisch!

Es gibt verschiedene Gründe gegen beide Südvarianten:

* erhöhte Lärm- u Abgasemmissionen entlang der Ortsschaften (Panitzsch, Sehlis, Plösitz, Cunnersdorf, Dewitz...) mit allen daraus entstehenden gesundheitlichen Aspekten
**angefangen von Schlaflosigkeit, Kopfschmerz/ Migräne über Depressionen bis hin zu Belastungen bei Lungenkranken mit allen daraus entstehenden wirtschaftlichen Verlusten durch notwendige Rehabilitationsmaßnahmen und Kostensteigerung bei den Krankenkassen für kurative und/ oder palliative Behandlungen.
** Bereits heute hört man im ansonsten stillen Panitzsch des nachts den Straßenlärm von der B6. Und das nicht nur in erster Reihe, sondern bis fast an die Parthe.
* Werteverfall oder zumindest -minderung der Immobilien in diesem Gebiet
** Bei Verkäufen von Immobilien besteht die Möglichkeit, dass die Höhe des Erlöses nicht den Kredit deckt, der für den Kauf aufgenommen wurde oder, bei älteren Mitbürgern, die Kosten für den Alterssitz (Alters- oder Pflegeheim) nicht deckt. Damit hängen Existenzen in der Schwebe oder würden in die Verarmung getrieben, schlimmer noch, könnten Mitbürger, die stationärer Pflege bedürfen, diese nicht in Anspruch nehmen.
* Einschränkung des Erholungsfaktors im eigenen Heim bzw. bei Freizeitaktivitäten
** Die Bewohner der betroffenen Ortsteile haben sich nicht für diese Gegend entschieden, weil man auf eine bessere Verkehrsanbindung hofft, sondern gerade, weil es hier keine Belastung durch Verkehrslärm und Abgase gibt. Weil es hir noch Grün vor der Haustür gibt und man bei Spaziergängen durchaus die regionale Flora und Fauna beobachten kann.
** Neben den langansässigen Sportvereinen gibt es auch in den Ortschaften Sehlis und Panitzsch Reitvereine, welche bereits eine lange Tradition pflegen und Mensch und Tier ein schönes Zuhause bieten. Pferdebesitzer schöpfen hier Ruhe und Kraft nach anstrengender Arbeit und wissen, dass ihre Pferde gut versorgt werden. Besonders der Reiterhof von Frau Stein in Sehlis, der nicht nur ein wunderbares und artgerechtes Heim für unsere Pferde ist, sondern auch mit viel Herzblut und persönlichem Engagement geführt wird, ist sowohl in die Gemeinschaft als auch in die Wirtschaft des Ortes eingebunden, indem Bewohner des Ortes im Reitstall arbeiten.
Die Südvariante würde durch die Durchschneidung de Koppeln die Qualität des Reiterhofes stark mindern, so dass es nicht nur zu einer starken Verkleinerung der Koppel- und Heuwiesenflächen käme, sondern auch zu einer übermäßigen Gefährdung des Pferdebestandes durch die Bundesstraße, die auf dem Abschnitt "durch die grüne Wiese" ohne Geschwindigkeitsbegrenzung entlangführen soll. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu schwersten und teilweise tödlichen Unfällen mit freilaufenden Pferden. Das ist nicht erstrebenswert!
Auch ich würde gezwungen sein, für mein Pferd, welches nicht nur mein Freizeitpartner ist, sondern auch für mein Kind ein Freund in allen Lebenslagen ist, von dem es lernt und sich ihm anvertrauen kann, kurz: ein wichtiger sozialer Faktor im Leben meines Kindes ist, in einen anderen, weniger artgerechten Stall unterzubringen.
Für Frau Stein bedeutet es den wirtschaftlichen Ruin eine finanzielle Niederlage, da sie laufend Verbesserungen auf dem gesamten Hofgelände für den Tierschutz und für die Ausstattung, die ein guter Reitstall bieten sollte. Bis hin zur Aufgabe des Reitstalls, inklusive der Entlassung der Mitarbeiter.
Wenn man bedenkt, dass der Ort Sehlis ca. 170 Einwohner hat, sind die ca. 70 Pferde inklusive Pferdebesitzer, Reitbeteiligungen, Kindern für die Belebung des Ortes nicht von de Hand zu weisen. Ohne sie wird der Ort leer, unattraktiv, ja fast aussterben...

Als Bewohnerin von Taucha, die in Leipzig arbeitet und sich auch täglich durch den Wahnsinn auf der B87 kämpft bin ich der Meinung, dass es eine Problemlösung geben muss, die alle Anwohner dieses Gebietes mit gutem Gewissen tragen können. Es ist doch keine Lösung, vermeintlich eine Strecke zu entlasten und gleichzeitig anderen Lebens- und Naturraum zu zerstören. Das Problem wird doch nur (wie bereits gesagt) verlagert bzw. eine zusätzliche Belastung geschaffen.
Ich habe als Pferdebesitzerin mein Pferd auf der mit sehr viel Liebe und Engagement geführten Anlage von Frau Stein stehen, wo wir beide die dort einzigartige Natur und Ruhe genießen. Dies wäre mit einer Bundesstrasse nebenan dann wohl vorbei.
Diese Plätze in der Natur werden immer weniger und sind es unbedingt wert, geschützt zu werden. Wo, wenn nicht dort, können wir der schnellen und lauten Realität mit Entpannung und Erholung entgegnen.
Ich hoffe sehr, dass eine verantwortungsvolle Lösung gefunden wird, ohne dabei wertvollen Lebensraum von Mensch und Tier zu zerstören.
Deshalb hier nochmal mein "NEIN" zur Südvariante!

Nicht genug , dass die Südvariante der B87 das Naherholungsgebiet zerschneidet und die Tier und Pflanzenwelt zerstören wird , es wird auch die Existenz bestehender Reiterhöfe gefährdet . Ich habe beispielsweise mein Pferd in Sehlis bei Marie Stein in Pension. Grund dafür ist für mich vor allem die Möglichkeit mit meinem Pferd Zeit in der Natur zu verbringen und die artgerechte Koppelhaltung . Sollte die Südvariante greifen wäre dies nicht mehr möglich ,da die Straße durch das Weideland geht . Für mich auf jedenfall ein Grund den Stall zu wechseln. Dies werden viele andere Reiter auch so sehen und sich anderweitig orientieren. Hier sehe ich die Existenz von Frau Stein und deren Angestellten stark gefährdet . Auch die angrenzenden Dörfer werden in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. Warum ziehen Menschen nach Sehlis Dewitz oder Panitzch ? Wer viele Menschen auf engem Raum und Straßenlärm braucht zieht in der Regel in die Stadt. Diese Menschen haben sich aber für Ruhe und Abgeschiedenheit entschieden und nehmen längere Arbeitswege in Kauf um abends in Ruhe auf der Terrasse oder ihrem Balkon zu sitzen . Hier geht es nicht um zusätzliche Verkehrsbelastung sondern um eine komplette Vernichtung einer noch intakten Natur und der Vernichtung von Existenzen . Wer gibt diesen Leuten neue Arbeitsplätze? Es wäre wichtig auch diesen Aspekt zu bedenken

Wenn die Südvariante tatsächlich umgesetzt wird, kann Marie-Luise Stein, Inhaberin der Pferdepension Sehlis, ihr Geschäft dicht machen. Viele Pensioner haben schon angedeudet, dem Hof den Rücken zu kehren, da die Landschaftsqualität für Reitsport und Freizeit im Allgemeinen zunichte gemacht wurde. Was soll mit den Überlandstraßen (Panitsch-Plösitz) (Panitzsch-Sehlis)
(Engelsdorf-Taucha) werden? Müssen die Anwohner dann Umwege fahren? das währe dann auch nicht sehr ökologisch. Brücken zu bauen halte ich auch nicht für sinnvoll, da diese noch mehr Raum in der Landschaft einnehmen. Die Lärm- und Schadstoffbelastung die nun in Taucha herrscht, würde man einfach auf die anliegenden Ortschaften de Südvariante verlagern. Obendrein währe Panitsch dann von 2 Bundesstraßen umgeben. das ist keine schöne Vorstellung, sowohl für die Lebensqualität, als auch für den Eigentumswert.

Als Teil einer Solidarischen Landwirtschaft, zu dem auch der Gemüsebaubetrieb von Maria Bienert gehört, welcher genau in den Bereich der Südvariante fällt, bin ich ganz klar GEGEN die B87n durch das Gebiet der Parthenaue! Der Bau dieser Straße würde den Betrieb und somit eine Versorgung durch gutes Gemüse direkt aus der Region gefährden. Als Leipzigerin liegt mir viel an dem Erhalt der Natur wie er jetzt vor Ort ist, ich spreche mich FÜR eine Lebensmittelversorgung aus dem Leipziger Umland aus, die derzeit wunderbar gewährleistet werden kann, aber durch eine Straßen-Bebauung der Feldern bedroht werden würde, und bin GEGEN eine Versorgung durch Lebensmittel, die einmal um die Welt geschifft werden, damit es uns an Vieltfalt, an Luxus nicht fehlt. Letzteres ist nicht nötig; Betriebe wie der Gemüsebetrieb unserer SoLaWi müssen unterstützt und nicht zerstört werden.

Es ist kaum zu glauben! Mit stoischer Ruhe und Gelassenheit wird trotz Klimawandel, Artensterben, weltweiter Proteste nicht nur Jugendlicher für den Umweltschutz, Insektensterben, Erderwärmung...munter weiter die Zerstörung eines kleinen Restchens intakter Natur geplant...Applaus!!! Die Planer und Befürworter dieses Projektes sollten sich wirklich schämen!!! Die Zukunft des Fernverkehrs gehört auf Schienen und nicht in's Naturschutzgebiet!

Hier meine Meinung zur Südvariante der B87n. Eine echte und nachvollziehbare Lösung scheint die Südvariante nicht zu sein.
Folgende Gründe sprechen dagegen: Existenzen von Landwirten, die ihre Felde bewirtschaften, werden nicht nur eingeschränkt sondern sind akukt aufgrund des Baus bedroht. Die Landschaft Rund um die Südvariante bekommt einen drastischen Einschnitt, der das gesamte Landschaftsbild zerstören wird. Ganz zu schweigen von den Bewohnern in den Ortschaften Sehlis, Panitzsch und Plösitz. Diese haben nicht nur während der Bauphase mit massiven Einschränkungen in der Lebensqualität zu rechnen. Sein es Baumaschinen die gefühlt in den eigenen Vorgärten die Erde umbaggern oder die Teermaschinen die für eine unangenehme Geruchsbelästigung sorgen. Oder, dass später im laufenden Betrieb ständig die Gläser in der Anbauwand wackeln, ein Nachmittag im Garten nicht mehr möglich ist, da der Feierabendverkehr an einem vorbeidonnert.
Ich persönlich verbringe einen sehr großen Anteil meiner Zeit in Sehlis in der Pferdepension. Mein Pferd und die Leute auf dem Hof sind für mich wie eine zweite Familie.
Mit dem Bau der Südvariante wird der Hof extrem gefährdet. Ein Teil der umliegenden Felder wird dazu genutzt um Futter für die Pferde zu produzieren. Ohne umliegende Felder muss das Futter zu hohen Preisen extern eingekauft werden. Dieser Umstand führt dazu, dass Stallmieten erhöht werden müssen und sich viele das Pferd nicht mehr leisten können.
Auch wird der Hof in seiner Attraktivität geschmählert. Reitwege werden abgeschnitten oder gar ganz gestrichen. Besonders für die typischen Fluchttiere ist eine vielspurige Bundesstraße der denkbar schlechteste Lebensort.

Zusammengefasst sehe ich zerstörte Landschaften, gestrichender Lebensraum für Pferde, geminderte Lebensqualität für Anwohner auf Grund des Lärms, bedrohte Jobs und viele andere Punkte sprechen in meinen Augen ganz klar gegen die Südvariante.

Mit hoffnungsvollen Grüßen
S. Lehmann

Die Gemeinde Borsdorf und ich werden alles nur denkbare, insbesondere alle Rechtsmittel, geltend machen, um einen geplanten Wahnsinn mit Zerstörung der Parthenaue zu verhindern.
Bürgermeister Martin - Borsdorf

Guten Tag,

ich beziehe Obst und Gemüse aus der Sterngartenodyssee. Mir ist wichtig, möglichst regionale Produkte zu beziehen. Das ist eine zunehmende Tendenz. Daher bin ich dafür, bestehende Straßen so zu gestalten, dass sie den - nachhaltigen - Bedürfnissen (das heißt bewusster Konsum in Bezug auf Umfang und Herkunft der Produkte) gerecht werden und die Landschaft in der Umgebung von Taucha sowohl in Sachen Erholung als auch Anbau von nachhaltigen Nahrungsmitteln zu belassen wie sie ist bzw. in ihrer natürlichen Entwicklung zu unterstützen.
Vielen Dank!
Ute Tschipke

Nachteile der Südvariante würden eine erhebliche Verschlechterung der Lebensqualität mit sich bringen. Eine Straße mitten durch die Parthenaue, die für viele Einwohner von Dewitz und Sehlis ein Naherholungsgebiet darstellt, wäre eine Katastrophe und würde zudem Tauchas Image als Ökostadt schwer beschädigen. Ich bin bewußt aus der Großstadt ins beschauliche und grüne Taucha gezogen, um diese herrliche Naturlandschaft und Ruhe zu geniessen. So möchte ich auch weiterhin leben, denn die Parthenaue ist eine wahre Oase der Ruhe und Erholung.

Wie ist es zu verantworten ein Projekt durchzusetzen, welches in erster Linie schon mal abgeschlossen war und dann u.a. die Lebensqualität einer großen und bedeutenden Anzahl von Menschen einzuschränken, zu verringern oder sogar zu zerstören wird. Da fragt man sich doch wirklich, wer sich sowas ausdenkt bzw. zur Aufgabe macht, dieses durchzusetzen! Ob demjenigen wohl bewusst ist, was er damit anrichtet, ich glaube nicht!
Menschen, die sich dieses idyllische Fleckchen Erde (Plösitz, Sehlis, Panitzsch) auserwählt haben, um ihr Eigenheim zu erbauen, welches sie sich nur durch harte und schwere Arbeit selbst leisten können, um somit dem alltäglichen Alltagsstress zu entfliehen und ihre Ruhe zu genießen, soll nun eine Bundesfernstraße vor die Nase gebaut werden, die all das, was zu einer verbesserten Lebensqualität gehört, zerstört.
Diese Personen haben sich bewusst für ihre Grundstücke entschieden, gerade weil sie von Natur umgeben sind. Genau diese Natur ist zu achten und zu schützen und sollte nicht für ein solch sinnloses Projekt geopfert werden. Es wird zugelassen, dass teilweise Straßen umgeleitet werden, damit eine bestimmte Tierart geschützt wird und hier ist man bereit dafür ein großes Naturschutzgebiet der Parthe zu zerstören. Immer wird groß in allen Medienbereichen berichtet, wie wichtig Naturschutz(-gebiete) sowie Naherholungsgebiete sind. Wo wird dies hier bitteschön berücksichtigt??
Des Weiteren gibt es einen sehr großen Einschnitt in die Freizeitgestaltung vieler Betroffener, denn mitten in dem Bebauungsgebiet befindet sich ein großes Reitwegenetz, welches 2 große Reitställe betrifft.
Sowas darf nicht einfach zerstört werden und schon gar nicht wegen einer Bundesfernstraße. Dieses Projekt könnte zur Folge haben, dass sich die Pferdebestände verkleinern, da sich die Pferdebesitzer, durch den Lärmbelästigung sowie enorm gesteigerten Verkehrsaufkommen gezwungen fühlen, mit ihren Pferden wegzuziehen. Dies hätte wiederum fatale Folgen für die Stallbetreiber. Somit wäre deren Existenz stark gefährdet. Da fragt man sich doch, wie kann eine Person, welche sich die Durchsetzung des Bauprojekts zum Ziel macht, dies nur verantworten, wenn man davon ausgeht, dass alle Vor- und Nachteile intensiv bedacht worden? Da kann ich nur sagen, wer wirklich alle Vor- und Nachteile gründlich durchdenkt, dem muss auffallen, dass dieses Projekt einfach nicht durchsetzbar ist. Es kann in keinster Weise für gut befunden werden, so in die Natur und in die Privatsphäre sowie der Lebensqualität der betroffenen Menschen einzugreifen.

Im Laufe der letzten Jahre ist das Unweltbewusstsein der Bürger wesentlich gestiegen ( Friday for futur ...)
Daher verstehe ich es nicht wie die Zerstörung dieser wunderschönen Landschaft und der Lebensraum vieler Menschen mutwillig in Kauf genommen wird bzw überhaupt in Betracht gezogen wird!
Ich selber bin 5-6 x in der Woche in Sehlis um dort mit meinem Pferd zusammen die Natur zu genießen. Das wäre mit dem Bau dieser B 87n vorbei !
Die Besitzerin des Reiterhofes hat viel Zeit, Geld und Herzblut in den Aufbau dieses Hofes gesteckt.
Viele Menschen und auch Kinder verbringen Ihre Zeit dort um die Natur, Tiere und das Miteinander zu erleben.
Mit dem Bau der Südvariante würden viele Pferdebesitzer den Stall wechseln unter anderen auch ich!
Somit wäre nicht nur die Natur sondern auch Arbeitsplätze und Existensen, wie die der Stallbesitzerin, ernsthaft in Gefahr.
Der Bau der Südvariante hat viele negative Auswirkungen die hoffentlich bei der entgültigen Entscheidung mit berücksichtigt werden!!!!
B. M.-K.

Als Pensioner des Pferdestalls in Sehlis bin ich natürlich gegen die Südvariante eingestellt, da durch die anstehenden Veränderungen ein Verlassen des Hofes die Folge wäre. Es ist unvorstellbar, dass dieses Naturgebiet, wo auch viel Einsatz für die Natur herrscht, insbesondere durch Herrn Bergmann, zerstört werden soll, wobei so viele naturverbundene Menschen dort ihre Freizeit verbringen. Es ist nicht nur, dass ein Betrieb ruiniert wird, es verlieren auch ca. 200 Menschen ihr ,, Biotop‘‘. Mit freundliche Grüßen, Esther Rudat

Wir sagen NEIN zur Südvariante der B87n!!!
Wir fordern:
- keine Zerschneidung und damit Zerstörung der Parthenaue in der Sehliser, Dewitzer und Panitzscher Flur
- den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes und des FFH-Gebietes Parthenaue, sowie den Erhalt der Endmoränenlandschaft zwischen Jesewitz und Taucha mit ihrer Artenvielfalt in Flora und Fauna (wie Fischotter und Fledermaus)
- die Stärkung überregionaler Grünzüge, den Schutz der Kaltluftentstehungsgebiete und den Erhalt der unzerschnittenen Landschaft sowie deren Trittsteinfunktion zwischen unterschiedlichen Biotopen
- die Vermeidung von Licht-, Lärm- und Schadstoffimmissionen in eben diesen geschützten Gebieten
- den Erhalt der Parthenaue als Naherholungsgebiet der Stadt Taucha

Es muss eine Trassenführung gefunden werden, die keine Existenzen und Lebenswerke (Reiterhof Sehlis, Stiftung Partheland Sehlis, Biobetrieb Bienert, Ökokommune Sehlis etc.) zerstört und die die Lebensqualität der Anwohner in diesen Gebieten nicht mindert.
Außerdem ist zu beachten, dass eine Tunnelvariante sicher sehr kostenintensiv, jedoch in Abwägung der zu erwartenden Ausgleichs-, Schutz- und Ersatzmaßnahmen, die eine Zerschneidung der Auenlandschaft und der angrenzenden Gebiete nach sich ziehen würde, trotz allem wesentliche ökonomische und ökologische Vorteile bietet.
Des Weiteren ist zu bedenken, ob die gewünschte Entlastung der angespannten Verkehrslage in Taucha durch die geplante Streckenführung mit Anschluss an die Autobahnauffahrt Leipzig-Ost überhaupt eintreten wird. Für Pendler der Strecke Torgau-Eilenburg-Taucha-Leipzig ist der Umweg rein kilometermäßig völlig unnütz, zumal der Knotenpunkt A14/B6 bereits jetzt zur Hauptverkehrszeit extrem überlastet ist und einem weiteren Verkehrsstrom nicht Stand halten kann.
Wir Leben in einer Zeit, in der es immer hektischer und stressiger, immer lauter und immer schneller voran geht. Der menschliche Körper ist für diese Art der extremen Belastung nicht gemacht. Dies belegen die immer weiter steigenden Zahlen an Krankschreibungen - vor allem auch im Bereich der psychischen Überlastungen. Auf der anderen Seite geht derzeit ein Ruck durch unsere Gesellschaft. Ein bewusst werden für den ökologischen Umgang mit unserer Erde und den Resourcen, die uns gegeben sind, wird immer wichtiger. Und doch soll hier ein Stück Paradies zerstört werden, was den Menschen in der Region und darüber hinaus eben diesen Ort zum Kraft tanken und Ruhe finden bietet, den sie so nötig brauchen. Das wäre eine Katastrophe für uns und für alle folgenden Generationen!!!

Moderationskommentar

Liebe Teilnehmende,

wir möchten Sie darum bitten, keine gleichlautenden Beiträge mehrfach einzustellen. Da es für uns bei Gastbeiträgen nicht ersichtlich ist, ob die Beiträge von einem oder mehreren Teilnehmenden kommen. Wenn Sie einem Beitrag zustimmen möchten, dann können Sie unter dem jeweiligen Beitrag Ihre Zustimmung äußern und eventuell auch mit ein paar Worten kommentieren, wir nehmen das dann zur Kenntnis. Bitte keine kompletten Beiträge kopieren und einfügen. diese Beiträge müssen wir leider ausblenden.

Mit freundlichen Grüßen
Petra Schröter (Moderation)

Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen. Dieses Schopenhauer Zitat steht für mich für die Folgen des Baus der Südvariante. Diese sind einschneidend und nicht mehr rückgängig zu machen. Die Südvariante würde neben gravierenden wirtschaftlichen Problemen verschiedenster landwirtschaftlicher Betriebe zu einer Zerstörung der einzigartigen Schönheit der Parthenaue führen. Eine Südvariante kann nur jemand bevorzugen, der diese Schönheit noch nicht erlebt hat. Als begeisterter Radfahrer, Jogger und Reiter darf ich dieses traumhafte Stück Land täglich genießen. Ich hoffe sehr, dass es meinen Mitmenschen und unseren Kindern weiterhin erlaubt sein wird, Ruhe, Kraft und Erholung in der Parthenaue zu finden. Ich kann verstehen, dass es eine Entlastung in Taucha geben muss. Aber ich kann nicht verstehen, dass man Pest gegen Cholera tauschen möchte. Deshalb ist eine andere, nicht die Natur zerstörende, Lösung vorzuziehen. Und sei diese vielleicht komplizierter oder teurer.

Dass eine gute Variante gefunden werden muss, um Taucha zu entlasten, ist unstrittig. Der Bau der Tunnelvariante wäre dabei sicher die kostenintensivere Version...
deutlich teurer käme uns hingegen die Umsetzung der Südvarianten zu stehen....dauerhaft und irreparabel!!
1. ist es fraglich, ob die Südvariante tatsächlich die gewünschte Entlastung bringen würde...ich gehe eher davon aus, dass viele Autofahrer weiterhin die kürzere Strecke durch Taucha wählen würden, wenn die Stau's im Ort sich etwas lockern...der Verkehr würde vielleicht besser rollen, wäre aber weiterhin dicht.
2. wird ein unglaublich wertvolles Natur- und Landschaftsschutzgebiet zerstört...irreparabel!
Was hinterlassen wir den nächsten Generationen?
Aktuell demonstrieren Kinder und Jugendliche europaweit für den Erhalt der Natur, ihrer Zukunft....ich denke, es ist wichtig, dass auch wir ihnen zuhören und sie ernst nehmen!
3. Schützen wir das "Schutzgut" Mensch durch die Südvariante tatsächlich? Bedeutet Schutz wirklich, ein direkt angrenzendes Erholungsgebiet zu zerstören?
In Taucha werden fortlaufend freie Flächen bebaut, Wiesen und Freiräume für Kinder zum Toben immer rarer. Unsere Stadt wird durchaus gepflegt und mit Spielplätzen versehen...aber ersetzt das unbebautes Naturerleben? Brauchen Kinder nicht regelmäßige Naturerfahrungen, um Natur lieben und schützen zu lernen? Hat jeder arbeitende Mensch in seiner knapp bemessenen Freizeit wirklich die Möglichkeit, längere Wegstrecken zurückzulegen, um sich in natürlicher Umgebung zu regenerieren?
Bisher haben wir den Schatz direkter Naturanbindung direkt vor der Haustür...und sollten sehr gut überlegen, ob wir ihn tatsächlich zerstören wollen!
4. Die Luftqualität in Taucha wird sich mit der Südvariante kaum verbessern...durch eine längere, mit hohem Tempo befahrene Straße werden nicht weniger, sondern Seher mehr Abgase entstehen....diese ziehen dann auch nicht zwingend an Taucha vorbei, weil sich die neue Straße außerhalb des Ortskernes befindet ....
5. Es werden hochwertige Projekte und mehrere Existenzen, wie z.B. die Biohöfe um Sehlis und der Sehliser Reiterhof (der vielen Erwachsenen, Kindern und Tieren echte Lebensqualität bietet!) zerstört...rechtfertigt eine Umgehungsstraße diese Opfer?

Liebe Planer, es gibt eine Verantwortung gegenüber den Tauchaer Bürgern ...aber eben gegenüber allen, auch denen im Umland! Und: wir tragen Verantwortung für unsere nächsten Generationen, denen wir ein lebenswertes, nicht komplett verbautes Taucha hinterlassen sollten!

Möglicherweise ist eine teurere Tunnelvariante dann doch die lohnendere, wertvollere Investition in einen gesunden, attraktiven Lebensraum Taucha....langfristig gesehen!

Eigentlich sollte der Bürgerprotest und die Unterschriftenaktionen beim letzten Mal schon Aufschluss darüber gegeben haben, dass diese Variante nicht nur eine Zerstörung eines einzigartigen und nicht ersetzbaren Landschafts- und Erholungsgebietes darstellt, sondern auch eine Existenzbedrohung für zahlreiche ortsansässige (und Steuerzahlende) Unternehmen ist!!
Gerade in der heutigen Zeit ist jedes Naherholungsgebiet so wertvoll wie eh und je. Und ich möchte behaupten, dass die meisten Menschen die diese aktiv nutzen (zB durch den Pferdehof Sehlis und Panitzsch) es so schaffen in unserer Leistungsorientierten Gesellschaft einen kühleren Kopf zu bewahren und für den nächsten Tag Kraft zu sammeln und so eben nicht eine zusätzliche „Last“ für das Gesundheitswesen durch Krankschreibungen auf Grund psychischer, aber auch körperlicher Krankheiten (Vorbeugung durch Bewegung und Sport!) darstellen!

Wir fordern:
- keine Zerschneidung und damit Zerstörung der Parthenaue in der Sehliser, Dewitzer und Panitzscher Flur
- den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes und des FFH-Gebietes Parthenaue, sowie den Erhalt der Endmoränenlandschaft zwischen Jesewitz und Taucha mit ihrer Artenvielfalt in Flora und Fauna (wie Fischotter, zahlreiche Tagfalter und Fledermäuse)
- die Stärkung überregionaler Grünzüge, den Schutz der Kaltluftentstehungsgebiete und den Erhalt der unzerschnittenen Landschaft sowie deren Trittsteinfunktion zwischen unterschiedlichen Biotopen
- die Vermeidung von Licht-, Lärm- und Schadstoffimmissionen in eben diesen geschützten Gebieten
- den Erhalt der Parthenaue als Naherholungsgebiet der Stadt Taucha

Es muss eine Trassenführung gefunden werden, die keine Existenzen und Lebenswerke (Reiterhof Sehlis, Stiftung Partheland Sehlis, Biobetrieb Bienert, Ökokommune Sehlis etc.) zerstört und die die Lebensqualität der Anwohner in diesen Gebieten nicht mindert.
Außerdem ist zu beachten, dass eine Tunnelvariante sicher sehr kostenintensiv, jedoch in Abwägung der zu erwartenden Ausgleichs-, Schutz- und Ersatzmaßnahmen, die eine Zerschneidung der Auenlandschaft und der angrenzenden Gebiete nach sich ziehen würde, trotz allem wesentliche ökonomische und ökologische Vorteile bietet.
Des Weiteren ist zu bedenken, ob die gewünschte Entlastung der angespannten Verkehrslage in Taucha durch die geplante Streckenführung mit Anschluss an die Autobahnauffahrt Leipzig-Ost überhaupt eintreten wird. Für Pendler der Strecke Torgau-Eilenburg-Taucha-Leipzig ist der Umweg rein kilometermäßig völlig unnütz, zumal der Knotenpunkt A14/B6 bereits jetzt zur Hauptverkehrszeit extrem überlastet ist und einem weiteren Verkehrsstrom nicht Stand halten kann.
Auf der anderen Seite geht derzeit ein Ruck durch unsere Gesellschaft. Ein bewusst werden für den ökologischen Umgang mit unserer Erde und den Resourcen, die uns gegeben sind, wird immer wichtiger. Und gerade solch eine Tendenz gilt es endlich zu unterstützen und nicht wieder im Keim zu ersticken!! Gerade auch zukunftsweisende Projekte wie der Reiterhof Sehlis, der durch immer neue und stetige Umbaumaßnahmen ein Paradebeispiel in Punkto artgerechte Tierhaltung verbunden mit guter Erreichbarkeit und Funktionalität seinesgleichen sucht, darf durch diese nicht zielführende Variante nicht gefährdet und in seiner Existenz bedroht werden!
Die Südvariante der B87n wäre eine Katastrophe für uns und für alle folgenden Generationen!!!

Leider ein weiteres Vorhaben noch einen Teil unserer schönen Dörfer und der bisher wunderbaren Natur zu nehmen, man wohnt schließlich nicht auf dem Dorf um von Straßen umgeben zu sein. Berufsbedingt bin ich über 3 Jahre von Panitzsch über die B87 nach Eilenburg gefahren und muss gestehen, dass dies ein sehr schöner und unproblematischer Arbeitsweg war, wodurch sich mir die Umgehungsstraße bei Panitzsch nicht ganz erschließt. Wetterbedingt haben unsere Bauern und Landwirte schon genügend Überlensprobleme, der Bau könnte erheblichen Einfluss auf die Existenz dieser haben. Ebenso beeinflusst werden die Reiterhöfe in Sehlis und Panitzsch, da nicht nur Kuhweiden und das liebevoll nach und nach aufgebaute Naturschutzgebiet verloren gehen sondern auch die Pferdekoppeln. Auch eine Lärmschutzwand wäre nie eine Entschädigung für die Einbußen die wir Menschen und unsere künftigen Generationen, aber vor allem die Natur und unsere Tiere machen müssen. Wir wollen kein Leben zwischen Straßen, wir wollen ein schönes Dorfleben.

Als aktive Reiterin mit eigenem Pferd in Sehlis stehe ich der geplanten Südvariante sehr kritisch gegenüber. Die Südvariante würde nicht nur den Lebensraum heimischer Tiere zerschneiden (von der Störung duch Baulärm ganz zu schweigen), auch die Freizeitgestaltung wäre passé. Und das würde nicht nur mich sondern viele Menschen betreffen. Stadtnahe Grünflächen und Naherholungsgebiete müssen erhalten werden. Jede weitere Versiegelung von Boden wirkt sich nachteilig auf und fördert durch Wetter bedingte Extremlagen wie zum Beispiel Hochwasser. Man sollte erst genau prüfen wie vorhandene Kapazitäten effektiver genutzt werden können anstatt blindlings los zu bauen.

Mit dieser Variante wir wertvolles Naturschutzgebie zerstört! Der Reiterhof, mit Reit-und Voltigierverein, beherbergt 70 Pferde, denen wertvolle und wichtige Koppel genommen wird. Wiesen zu Heugewinnung! Für diese sensiblen Fluchttiere , die Menschen die den Ort beleben und die seltenen Vögel(Roter Milan)ist die Lärm unzumutbar!
Des Weiteren stehen die Existenz der Betreiberin Frau Stein ,samt ihrer 8Mitarbeiter und der Bio Bauern Komune" Rote Beete" die regional bedeutende Versorgung mit gesundem Gemüse gewährleisten!
Wir müssen und werden für den Erhalt diese Stück
Natur kämpfen und es für unsere Kinder zur Erholung weiter nutzen zu können.

Wir brauchen diesen wichtigen Ort der Ruhe und Erholung für uns und unser Pferd!

Die Gemeinderatsmitgleider der CDU und ich werden alles nur denkbare tun, um die Zerstörung der Parthenaue zu verhindern, wir werden im Notfall auch Rechtsmittel einsetzten um diesen Wahnsinn zu stoppen.

Katharina Wagner- Panitzsch

Wenn man nach Taucha an die Nähe der Leipziger Straße ziehe, weiß man dass dort ein hohes Verkehrsaufkommen ist. Wenn man allerdings in die Dörfer Plösitz, Panitzsch, Sehlis etc. zieht, zieht man dort hin, weil dort kein hohes Verkehrsaufkommen ist. Mit der Südvariante wäre keinem Anwohner geholfen.

Das Gebiet der Parthenaue nun auch noch mit der Südvariante zu belasten wäre unverantwortlich!
Schon allein aus Gründen des Naturschutzes wegen der dort vergleichsweise noch erhaltenen Artenvielfalt von Flora ubd Fauna sollte man von der Südvariante Abstand nehmen!
Es gibt dort bereits genug Einschränkungen durch Landwirtschaft und reichlichen Flugverkehr. Wenn man schon eine dadurch erhebliche Luftbelastung abstreiten wöllte, dann aber nicht den Lärm, der bereits durch die Flugzeuge vorhanden ist. Starker Verkehr würde die Gegend als Wohn und Erholungsraum völlig untauglich machen.
Daraus resultiert nicht nur eine starke Beeinträchtigung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Anwohner, denn Lärm macht nachweislich krank!!!, sondern auch ein wirtschaftlicher Schaden für Betriebe in Panitzsch, Sehlis, Dewitz etc., auch die Reiterhöfe, die dann reichlich Einsteller verlieren würden. Denn diese Gegend ist vor allem wegen der Umgebung und den damit verbundenen Möglichkeiten ao beliebt.

Nicht wenige kommen aus der Stadt Leipzig extra in diese Gegend um nocb ein bisschen Natur erleben zu könne und sich zu regenerieren.

Ein deutliches NEIN zu der Südvariante, weil es ein herber Verlust für Mensch und die ohnehin achkn belastete Natur wäre!

Der Erhalt des FFH Parthenaue und des Landschaftsschutzgebiets sind von wesentlicher Bedeutung für Leipzig und sein Klima. Gerade in Zeiten der Klimaerwärmung schafft der Kaltluftkorridor notwendige Abkühlung. Die Parthenaue ist für Leipzig und Umgebung ein wertvolles Freizeit- und Naherholungsgebiet. Wir haben hier eine unwiderbringliche Endmoränenlandschaft. Es beginnt mit einer kleinen Straße durch Wiesen und Natur. Am Anfang scheint es kein Problem zu sein. Doch die Straße wird zur Keimzelle für eine großflächigere Zerstörung der Umwelt. Weltweit warnen internationale Forscherteams vor der infrastrukturellen Ausbreitung mit ihren vernichtenden Folgen auf das Ökosystem. Die Zerschneidung der Auenlandschaft würde wertvolle Biotope zerstören. In den vergangenen Jahren hat die Stiftung Parthenaue aktiv renaturiert und sichtbare Erfolge gebracht. Wir haben eine reichhaltige Flora und Fauna mit Fischottern, Eisvögeln, Fledermäusen, Bienen, Ringelnattern und Singvögeln.Die Maßnahmen der Stiftung wurden mit großem Engagement und auch mit Steuergeldern umgesetzt. All das würde zunichte gemacht. Auch das Aus für die Gärtnereien, die Ökobetriebe und den Reiterhof würde man mit der Südvariante beschließen. Die soziale Funktion solcher Unternehmen wie der Reiterhof Sehlis kann nicht hoch genug bewertet werden. Nicht nur als Arbeitgeber im Dorf, sondern ebenso als Freizeit- und Erholungsstätte für Hunderte Familien. Kindergärten und Schulen besuchen regelmäßig den Hof zum Lernen und Verstehen. Die Vereinsarbeit der Voltigiergruppe, gemeinsame Feste und sportliche Höhepunkte prägen das Miteinander. Doch ohne Weiden ist keine artgerechte Pferdehaltung mehr möglich. Die aktuelle "Umweltbewußtseinsstudie" belegt, dass für zwei Drittel der Menschen der Umweltschutz eines der wichtigsten Themen darstellt. Eine Entscheidung gegen die Natur in der Parthenaue um Sehlis, Drewitz und Panitzsch ist einfach nicht vermittelbar. Sie würde Vertrauen in Politik und politische Entscheidungsträger nachhaltig zerstören. Die Herausforderung besteht doch darin, Infrastruktur so zu planen, dass die natürliche Umwelt respektiert wird. Es geht um unsere Gesundheit, um unser Leben und die Zukunft unserer Kinder. Nein zur Südvariante der B87n!!!

Mein Name ist Marie-Luise Stein und ich betreibe die Pferdepension in Sehlis seit nunmehr 15 Jahren, das heißt ich arbeite und lebe schon fast mein halbes Leben auf dem Bergmann'schen Hof. Angefangen mit 7 Pferden finden hier mittlerweile 70 Pferde ein artgerechtes Zuhause und individuelle Betreuung. Zahlreiche große Investitionen in den letzten Jahren lassen den Hof wachsen und steigern die Attraktivität für Mensch und Tier. Hohe Kreditlasten sind monatlich zu schultern. Steuerabgaben kommen dem Allgemeinwohl zugute. Außerdem verdienen 8 Angestellte bei mir ihren Lebensunterhalt und weit über 200 Pferdebegeisterte von jung bis alt sind regelmäßig bei uns zu Gast, um hier ihre Freizeit zu verbringen und Erholung mit dem Pferd in der Natur zu finden. In vielen Gesprächen mit den Pensionern stellte sich heraus, dass die Hauptzahl der Einsteller bei einem Bau der B87n vorbei an unserem Hof uns verlassen wird und sich gezwungen sieht, ihre Pferde anderweitig unterzubringen, was mich in die Insolvenz treiben würde. Die Sehliser, Dewitzer und Panitzscher Flur mit seinen sanften Hügeln, Wiesen, Feldern, Hecken und Baumgruppen stellt nicht nur im Bereich der Parthenaue ein unvergleichbar schönes Fleckchen Erde dar, was zudem Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen Tier- und Pflanzenarten ist. Bereits jetzt schon eingegrenzt von der B6, der B87 und der A14 ist die Parthenaue und die Endmoränenlandschaft eines der letzten größeren unzerschnittenen Naturgüter. Überregionale Grünzüge und ein Biotopverbund in der Region und darüber hinaus haben beim Arten- und Umweltschutz eine herausragende Bedeutung.
Ein Ausbau der B87n egal in welcher der beiden geplanten Südvarianten würde nicht nur das eben erwähnte Landschaftsschutzgebiet in seiner Einzigartigkeit zerstören und beeinträchtigen, sondern auch Existenzen und ganze Lebenswerke in den Ruin stürzen - mich betreffend natürlich noch massiver bei der Variante, die direkt die an den Hof grenzenden Koppeln schneidet und uns somit nicht nur durch Licht-, Lärm- und Schadstoffimmissionen schadet, sondern auch der massive Flächenverlust ein adäquates bewirtschaften des Hofes unmöglich macht. Abgesehen davon ist mit einem Anschluss an die Autobahnauffahrt Leipzig-Ost, die ja jetzt schon in der Hauptverkehrszeit ein Nadelöhr bildet, keine Entlastung des innerstädtischen Verkehrsstromes in Taucha zu erwarten. Ich fordere daher, jegliche Varianten zu verwerfen, die den Südraum von Taucha betreffen bzw. tangieren, sonst verkommt Sehlis zu einem toten Ort. Das wäre eine ökologische und ökonomische Katastrophe für uns und unsere Kinder!!!!!!

Ich bin gegen den Bau der Südvariante, weil eine wunderschöne Landschaft und wichtige Felder zum Anbau von Lebensmitteln zerstört werden. Ich möchte mich regional und saisonal ernähren und Essen aus der Nähe von Leipzig beziehen. Bei einer südlichen Umgehungsstraße für Taucha werden Gemüseanbaubetriebe in ihrer Existenz gefährdet. Es ist absurd, neue Straßen für LKWs zu bauen, die Lebensmittel aus anderen Regionen zu uns bringen, statt die eigenen Felder vor der Haustür zu schützen.

Ich würde annehmen, dass sich auf den Menschen eine schnelle (Lärm-)Immissionssteigerung von 0 auf 100 äußerst kritisch auswirkt. Im Vergleich dazu an der bisherigen B87 Trasse die Emission um 20, 30 oder vielleicht 40 % sinken, welche Einflüsse hat das? Ich erachte den Effekt der 100 % Steigerung als wesentlich fataler.
Zudem sind weite Teile der Tauchaer Naherholungsgebiete nicht mehr in der Form erhohlsam bzw. teilweise nicht mehr vorhanden, würde die Südvariante gebaut werden.
Das würde in meinen Augen einen großen Einschnitt in die Lebensqualität der Menschen in Taucha bedeuten.
Gerade in Zeiten in der Stress und Arbeitsbelastung stetig zunehmen, sind Naherholungsgebiete wichtiger denn je. Erhohlungsmöglichkeiten zu zerstören, erschließt sich mir kausal nicht. Ein Ausbau hingegen sollte "stadt"finden, insbesondere in der ökologischen Modellstadt Taucha.

Seit 10 Jahren habe ich die ehrenwerte Aufgabe einen modernen Ackerbaubetrieb zu leiten.
Wir sind ein nachhaltig, konventionell wirtschaftender Betrieb in den Gemarkungen Dewitz, Sehlis und Pantitzsch. Wobei die Art der Bewirtschaftung (biologisch oder konventionell) hier überhaupt keine Rolle spielt. Es hat beides seine Vor- und Nachteile.
Beide haben das Bestreben unser Wertvollstes Gut, den Boden, den wir von unseren Vätern geerbt haben an unsere Kinder weiterzugeben. Und das Ganze in einem bestmöglichen Zustand.
Eine betonierte Fläche ist für mich keinesfalls nachhaltig! Hier kann dauerhaft kein Nahrungsmittel für Mensch und Tier erzeugt werden und Lebensräume werden zerstört.
Durch den Bau der B 87 Südvariante werden zahlreiche Äcker und Wiesen zerschnitten, die oftmals ein Bewirtschaften unmöglich machen. U. a. wird der natürliche Wasserhaushalt des Bodens völlig durcheinander gebracht. Vom wirtschaftlichen Schaden mal ganz abgesehen.
Des Weiteren geht der Landwirtschaft ja nicht nur die benötigte Fläche für den Bau der Straße verloren, sondern zusätzlich noch die Fläche für sogenannte Ausgleichsmaßnahmen, die dann natürlich auf bestem Ackerland erfolgt.
Da fühle ich mich als Landwirt mit Füssen getreten, wie andere Leute mit fremden Gut (unserem Boden) umgehen, die hierzu überhaupt keine Verbindung haben.
Ich würde es mir sehr wünschen, dass von der Südvariante abgesehen wird, damit wenigstens ein kleines Stückchen Natur erhalten bleibt, welches jetzt schon von der A 14, B 6 und B 87 eingegrenzt ist.
Mit freundlichen Grüßen
Ehler Mehlhop

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